Umfrage

Hälfte der Lehrer gegen Ganztagsschule

7. November 2011, 07:07
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    Am wichtigsten ist für die Befragten ausreichend Platz für Schüler und Lehrer, Erwerb von sozialer Kompetenz und ausreichend Zeit für die Lehrer zur Betreuung der Kinder.

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    Was die Lehrer wollen - die Ergebniss der Umfrage als Grafik.

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    Am Kongress der GÖD soll in dieser Woche Fritz Neugebauer wieder zum Chef gewählt werden. 34 befragten Lehrer glauben, dass sich die Arbeit der Gewerkschaft auf das Image der Lehrer negativ auswirkt.

Lehrer wünschen sich vor allem mehr Platz, Zeit und Unterstützung - Rolle der Lehrergewerkschaft bei Bildungsdebatte wird kritisch gesehen

Wien - Die heimischen Lehrer stehen dem Konzept der Ganztagsschule gespalten gegenüber. Während 45 Prozent eine derartige Form befürworten würden, lehnen dies 50 Prozent ab. Das geht aus einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag der Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens hervor. Zu den Hauptforderungen der Lehrer zählen der Wunsch nach mehr Platz, ausreichend Zeit zur Betreuung der Kinder und der "Erwerb von sozialen Kompetenzen". Kritik gibt es an der Lehrer-Gewerkschaft. Volksbegehren-Mitinitiator Bernd Schilcher forderte aus diesem Anlass den Chef der Beamtengewerkschaft, Fritz Neugebauer, zum Rücktritt auf.

Gegenüber der Ganztagsschule sind vor allem dienstältere Lehrer offen: Jene mit mehr als 20 Dienstjahren treten zu 48 Prozent für eine Ganztagsschule ein. Demgegenüber lehnen 60 Prozent jener Lehrer, die weniger als 20 Jahre im Dienst stehen, dieses Konzept ab.

Gefragt wurden die Lehrer auch danach, welchen Begriff sie bevorzugen würden, sollte es nur mehr eine einzige Schulform für alle 10- bis 14-Jährigen geben. 48 Prozent würden demnach den Begriff "Gemeinsame Schule" bevorzugen. 14 Prozent der Befragten lehnen ein derartiges Konzept komplett ab.

Ausreichend Platz, Kompetenz und Zeit

Der Hauptwunsch der Lehrer ist jener nach ausreichend Platz für Schüler und Lehrer - 98 Prozent halten dies für "sehr wichtig" bzw. "wichtig". Dahinter folgt der Erwerb von sozialer Kompetenz (96 Prozent) sowie "ausreichend Zeit für die Lehrer zur Betreuung der Kinder" (95 Prozent). Ebenfalls weit oben auf der Prioritätenliste: Die Möglichkeit des individuellen Lernens und einer motivierenden Leistungsbeurteilung für jedes Kind (90 Prozent) sowie mehr Unterstützung von Lehrern, Schülern und Eltern durch psychosoziale Dienste (86).

Relativ gering ist der Wunsch der Lehrer nach einem Ende des Durchfallens: Nur für 26 Prozent ist dies "sehr wichtig" bzw. "wichtig". Auch eine längere Anwesenheit der Schüler in der Schule ist kein absoluter Top-Wunsch der Pädagogen: Nur bei 38 Prozent steht dies weit oben auf der Wunschliste.

Gewerkschaft mit negativem Image

Keine besonders guten Noten bekommt die Lehrer-Gewerkschaft in der Umfrage. Nur acht Prozent sind der Ansicht, diese treibe die Bildungsdebatte "positiv voran", für 18 Prozent blockiert sie "alles". 31 Prozent vergeben hier auf der vierstufigen Skala Note zwei, 35 Prozent Note drei. Auf das Image der Lehrer wirkt sich der Einfluss der Gewerkschaft für 34 Prozent der Befragten eher negativ aus, für 21 Prozent eher positiv. 37 Prozent vergaben hier Note drei auf einer fünfstelligen Skala.

