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Griechenlands Premier will sein Volk befragen, und alle werfen aus Panik die Nerven weg. Wer aus den Opfern des Sparkurses wenigstens Beteiligte machen will, der handelt also unverantwortlich. Und das ist nur die groteskeste Ausformung eines neuen, sich vernünftig gebenden Antidemokratismus. Motto: Demokratie, die ist doch viel zu langwierig für den Notfall - und was ist heutzutage kein Notfall? Parlamente - an denen muss vorbei regiert werden, denn die Märkte haben ja kein Vertrauen zu so unsicheren Kantonisten wie Parlamentariern oder Bürgern. Und die Politiker sind dumm und verantwortungslos, aber Prima dass sie von "den Märkten" schnell abgestraft werden. Ja, die Märkte: Die hätten natürlich autoritäre Notstandsregierungen viel lieber. Die könnten ja entschlossen und tatkräftig durchregieren. Wahlen und so Zeug stören da nur. Vor unseren Augen entfaltet sich ein Drama: "Die Märkte" gegen die Demokratie. Und es sind nicht einmal nur böswillige Leute, die mitmachen bei diesem gefährlichen Spiel. Sondern auch Leute, die sich als pragmatisch und vernünftig verstehen. Ein Alarmsignal.
Misiks Lesekreis: Alle sind für Gleichheit, und alle auch für Vielfalt. Muss daraus Ungleichheit werden?
Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
Alle reden über die Flüchtlinge in der Votivkirche. FS Misik lässt die Flüchtlinge selbst sprechen
Eine Hommage an drei bemerkenswerte Menschen, die vergangene Woche verstorben sind
Die Bürger wollen nicht, dass alles der Markt regelt. Sie haben recht.
Unter Geistesprinzen: Das Spindelegger-Prinzip & die Faymann-Doktrin
Wer könnte Gerard Depardieu demnächst noch nach Russland folgen? Fröhlicher Staatsbürgertausch mit Putin!
Das zu Ende gehende Jahr war gar nicht gut - Das nächste wird womöglich noch schlechter
Weil es für sie einfach keine ausreichenden guten Gründe gibt
Wie soll eine Politik die Märkte bändigen, wenn sie sich von ihnen abhängig macht?
Lulas Brasilien zeigt: Mehr Gleichheit führt zu mehr ökonomischer Prosperität
Stronach, Strasser & Co.: Soll man sich ärgern, oder Mitleid haben?
wie blöd kann man sein ? natürlich legen die märkte wert auf höflichkeit, höflichkeit ist das um und auf am markt. der alleingang von p signalisierte uneineheitlichkeit, streit, das ergebnis der abstimmung verunsicherte die märkte. das ist seit 100 jahren nicht anders. neu ist, dass politik und (obacht jetzt !) medien, das kapital als deutungshoheit anbeten. und genau da machen Sie ja auch ständig mit.
ist das größte politische Experiment das es in der neueren Zeit gegeben hat (gibt),
hier wird rumexperimentiert, dass es einem die Kappe wegbläst,
DAS SOLLTE ÖFTERS BETONT WERDEN:
hier wird noch lange rumexperimentiert werden, obs sichs ausgeht oder nicht können die Gscheitesten nicht sagen........ wenn wir das gewußt hätten.......
Das Klammern an ökonomische Dogmen (die uns die ungenießbare Suppe eingebrockt haben) und ein marodes System mit Explosionsgefahr – mit allen irrationalen Handlungen, die wir derzeit beobachten können – untergräbt das, was wir noch an Demokratie hatten, in erschreckend schnellem Ausmaß. Und es kümmert die wenigsten. Keine guten Aussichten.
die süchtiggsten 1% der welt sind der überschmarotzer, nicht einzelne länder, die fast unschuldig - kindlich begeistert mitschummeln, weil dort leben noch priorität vor sklavenmentalität hat.
die sozialschmarotzerhetze auf die ärmsten wird auf die freiheitsliebenden und deshalb unorganisiertesten länder ausgeweitet, weil sie unbotmässig sind.
