Börse Frankfurt: Dax schließt im Minus

7. November 2011, 18:39
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Italien rückt in den Fokus der Finanzmärkte

Frankfurt - Die Unsicherheit über den Fortgang der Schuldenkrise hat die Frankfurter Aktienbörse am Montag im Minus schließen lassen. Der DAX, der zwischenzeitlich ins Plus gedreht hatte, verlor bis zum Handelsschluss um 37,48 Punkte (minus 0,63 Prozent) auf 5.928,68 Einheiten. Damit knüpfte der Leitindex an seine zuletzt schwache Entwicklung an - am Freitag hatte er um 2,72 Prozent nachgegeben und war mit einem Wochenverlust von knapp sechs Prozent aus dem Handel gegangen.

Der TecDAX sank um 17,15 Punkte oder 2,43 Prozent auf 689,60 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 43,77 Punkte oder 0,48 Prozent auf 9.032,78 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.023,87 Einheiten und einem Minus von 20,48 Zählern oder 0,67 Prozent. Der C-DAX schwächte sich 3,27 Punkte oder 0,62 Prozent auf 525,59 Zähler ab.

"Die Anleger warten auf die Vorstellung der neuen Regierung in Griechenland und halten sich erst einmal mit Engagements zurück", kommentierte ein Kapitalmarktexperte von der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. Medieninformationen zufolge soll der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos, die geplante Übergangsregierung führen. Allerdings rücke nach Griechenland nun immer mehr Italien in den Mittelpunkt des Interesses, fuhr Helmer fort. Das hochverschuldete Euro-Land gerät an den Finanzmärkten immer stärker unter Druck. Zu Wochenbeginn war die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen erstmals über die Marke von 6,5 Prozent gestiegen.

Die Bayer-Aktien sprangen dank positiver Nachrichten zum Medikament Xarelto um 2,52 Prozent auf 46,025 Euro hoch waren damit der Favorit im DAX. Xarelto hatte in den USA die Zulassung zum Schutz vor Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen erhalten.

Im MDAX kletterten die Aktien von Axel Springer ("Bild", "Die Welt") nach Zahlen um 11,53 Prozent auf 34,05 Euro nach oben. Der Medienkonzern ist dank eines boomenden Internetgeschäfts weiter auf der Erfolgsspur. Im dritten Quartal hatten Umsatz und operativer Gewinn stärker zugelegt als von Experten erwartet worden war.

Die Titel von Drillisch brachen um 40,33 Prozent auf genau 5,00 Euro ein. Die Deutsche Telekom hatte ihre Zusammenarbeit mit dem Serviceprovider und dessen Tochterunternehmen fristlos gekündigt. Vorwürfe bezüglich des Verdachts auf Provisionsbetrug hatte Drillisch anschließend entschieden zurückgewiesen und seine Gewinnprognose für 2011 bestätigt. Die Aktien des Mobilfunkanbieters Freenet, an dem Drillisch beteiligt ist, fielen um 9,14 Prozent. Telekom-Titel gaben um 0,82 Prozent nach. (APA)

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