Volksbegehrens-Mitinitiator und VP-Bildungsexperte Bernd Schilcher nahm die Umfrage-Ergebnisse als Anlass, GÖD-Chef Neugebauer zum Rücktritt aufzufordern: "Statt anzutreten für eine neue Amtszeit sollten Sie zurücktreten", erklärte er in einer Stellungnahme gegenüber der APA in dessen Richtung. Die Umfrage würde deutlich zeigen, "dass eine wachsende Zahl von Lehrern mit der vorherrschenden Reformblockade-Politik von Teilen der Lehrergewerkschaft nicht einverstanden ist".

"Linie der Gewerkschaft grundlegend ändern"

Daniel Landau, Mitbegründer der Plattform "Wir LehrerInnen fürs Bildungsvolksbegehren", sieht den Bundeskongress der Gewerkschaft aufgerufen, "weichen für die Zukunft zu stellen. Wir glauben, dass diese Studie die Gewerkschaft öffentlichen Dienst, insbesondere auch die Teilgewerkschaft der LehrerInnen, klar abmahnt", so Landau im Ö1-Morgenjournal. Der Lehrer sieht in den Ergebnissen der Umfrage auch einen "klaren Auftrag die Linie vielleicht grundlegend zu ändern und zu überdenken. Offensichtliche gibt es eine Bereitschaft zur Diskussion".

Für die Umfrage wurden Ende Oktober 499 Lehrer telefonisch befragt. (APA)

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Zara von Thustra
00
16.11.2011, 17:19

Der Herr Schilcher tut alles, aber schon wirklich alles, um die Katastrophe seines Lebens zu vermeiden, nämlich eines Tages nicht mehr in den Medien und also ein Herr WahnsinnigWichtig zu sein.

springflower
00
15.11.2011, 14:18
Die realen Erlebnisse mit Lehrern sind allemal aussage-

kräftiger als jede Polemik: ich hatte mir vor 3 Jahren mal das Angebot einer Nachhilfeschule, die das Konzept als Franchise weitergeben wollte, angesehen. Mitinteressentin: eine Vollzeitverpflichtete Volksschullehrerin, die den Anwesenden erklärte, dass sie die Nachhilfeschule "locker am Nachmittag neben ihrern Verpflichtung als Lehrerein" unterbringen könnte. Habe mir meinen Teil gedacht.

sternsteinblitz
00
18.11.2011, 15:41

Ich denke mir auch immer über alles Mögliche meinen Teil!

asinus
10
8.11.2011, 16:56

Man kann auch zuviel des Guten an Schleimen und einweimperln tun....das sei der Landau-Gruppe gesagt.

calamity
07
8.11.2011, 14:45
die nächste lehrergeneration tut mir leid, und nicht nur die lehrer

es gibt nur noch verschlechterungen in jeder beziehung. die, die das freut, sollen sich nicht zu früh freuen. es wird auch alle anderen kalt erwischen.

Wo ist mein Geld
70
8.11.2011, 14:38
Ist schon logisch, dass die Älteren für die Ganztagsschule sind

Die eigenen Kinder sind draußen, und daheim ist es sooo fad. Für ein wenig mehr Gehalt bleibt man dann auch am Nachmittag in der Schule.
Übrigens eine Anwesenheitspflicht für 40 echte Stunden pro Woche würde unsere Bildungsqualität enorm verbessern.

fritz101
00
24.11.2011, 00:46
Ja und...

warum??? Wann waren sie das letzte Mal in einer Schule??
Wichtig ist: je weniger Ahnung, desto polemischere Meinung.
In den meisten Schulen gibt es nicht einmal einen Quadratmeter Platz für LehrerInnen zum Arbeiten, geschweige denn Platz für die benötigten Unterlagen und eine adäquate Ausstattung mit aktuellen Computern, ohne die gar nichts geht.
Also für extra Dumpfbacken noch einmal im Klartext:
Schiefertafeln gibt es nicht mehr in den Schulen und es hat sich auch sonst Einiges in den Schulen verändert.

mountaineer
00
9.11.2011, 14:25

Ich habe die Ironie Ihres letzten Satzes erkannt.

