Abberufung nichtig

Blamage für Darabos: Entacher gewinnt Verfahren

7. November 2011, 13:16

General Entacher tritt morgen wieder Job im Verteidigungsministerium an - Offiziersgesellschaft fürchtet Entmachtung Entachers - ÖVP-Wehrsprecher: "Darabos rücktrittsreif"

Die Absetzung von Generalstabschef Edmund Entacher durch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) war nicht rechtens. Die Berufungskommission beim Bundeskanzleramt hat den Versetzungsbescheid des Verteidigungsministeriums ersatzlos aufgehoben. Die Gründe, die Darabos für den Vertrauensverlust gegenüber Entacher angeführt hatte, wurden von der Berufungskommission nicht anerkannt. Das teilte das Ministerium in einer Aussendung am Montag mit. Damit ist die Versetzung von General Entacher "rechtlich nicht möglich". Entacher hat somit das von ihm angestrebte Verfahren gegen seine Versetzung auf der ganzen Linie gewonnen.

Dem "Kurier" sagte Entacher, dass er morgen Dienstag wieder seinen Dienst antreten wird: "Ich bin voll dienstfähig, natürlich trete ich meinen Dienst an. Ich muss ja." Auch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte Entachers Rückkehr.

Darabos: "Lasse mich nicht abbringen"

In einer Aussendung erklärte Darabos: "Ich nehme die Entscheidung der Berufungskommission selbstverständlich zur Kenntnis. Aus rechtlicher Sicht waren meine
Argumente für den Vertrauensverlust offenbar nicht ausreichend." Und weiter: "Für mich steht jedoch die Notwendigkeit der Reform des Bundesheeres außer Diskussion. Auf diesem politischen Reformweg werde ich mich als verantwortlicher Minister auch durch eine dienstrechtliche Entscheidung nicht
abbringen lassen", so Darabos.

Paulus fürchtet Entachers Entmachtung

Im Gespräch mit derStandard.at fordert Eduard Paulus, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft, Darabos' Rücktritt. Die Entscheidung der Berufungskommission zeige, dass sich der Minister "undemokratisch und rechtswidrig" verhalten habe. Paulus rechnet damit, dass Entacher wieder ins Verteidigungsministerium zurückkehrt, fürchtet jedoch, dass der Generalstabschef entmachtet wird. "Es gibt Gerüchte, dass die Geschäftsverteilung verändert wird", sagt Paulus zu derStandard.at. Paulus glaubt, dass man im Verteidigungsministerium bereits für den Fall, dass Entacher zurückkehrt, vorgesorgt hat. So könnten etwa die Kompetenzen dieser Position beschnitten worden sein.

Dem Vernehmen nach soll nach dieser Reform dem Generalstab Macht entzogen und zur einzigen zivilen von insgesamt vier Sektionen (die fünfte Sektion ist für die Sportagenden zuständig) wandern. Offiziell wird der Umbau mit Effizienzsteigerung begründet.

ÖVP-Klikovits: Darabos "rücktrittsreif"

"Darabos hat rechtswidrig gehandelt. Die Konsequenzen muss er selbst ziehen. Politische Spielchen, wie eine neue Struktur des Generalstabs einzurichten, um Entacher seinen Arbeitsplatz auf Dauer wegzunehmen, haben jetzt keinen Platz", sagte ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits in einer Aussendung. Im Gespräch mit derStandard.at erklärte Klikovits Darabos für "rücktrittsreif". Die Causa Entacher sei nur ein Teil eines Puzzles. Darabos bringe das Heer in eine "schwierige Situation". Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) müsse nun entscheiden, ob dieser Verteidigungsminister noch tragbar sei.

Entacher war im Jänner von Darabos abberufen worden, nachdem er die Pläne des Ministers, die Wehrpflicht abzuschaffen, kritisiert und unter anderem gemeint hatte: "Warum soll ich ein neues System einführen, das voller Risiken steckt und bei dem es kein Zurück mehr gibt? Kein vernünftiger Mensch würde das tun." Darabos erklärte darauf, dass er kein Vertrauen mehr zum General habe. Für besondere Empörung sorgte dabei der Umstand, dass die "Kronen Zeitung" Entachers Kopf gefordert hatte, kurz bevor Darabos den General absetzte. (APA/burg/derStandard.at, 7. November2011)

Kommentar posten
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Superlance
00
9.11.2011, 10:44
Darabos

ist ohnehin ein Dümmling mit dem Hang zum Alkoholismus! Aber er passt gut zu der Kombi Faymann und Rudas. Alle 3 bringen einen IQ von 100 zusammen!

