Leitbörsen in Fernost schließen leichter

7. November 2011, 13:25
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Euro-Schuldenkrise im Blick

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit leichteren Notierungen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verringerte sich um 34,31 Zähler oder 0,39 Prozent auf 8.767,09 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 164,90 Zähler (minus 0,83 Prozent) auf 19.677,89 Einheiten.

Auch die Märkte Shanghai und Singapur büßten Terrain ein. Der All Ordinaries Index in Sydney gab um 7,2 Zähler oder 0,17 Prozent auf 4.335,30 Einheiten nach, der Shanghai Composite schloss um 18,49 Punkte oder 0,73 Prozent tiefer auf 2.509,80 Zähler. Der Handelsplatz in Singapur blieb indes feiertagsbedingt geschlossen. Der FTSE Straits Times Index hatte am Freitag mit einem Plus von 38,20 Punkten oder 1,36 Prozent auf 2.848,24 Einheiten geschlossen.

Am Markt verwies man zur Erklärung für die fallenden Kurse in Fernost auf die anhaltenden Unsicherheiten in der Euro-Schuldenkrise. Trotz der Einigung auf eine Übergangsregierung in Athen sei die Stimmung angespannt, kommentierten Händler mit Blick auf die politischen Turbulenzen in Griechenland. Auch Italien rücke zunehmend in den Fokus der Anleger, hieß es aus Marktkreisen. Verschiedenen Medienberichten zufolge müsse der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi um eine Mehrheit für die geplanten Sparpakete bangen.

Furukawa Electric nach Jahresprognose unter Druck

In Tokio mussten Furukawa Electric einen massiven Abschlag von 11,52 Prozent auf 192,00 Yen hinnehmen, nachdem das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Verlust in Aussicht gestellt hatte. Auch Olympus (minus 7,51 Prozent auf 1.034,00 Yen) schlossen massiv im Minus. Barclays hatte das Kursziel für die Aktie des Kameraherstellers nach unten revidiert. Seit Mitte Oktober hat die Olympus-Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren, nicht zuletzt wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten beim Kauf der britischen Gyrus.

In Hongkong sackten China Overseas Land & Investments am unteren Ende des Hang Seng Index um 4,53 Prozent auf 14,32 Hongkong-Dollar ab. Im Bankensektor verbilligten sich Bank of China um 1,09 Prozent auf 2,72 Hongkong-Dollar, China Construction Bank schlossen um deutliche 2,92 Prozent tiefer auf 5,65 Hongkong-Dollar. Auch die Papiere der Modekette Esprit fanden sich erneut in der Verlustzone und gaben 1,67 Prozent auf 10,60 Hongkong-Dollar nach. Die Esprit-Aktie hat seit Anfang September diesen Jahres gut die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.

In Sydney konnten Finanzwerte zum Wochenauftakt keine klare Richtung finden. Während Westpac Banking (plus 4,39 Prozent auf 21,11 australische Dollar) und Macquarie (minus 4,00 Prozent auf 23,04 australische Dollar) an Terrain einbüßten, konnten Australia & New Zealand Bank (plus 0,81 Prozent auf 21,19 australische Dollar), Commonwealth Bank (plus 0,59 Prozent auf 49,32 australische Dollar) und QBE Insurance (plus 0,21 Prozent auf 14,43 australische Dollar) Gewinne einstreichen. Auch Minenwerte präsentierten sich in Sydney uneinheitlich. BHP Billiton und Rio Tinto lagen 0,66 Prozent auf 37,70 australische Dollar bzw. 1,67 Prozent auf 68,80 australische Dollar im Minus, Newcrest Mining gewannen indes um 2,06 Prozent auf 35,72 australische Dollar dazu. (APA)

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