die FI muss das von ihr geraubte weltvermögen, das sie in einen grauenhaften ressourcen- und macht- krieg investiert, an jeden einzelnen zurückzahlen, frieden machen, sich demokratisieren und therapieren:
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle
NOW
wird schön langsam fad. was, bitte, wäre passiert, wenn in diesem fall die segnungen der demokratie über hellas gekommen wäre mit dem ergebnis, dass sparkurs und somit weiterer verbleib im euro abgelehnt worden wären? keine hilfen mehr, keine tranchen, nix. natürlich wäre das auch ein 100%iger schuldenschnitt gewesen, wenn man so will. aber: wäre es den griechen dann besser gegangen, mit löhnen im bodenlosen, horrenden arbeitslosenzahlen, ohne chance auf unterstützung von irgendwoher? es wäre der supergau geworden, und das ergebnis die steinzeit.
Immer diese Panik vor Steinzeit, Tod und Verderben. Nach dem Motto "friss die Schulden oder stirb".
Vielleicht wäre ein Staatsbankrott ein geeigneter Einschnitt, etwas Neues aufzubauen, das - Gott bewahre - alte Fehler vermeidet. Es kommt immer darauf an, was man aus seinen eigenen Möglichkeiten macht. Und wer sagt, das ein funktionierendes ökonomisches System ständig am Tropf von internationalen Finanzinvestoren hängen muss, das Wirtschaft und Geld sich nicht auch anders regeln ließen?
Klar ist, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur um Griechenland geht. Klar, schmerzhaft wird es so oder so. Die "Alternativlosigkeit" ist aber eine schlichte Lüge.
"Refinanzierung" ist, warum in Gr. nichts mehr geht, usw. Dann gibt es die klugen Leute, die Videoblogs verfassen, und die einen ganzen Beitrag lang nichts anderes zu bieten haben, als Fachwissen gegen dumme, kommunistische Feindbildparolen zu ersetzen. Wenn also nicht einmal die Zeitungsmacher (ich erlaube mir, Misik hier mit dazu zu rechnen) Ahnung haben, wie soll dann der "einfache Mann von der Straße" hier eine Entscheidung treffen? Das wäre wohl eine vor allem von Unwissenh. getragene Entscheidung - eben das, was in diesem Beitrag vorgeführt wird. Lügen, vermischt mit Halbwahrheiten und kommunistischen Feindbildern. Heraus kommt eben nur Dummheit und Unwissenheit. DAHER kommt dieses Demokratiedefizit. quod erat demonstrandum.
das problem ist, daß der großteil der leute nicht mal wissen wie unser geldsystem funktioniert weil sie sich gar nicht dafür interessieren...
wenn man ihnen erklärt wie das so läuft schauen alle ungläubig...
und die sollen dann über genau sowas abstimmen?
warum ich glaube, daß der großteil keine ahnung davon hat?
weil wir sonst heute noch eine revolution hätten!
Und wer soll denn nun die Wähler informieren, denn die wenigsten informieren sich selber?
Die Politiker, die sich nur ja keinen komplexen Sachverhalt mehr zu sagen trauen, weil sie für die 15-Sekunden-Interviews so gecoacht werden, dass sie auch von ''allen'' verstanden werden? Und von ''allen'' verstanden werden eben nur mehr die Gefühle!
Die Printmedien, wobei eine nicht geringe Menge an Leuten zwar lesen, aber das Gelesene nur schwer verarbeiten und verstehen kann (siehe Pisa)?
Ich bin ein aufrechter Demokrat, aber das Licht am Tunnelende wird durch Krisen und dadurch hervorgerufene Ängste nicht gerade heller!
Außer es genügen für Abstimmungen so grundlegende Ansichten wie ''alle Politiker sind blöd'', ''alle Banker sind Verbrecher''
Es war eine Runde der EU Regierungschefs alle ausnahmslos demokratisch gewählt und ihren Wählern am Ende des Tages verantwortlich und damit sind solche Entscheidungen auch wenn das Wahlvolk nur indirekt mitbestimmt 10mal demokratischer als eine Entscheidung von 10 Mio. Griechen die der Meinung sind das die Anderen ihre Zeche zahlen sollen.
