Die Vorweihnachtszeit hat schon begonnen

7. November 2011, 09:52
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In Salzburg Klischee, Idylle und "alles fürs Tier" - Kinder, Kunst und Kulinarik im Burgenland

Salzburg/Eisenstadt - Wenige Wochen vor Weihnachten liegt wieder der Duft von Glühwein, Lebkuchen und gerösteten Mandeln in der Luft: Am 17. November öffnen die ersten der rund 60 Adventmärkte in Stadt und Land Salzburg ihre Pforten. Und auch heuer warten die Standler mit Besonderheiten auf. Auf dem Salzburger Christkindlmarkt gibt es erstmals "alles für das Tier" zu kaufen. Beim "Advent der Kulturen" am 9. Dezember in Wagrain im Pongau werden Weihnachtsbräuche aus Ungarn, Armenien und dem Erzgebirge präsentiert.

Der Salzburger Christkindlmarkt auf dem Dom- und Residenzplatz bricht heuer mit 97 Standln seinen Vorjahresrekord von 96 Buden. "Jetzt ist wirklich kein Platz mehr für weitere Standln", sagte Vereinsobmann Wolfgang Haider im APA-Gespräch. Eine Ausstellerin bietet heuer Halsbänder, Hundeschüsseln und tierische Weihnachtsdekoration an. Neu ist auch ein Stand mit Europas größter, warmer Brezn-Auswahl. Jede Saison zieht der Markt rund eine Million Besucher an, was an den Wochenenden ein großes Gedränge auslöst. Für dieses Jahr erwartet sich Haider noch mehr Zulauf. "Viele kommen wegen des Eventcharakters, sie wollen sich mit Leuten treffen. Trotz Wirtschaftskrise wird auch wieder mehr gekauft. Bei uns gibt es ja ein hochwertiges Warenangebot."

In der Vollversammlung im Oktober sprach sich die Mehrheit der Aussteller für die Beibehaltung der Öffnungszeiten bis einschließlich 26. Dezember aus. Dieser Termin wurde bereits in der Marktordnung des Magistrates verankert. Auch wenn das weihnachtliche Klischee nicht zu übersehen ist, der Fernsehsender CNN hat den Salzburger Christkindlmarkt wegen seines Charmes im Vorjahr auf Rang vier der weltbesten Weihnachtsdestinationen platziert.

Aber auch all die anderen Adventmärkte in Stadt und Land haben ihren besonderen Reiz. "Vorweihnachtliche Romantik" verspricht der "Hellbrunner Adventzauber". Immer noch zu den Geheimtipps zählen die Märkte am Mirabellplatz oder im Burghof der Festung Hohen Salzburg. Außergewöhnlich ist auch der "Salzburger Bergadvent" in Großarl und Hüttschlag. Auf dem Christkindlmarkt in Großarl dürfen Kinder nach den "besten Keks-Rezepten" backen, im Christkind-Postamt können sie ihre Wunschlisten abschicken.

Winteridylle verspricht der "Wolfgangseer Advent" mit den Adventmärkten in St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang samt Schifffahrten vorbei an einer schwimmenden Riesenlaterne, dem beleuchteten Ochsenkreuz und dem Hochzeitskreuz unter der Falkensteinwand. Von dort hallt das Echo der Bläser über den ganzen See. Hervorzuheben ist auch der Weihnachtsmarkt am "Stille-Nacht-Platz" in Oberndorf, der "Nationalpark Adventmarkt" in Mittersill mit Kutschenfahrten und vielfältigem Kinderprogramm, der "Wallfahrt-Advent" in Maria Alm mit besinnlichem Alphorn- und Weisenbläsern und der "Goldegger Adventzauer" mit Konzerten und Kinderbackstube.

Ein Anziehungspunkt für Tierliebhaber ist der Weihnachtsmarkt auf Gut Aiderbichl in Henndorf mit seiner "großen Lebendtiergrippe" und originellen Geschenkideen. Der Markt ist von 19. November bis 8. Jänner geöffnet. Bereits am 17. November wird dort das neue Eselshaus eingeweiht.

Während das Christkind noch seine Flügel putzt und der Weihnachtsmann seinen Schlitten auf Vordermann bringt, werden auch im Burgenland schon sämtliche vorweihnachtliche Hebel in Bewegung gesetzt und Vorbereitungen für die zahlreichen Adventmärkte getroffen. Ab 25. November erstrahlen die ersten Lichter auf den Christkindlmärkten, wo im heurigen Jahr die Kinder mit Basteleien und Ponyreiten unterhalten und die Erwachsenen mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt werden. Außerdem präsentieren Kunsthändler ihre Werke.

Die ersten Glühweine werden in Rust und in Eisenstadt aufgesetzt. In der Storchenstadt wartet die sogenannte "Adventmeile" auf ihre Besucher. Einzelne kleine Märkte werden in den Bürgerhäusern eingerichtet, Adventhütten in der Kirchengasse aufgestellt. Im Innenhof des Stadtmuseums Kremayrhaus wird zum Weihnachtsmarkt "Sternenstaub & Engelshaar" geladen. Zu sehen sind Kunsthandwerke, Weihnachtskrippen und Dekorationen. Auch die Ohren werden mit Konzerten und musikalischen Einlagen weihnachtlich gestimmt.

In Eisenstadt wird es an zwei Schauplätzen besinnlich: Einerseits traditionell in der Fußgängerzone, mit Adventständen, Punsch, Glühwein, Maroni und Kartoffeln. Andererseits ab 2. Dezember in prunkvollem Ambiente des Schlosses Esterhazy. Auch dort werden die Gaumen verwöhnt und Kunst gezeigt. Für Kinder wagt sich der Nikolaus aus dem Haus. Außerdem gibt es Puppentheater und Weihnachtsschmuck zum selber basteln, während die Erwachsenen ihren frisch an Ort und Stelle erstandenen Christbaum im und auf dem Auto verstauen.

Historisch und prunkvoll geht es auf Schloss Halbturn weiter, wo der pannonische Weihnachtsmarkt im Hof des Barockschlosses von 8. bis 12. Dezember geöffnet hat. Drei Tage gibt es neben kulinarischen Schmankerl und Kunsthandwerken auch Ponyreiten, Lagerfeuer und kreatives Arbeiten in der Bastelstube.

Ähnlich schaut es auf Schloss Lackenbach aus: Dort erstrahlt Burgenlands höchster lebender Christbaum bereits ab 2. Dezember. Weiters gibt es Handwerksvorführungen, Lesungen und Musikdarbietungen sowie einmal mehr Basteln für Kinder. (APA)

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    Weitere Informationen zu den Christkindlmärkten und Adventveranstaltungen in Salzburg auf der Homepage der SalzburgerLand Tourismus GmbH

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