Dr_Olaf
 
00
9.11.2011, 07:15
Ich wäre jetzt schon furchtbar neugierig

Auf die Begründung des letzten Satzes.
??

asinus
00
10.11.2011, 10:31

Die kann er auch nicht geben....so ein Unsinn.

asinus
00
8.11.2011, 16:54

Sie haben aber wirklich keinen Ahnung, ob jemandem fad ist oder nicht...

Wo ist mein Geld
01
8.11.2011, 20:13
Gott sei dank fühlt sich jemand betroffen.

sternsteinblitz
00
18.11.2011, 15:43

Da Sie zunächst einmal eher wenig Unterstützung erhalten haben, mussten Sie offensichtlich Ihre inneren Hoffnungen verschriftlichen!

btw: Beweise für Ihre Hypothese?

asinus
00
10.11.2011, 10:30

Von dem Unsinn, den Sie da posten, kann sich niemand betroffen fühlen....

GoodieGoodie
01
8.11.2011, 16:52

Wollte schon beinahe ein grünes Stricherl geben - und dann hab ich den völlig schwachsinnigen letzten Satz gelesen!

asinus
03
8.11.2011, 16:57

40 Wochenstundn in Container hocken ist auch extrem motivationsfördernd...was sich manche vorstellen, ist schon beeindruckend relatiätsfern.

Wo ist mein Geld
20
8.11.2011, 20:13
In den Klassenzimmern ist genug Platz

Wo ist mein Geld
10
8.11.2011, 20:12
Dann setzts eich hold in a K

Dr_Olaf
 
02
14.11.2011, 06:54

Lassen sie mich ihren Gedanken / Post für Sie fortsetzen:
"Dann setzts eich hold in a Klass, oda am Gaung oda in Turnsoi eine. Meinetweng a ins Putzkammal vom Hausmasta, hauptsoch, es geht ma kana vor fümfe haam!"
Prost.

FRAU BRAUNER
00
8.11.2011, 14:04
Her mit den Reformen!

http://www.krone.at/Oesterrei... ory-301677

Die meisten sind auch gegen GÖD!

D/E
04
8.11.2011, 16:00
Ja, die Krone.

Wer den Schwachsinn glaubt, ist eh selber schuld.

Wie sehr die "Lehrer gegen die eigene Gewerkschaft meutern", hat man ja bei den letzten PV-Wahlen gesehen.

Ihr Lehrerbasher seid ja so leicht zu durchschauen.

Vorstadtmama
 
03
8.11.2011, 12:57
Hat man auch die Schüler und die Eltern befragt?

Ich bin sicher, dass die meisten Menschen, die die beengten Platzverhältnisse in den Wiener Schulen kennen, gegen einen Ganztagsschulzwang für alle Schüler sind. Aus Platzmangel gibt es in vielen Schulen Wanderklassen - in anderen sind Klassen in Containern untergebracht.

Carla Sociale
00
8.11.2011, 12:46
Diese Hälfte kann nur die oberhalb der Gürtellinie sein.

hcl3
92
8.11.2011, 08:58

wenn man eine vollzeitverpflichtung mit 16 -22 wochenstunden gewöhnt ist
weshalb soll man dieses privileg ohne widerstand aufgeben zumal das gehalt nicht aufgewertet wird.
zumal altverträge nach 20 jahren gute 2800 bis 3300 netto einbringen.
teilzeitbeschäftigte mit ca.30% des einkommens eines lehrenden verbringen mehr stunden am arbeitsplatz
würden nicht alle so beschäftigenten lieber sofort unterrichten ?
ich schon-teilzeit mit 12 wochenstunden-3monaten urlaub -ca. 1800,-netto 14mal jährlich hätten meine drei kinder und ich ein wesentlich entspannteres familienleben

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