Nur hat das eine nix mit dem anderen zu tun.
Ich wäre auch gerne über das Bankenrettungspaket befragt worden, das war auch eine rein österreichische Entscheidung bei der wir als Österreicher die Konsequenzen auch alleine getragen hätten.
Die Form von Demokratie bei der ein Volk ganz "demokratisch" über etwas entscheiden will das unübersehbare Auswirkungen auf alle anderen hat, kann und soll mir gestohlen bleiben. Die Verhandlungslösungen zwischen den einzelnen Staatschefs auf EU Ebene sind zwar nicht das Gelbe aber um ein Eck repräsentativer als eine rein griechische Volksabstimmung.
Anstatt den Mangel an Demokratie zu bejammern sollten sich Leute wie Misik einmal damit auseinandersetzen was Demokratie überhaupt ist, sein kann und sein soll
wahr ist das Gegenteil:
Finanzmärkte sind gelebte Demokratie, weil sie die Meinungen und Handlungen von unabhängigen Marktteilnehmern repräsentieren und nicht durch zentrale Regierungen gesteuert werden können. Genau damit haben Regierung ja in Wahrheit das Problem.
Was den aktuellen Fall betrifft: Ein Land macht Milliardenschulden und fragt dann sein Volk ob es das Geld zurückzahlen soll. Ob das sinnvoll eingesetzte Demokratie ist kann man bezweifeln.
unabhängig von anderen Menschen ist man in keinem Bereich.
Aber in jedem Fall ist die Möglichkeit Geld zu verdienen/verlieren ein so starkes Motiv, dass Menschen sich sehr genau überlegen welche Entscheidung sie treffen.
Und was die angebliche 'Verrücktheit der Märkte' betrifft: Sie haben in der aktuellen Schuldenkrise sehr viel früher gewusst in welche Richtung es geht und sehr viel öfter recht gehabt als die Politik.
Privatwirtschaftliche Unternehmen (inkl. Banken und Konzerne) haben in erster Linie Profit, und nicht gesellschaftlichen Wohlstand als Ziel.
Für den gesellschaftlichen Wohlstand hat der Staat einen Großteil der Verantwortung. Diese Anforderung (Richtlinien setzen,...) kann der Staat aber nicht mehr gerecht werden, da Politik und Privatwirtschaft bereits verschmolzen sind (zB Lobby).
made my day: "finanzmärkte gelebte demokratie".
finanzmärkte sind dumme signale von dummen, weil dem herdentriebfolgende akteuren.
mit demokratie ist das höchstens vergleichbar: wähler können sich irren. finanzmarktakteure tun das notwendigerweise aufgrund der strukturellen funktionsweise dieser "märkte" (die übrigens keine märkte sind, weil ihnen wichtige merkmale von märkten fehlen, wie etwa die selbstkorrektur bei überschießender nachfrage bsw. )
was soll man zu so einer fundierten Analyse der Funktionsweise von Finanzmärkten noch sagen ? ;)
die Formulierung 'fehlende Selbstkorrektur bei überschiessender Nachfrage' finde ich überhaupt originell. Was soll das sein ? Preise die senkrecht nach oben abheben (wegen fehlender Korrektur) ?