EsoterikExperte
00
9.11.2011, 10:30
fuck se heer

tock tock tock
10
8.11.2011, 12:05
Worum es bei einem "kleinen, feinen Berufsheer" wirklich geht:

Um die "Die Privatisierung von Sicherheit und der Staat" und "Krieg als Dienstleistung".

Private Firmen sollen an den Militärausgaben mitnaschen können. Man "spart" bei einem staatlichen Heer so lange an den "richtigen" Stellen, bis es diese nicht mehr selbstständig erfüllen kann und dort springen dann ganz "zufällig" Söldnerfirmen in die Bresche.

Die USA sind uns da schon weit vorraus - da wandern 113,4 Milliarden Dollar für militärische Dienstleistungen in private Firmen), aber auch in Europa gibt es da einen guten Markt:
In Großbritannien wurde 2005 der gesamte Markt für militärische Dienstleistungen auf vier Milliarden Pfund geschätzt. Nächstgrößerer Markte ist

tock tock tock
10
8.11.2011, 12:18

Das müss im übrigen noch nicht mal militärische Dienstleistungen sein!

Was denkt ihr eigentlich, wenn ihr lest, dass beim Heer Truppenküchen abgeschafft werden? Glaubt ihr, dass die Soldaten deshalb nix mehr essen oder dass das Heer das Essen von einem "Zentralküchenbetreiber" geschenkt bekommen? Da will jemand Geld dran verdienen! Bei uns gibts Ansätze und Plände dafür.

tock tock tock
00
8.11.2011, 12:07
Das ist jetzt nicht unbedingt allein auf meinem Mist gewachsen

Siehe dazu auch Literaturliste beim Wiki-Artikel zu "Privates Sicherheits- und Militärunternehmen"

zB.:
- Der Einsatz von "Private Military Companies" im modernen Konflikt, Ein neues Werkzeug für "Neue Kriege"?

- Das Unternehmen Krieg. Paramilitärs, Warlords und Privatarmeen als Akteure der Neuen Kriegsordnung.

- Krieg als Dienstleistung - Private Militärfimen zerstören die Demokratie.

- Die Kriegs-AGs - Über den Aufstieg der privaten Militärfirmen.

- The private military service industry. SIPRI Insights on Peace and Security 1/2008.

-Corporate Soldiers: Die Delegierung der Kriegführung an private Unternehmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Priv... nternehmen

Erwin Brandstetter
32
7.11.2011, 20:24

Diese legistischen Winkelzüge interessieren mich überhaupt nicht. Ich will, dass die gemeinschädliche Wehrpflicht abgeschafft wird und dass so wenig wie möglich von unserem Steuergeld an die Rüstungsindustrie fließt. Das ist wichtig.

Walter B.Stechlich
00
7.11.2011, 22:31

eine 3. meinung wird hier nicht gerne gesehen.

Erika Rothen
33
7.11.2011, 22:28
Dann posten Sie das an geeigneter Stelle.

Hier geht es darum, dass der willkürlichen Personalpolitik eines amoklaufenden Unfähigen Einhalt geboten wurde.

Mit der Wehrpflicht hat das nichts zu tun, die hat Entacher längst abgeleistet. Auch die Rüstungsindustrie ist in diesen Fall meines Wissens nicht involviert.

Also, Herr Brandstetter: Thema verfehlt, setzen, nicht genügend.

Erwin Brandstetter
00
7.11.2011, 23:02

Ich bin genau am Thema. Die Machtkämpfe und Winkelzüge um Posten sind eine Ablenkung vom Thema, mehr nicht.

Folgendes...
 
00
8.11.2011, 19:12
Tja...

Diese Machtkämpfe und Winkelzüge haben ihren Ursprung aber in Darabos...

derderbenutzer
12
7.11.2011, 20:12

"Darabos rücktrittsreif" ... Er war in keiner Phase eintrittsreif ...

Maximal Streber- bzw. Klassensprecher, keinerlei ach auch geringste Ahnung "sein" Metier betreffend, parteigetrieben ...

Entsorgung ins Burgenland. Landeshäuptling: fertig ...

