Ex-Formel 1-Pilot bestreitet für die Japaner die neue Langstrecken-WM in einem Hybrid-Prototypen
Paris - Mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz
feiert Toyota im kommenden Jahr sein Sportwagen-Comeback bei den 24
Stunden von Le Mans. Der 37-Jährige wechselt von Peugeot
zum japanischen Automobilkonzern und hat nach Informationen der
Salzburger Nachrichten einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben.
Toyota kehrt nach 13 Jahren Pause zurück zum legendären 24-Stunden-Rennen an der Sarthe zurück. Neben Wurz
komplettieren der Franzose Nicolas Lapierre und den Japaner Kazuki
Nakajima, der von 2007 bis 2009 in der Formel 1 für Williams an den
Start ging, das Team.
"Als sich die Möglichkeit ergeben hat, Teil
des Teams zu werden, war ich sofort davon begeistert. Ich erinnere mich
gerne an die Auftritte von Toyota in Le Mans zurück und es reizt mich,
diese Geschichte weiterzuschreiben", sagte Wurz, der außerdem 69 Rennen in der Formel 1 bestritten hat.
Der Wahl-Monegasse konnte das legendäre 24-Stunden-Rennen 1996 im Alter von
22 Jahren als jüngster Fahrer der Geschichte ebenso wie 2009 für sich
entscheiden. Wurz' neuer Teamkollege
Lapierre hat ebenfalls Erfahrung mit dem Langstrecken-Klassiker: Der 27
Jahre alte Franzose wurde 2009 und 2011 jeweils Fünfter. Nakajima feiert
dagegen seine Premiere.
2012 will Toyota jetzt mit einem
LMP1-Renner gegen Titelverteidiger Audi und Peugeot antreten. Das Auto
wird in der Toyota-Motorsportabteilung in Köln entwickelt und von einem
in Japan produzierten Hybridmotor angetrieben werden. Die erste Fahrt
mit dem neuen Boliden ist für Anfang nächsten Jahres geplant, teilte
Toyota mit. (SID)