In der sag ma mal die kath. Kirche ( oder sonst ein selbsternannter Verein ) ein Rating für ein Parteien ausgibt sag ma mal ÖVP AAA, und schon gilt Ihre Stimme als ÖVP Wähler gleich mal doppelt, wenn s aber KPÖ wählen ( die haben halt nur ein B Rating ) dann zählt Ihre Stimme weniger, und sie dürfen für bestimmte Gremien gar nicht erst kanditieren.
darf ich sie fragen wie sie darauf kommen?
weder sind die marktteilnehmer "unabhängig" (so unabhängig wie der österreichische wähler von der kronenzeitung) noch ist die einflussmöglichkeit am markt gerecht verteilt.
oder sie sehen es so das ein mensch mehr wert ist als ein anderer.
ich warte eigentlich nur darauf das es wieder soweit ist und leute sich öffentlich trauen sich zu dieser ideologie zu bekennen.
es sitzen praktisch alle in den startlöchern und warten auf diesen tabubruch. ist die logische konsequenz.
noch auf die kritik der menschenfeindlichkeit eingegangen. zu ihrem teilpunkt von unten antworte ich unten.
sie begreifen organisation staatlicher art aus irgendeinem grund als "unnatürlicher" als jede andere marktorganisation. das ist sie nicht.
Finanzmärkte können nur dann gelebte Demokratie sein, wenn alle Stimmen gleich viel wiegen, sprich, wenn alle Marktteilnehmer mit gleich viel Geld teilnehmen und außerdem alle über die notwendigen Informationen verfügen. Davon sind wir elend weit weg. Und die "Unabhängigkeit der Marktteilnehmer" ist auch sehr stark in Frage zu stellen.
das ist eine Milchmädchenrechnung.
Ein Marktteilnehmer kann noch soviele Euros haben, wenn er sie falsch einsetzt ist er sie los. Der demokratische Aspekt kommt zustande, weil jeder einzelne Marktteilnehmer zu motiviert ist die tatsächlichen Realitäten zu erkennen, zu verstehen und danach zu handeln
man verdient sein geld damit abzuschätzen wie die anderen die lage einschätzen.
und rational handeln menschen schon gar nicht!
ich kann am markt ein kartell zu meinem vorteil installieren und zum nachteil von milliarden von menschen (beispiel: glühlampe) und ich komme damit offensichtlich durch. ob das kartell nach 200 jahren irgendwann vom markt "bereinigt" wird ist für die geschädigten nicht relevant.
diese schädigung durch informationsasymetrie passiert ständig. den menschen ist es niemals möglich über alle marktaspekte überblick zu behalten.
die großen marktteilnehmer gewinnen dadurch das risiko anderen umzuhängen.
tun sie nicht so als hätten am markt alle die gleichen chancen.
Ja, in gewisser Weise sind (Finanz)märkte gelebte Demokratie.
Und genau deshalb werde ich sehr hellhörig, wenn jemand den Märkten irgendwas in die Schuhe schiebt, was dort nicht hingehört.
Momentan befürchte ich, dass die linke Ideologie von antidemokratischen Kräften missbraucht wird, um die Demokratie scheibchenweise abzuschaffen.
Die linke Ideologie ist nämlich für diktatorisch ambitionierte Kräfte sehr attraktiv, weil sie einen guten Vorwand liefert, das gesamte Wirtschaftssystem direkt und vollständig zentral zu kontrollieren und zu steuern.
Und wenn erstmal die gesamte Wirtschaft, insbesondere die Nahrungsmittelversorgung unter zentraler Kontrolle ist, dann haben sie uns an den Eiern, um es mal vulgär auszudrücken.
Selbst wenn es nur die Wahl zwischen nestle, coca cola, monsanto, Kraft, etc gäbe ( was bei weitem nicht der Fall ist ), dann wäre das ungefähr so "diktatorisch" wie die Auswahl zwischen SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und KPÖ.
Diese Konzerne sind sehr bedacht drauf, die Wünsche der meisten Kunden zu erfüllen. ( Meine Wünsche erfüllen diese Konzerne definitiv nicht, aber es gibt ja sehr viele Alternativen )
Aber wenn die Nahrungsmittelproduktion in staatlicher Hand konzentriert wäre, dann könnte es schon passieren, dass deine oder meine Nahrungsration mal gestrichen wird, wenn wir uns nicht nach den Wünschen der Zentrale verhalten ( oder wenn Mangel herrscht. )
Siehe zB
http://de.wikipedia.org/wiki/Groß... _nach_vorn
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