DemRepublikaner
03
7.11.2011, 20:18
Der ist

sogar für die Burgenländer eine Beleidigung.

cannery row
92
7.11.2011, 19:44
ein absoluter lachschlager..

wie hier fast alle der poster einen militär-apparatschik beklatschen, der felsenfest von der zeitraubeinrichtung wehrpflicht überzeugt ist, die jugendlichen jedes jahr einen nicht zu knappen teil ihres lebens kostet.. unnötig, weil es eh genug leute gibt, die sich das freiwillig antun wollen.

aber: wenns gegen den verhassten roten geht, werden salonlinke zu eiferer am dienst an der waffe. "da zivi, abrüsten.." etc.

absolut jämmerlich.

Erika Rothen
04
7.11.2011, 22:03
Sie sind ziemlich schief gewickelt.

Es geht hier in keinster Weise um die Frage Wehrpflicht ja oder nein, sondern darum, wie weit die Willkür eines durchgeknallten und vollkommen überforderten Parteiapparatschiks auf Ministersessel gehen darf.

Es geht hier um Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Anstand. Um die Wehrpoflicht geht es hier nicht! Also lassen Sie Ihre Propagandaplatitüden doch bitte woanders ab.

Walter B.Stechlich
01
7.11.2011, 19:43

die pro-darabos poster sind wohl geleast vom werner seiner zwitter seite.

cannery row
00
7.11.2011, 20:17
dass jemand..

eine andere meinung vertritt, ist für sie als lupenreinen demokraten sicher schwer zu verstehen, was?

Walter B.Stechlich
00
7.11.2011, 20:18

jawohl laura.

Walter B.Stechlich
00
7.11.2011, 20:18

jawohl laura.

pinky
14
7.11.2011, 19:28
Noch peinlicher als Darabos, Kurz und Co sind ihre Freunde

Es war schon sehr peinlich, als bei Sebastian Kurz Postings a la "lasst doch den Basti in Ruh" und "Basti ist super, dass hätt ich ihm gar nicht zugetraut" aufgetaucht sind.

Jetzt haben wir hier den Aufmarsch der Darabos-Verteidigung mit teilweise an den Haaren herbeigezogenen Argumenten.

Haltet ihr SPÖ/ÖVP Parteischackln uns wirklich für so de**ert? Glaubt ihr ernsthaft, ihr könnt so die Negativperformance unserer Regierungspolitiker wegposten?

Ich kann mir die Antwort zwar denken, aber wenn ich mir überlege wer der lachende Dritte bei dem Theater ist, ist mir nicht gerade wohl zumute.

Erika Rothen
03
7.11.2011, 19:25
Ich verstehe die SPÖ nicht.

Darabos ist ja wirklich der Sargnagel dieser ehemals staatstragenden, heute aber ohnehin schon schwer gebeutelten Partei.

Warum lässt der ansonsten so populistische Faymann einen derartigen Totalversager weiterwursteln? Womöglich deshalb, damit der Unfähigste (= Darabos) das Feindfeuer auf sich konzentriert, während die Unfähigen (Faymann, Bures, Stöger, Rudas, Schmied ed.al.) im Vergleich zu Darabos noch irgendwie erträglich wirken können?

Oder wartet man, so wie das Kaninchen im Angesicht der Schlange, schreckensstarr auf Straches fulminanten Wahlsieg?

General Cornwell
12
7.11.2011, 19:24
Rekrut Darabos

jetzt heißt es abrüsten - oba gschwind...

derunbestechliche
12
7.11.2011, 19:17
Wer hat General Entacher vorsätzlich und widerrechtlich ohne Grund abgesetzt? Und welche Zeitung hat das lauthals unterstützt?

Eine Zeitung kann nicht zurücktreten, aber der Verursacher schon. General Entacher war und ist über jeden Zweifel erhaben. Er hat nur immer das getan, was zu tun war und ist. Der Anpatzer hat die Konsequenzen zu ziehen.

Eckman
01
7.11.2011, 19:13

Diesmal hat die ÖVP Gesinnungsgemeinschaft leider Recht. Rechtswidriges Verhalten eines Ministers, egal welcher Partei, ist intolerabel.

General Cornwell
23
7.11.2011, 19:01
Herr Minister

entlasten Sie die Republik, stoppen Sie die Beschädigung der Bundesregierung und des Amtes und treten Sie zurück!

Mon, 11/07/2011
01
7.11.2011, 19:12

mA nach ist der organwalter darabos dazu nicht mehr in der lage, weil dauernd verhindert. daher hat faymann nach art 73 b-vg einen vertreter zu bestellen.

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