Mugabe-Anhänger attackierten Kundgebung von Tsvangirai

6. November 2011, 19:11

Simbabwes Regierungschef musste Veranstaltung abbrechen

Harare - Jugendliche Anhänger von Simbabwes Staatschef Robert Mugabe haben die Partei von Regierungschef Morgan Tsvangirai mit Gewalt zur Auflösung einer Kundgebung gezwungen. Die jungen Anhänger von Mugabes Partei ZANU-PF griffen am Sonntag die Anhänger von Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) in einem Vorort der Hauptstadt Harare mit Steinen und Knüppeln an, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Polizei setzte Tränengas gegen die ZANU-PF-Anhänger ein, konnte die Angriffe jedoch nicht stoppen.

Die MDC brach daraufhin die Kundgebung in einem Stadion ab, bevor Tsvangirai zu seinen Anhängern sprechen konnte. Der MDC-Generalsekretär Tendai Biti sprach anschließend von 22 Verletzten, von denen sieben ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Er warf der Polizei vor, nicht genug zum Schutz der Kundgebung getan zu haben. Tsvangirai teilt sich seit 2009 die Macht mit Mugabe, der allerdings weiterhin die Kontrolle über die Sicherheitskräfte hat. Tsvangirai und seine Anhänger sind immer wieder Angriffen ausgesetzt.

Der MDC-Führer hatte sich 2008 aus der Präsidentschaftswahl zurückgezogen, nachdem sein Sieg in der ersten Runde eine Welle der Gewalt gegen seine Anhänger ausgelöst hatte. Um den Konflikt zu beenden, einigten sich Mugabe und Tsvangirai 2009 schließlich auf eine Teilung der Macht. Die Beziehungen zwischen den beiden Parteien blieben jedoch gespannt. Der 87-jährige Mugabe herrscht in Simbabwe seit der Unabhängigkeit des Landes 1980 mit harter Hand. (APA)

salman
 
00
9.11.2011, 17:45

Außerdem habe ich nicht gesagt, dass die Enteignung problemlos abgelaufen sei. Das legen sie mir in den Mund.

Wer? Da Stoascheißakoarl
 
00
15.3.2012, 09:39
Sie scheinen ja sehr daran interessiert zu sein, was jemand wirklich gesehn hat

ich habe von 1997 bis 2002 in Zim gelebt, und habe gesehen, wie sogenannte ZanuPF Anhänger (in wirklichkeit nur bezahlte Schlägertrupps) im District Counsil (So was wie BH) untergebracht wurden, von dort aus mit den Diensfahrzeugen des DC zu den Häusern der MDC Aktivisten gefahren wurden und jene dort verprügelt haben (manchmal bis zu Tod, was ich allerdings nicht mit eigenen Augen gesehen habe). Die MDC Leute wurden zuvor vom Geheimdienst CIO ausgeforscht. Den MDC Kandidaten von Gokwe South habe ich im Krankenhaus interviewt (in meiner damaligen Funktion als Wahlbeobachter), während ihm noch die Platzwunden am Kopf zusammengenäht wurden.

Weltstaat
 
00
7.11.2011, 14:04
Hoffentlich segnet Mugabe bald das Zeitliche!

Was der tut, um noch immer Anhänger zu haben, wäre interessant zu wissen. Immerhin hat er quasi im Alleingang ein ganzes Land in den Abgrund geführt..

salman
 
20
8.11.2011, 20:33

waren sie dort, und konnten den Niedergang von einem blühenden Land in einen verrotteten Staat selbst erleben?

Oder geht es ihnen wie mir und den meisten anderen, die nur aus der Ferne

Mugabe hat eine besonders schlechte Presse, weil er die weién Farmer enteignet hat und weil er sich als Panafrikaner profiliert.

Wahrscheinlich wird er ein unfähiger und korrupter Despot sein, aber da ist er bekanntlich nicht der einzige. Aber Mugaba ist besonders böse, da er es gewagt hat, den Kolonialisten ihre Privilegien wegzunehmen. Denn die Schwarzen können ja keine Felder bestellen, diese Aufgabe ist bis zum Weltende den weißen Farmern vorbehalten.

Girgl Galgenstein
00
9.11.2011, 09:36
Ein Blick in die Handelsstatistik genügt

Aus dem größten Exportland für landwirtschaftliche Produkte, wurde ein Importeur. Und, nein, es liegt nicht daran, dass sich die Bevölkerung so rasch vermehrt hat.

milli47
00
9.11.2011, 08:28
Mugabe

Haben Sie schon die brachliegenden Felder gesehen? Nein, wenn alles so problemlos laufen würde, dann hätte das Land kein Versorgungsproblem. Bitte besser informieren bevor Sie posten.

salman
 
10
9.11.2011, 17:43

Sie haben sie wohl gesehen?

Bzw. in ihrem blühenden Zustand, als die Landwirtschaft noch Chefsache war ?

Exportüberschüsse schön und gut, aber davon profitiert die Bevölkerung meist kaum.

milli47
01
11.11.2011, 10:20
Im Gegensatz

zu Ihnen habe ich die Felder im blühenden und im extrem vernachlässigten Zustand gesehen. Warum wohl hungert die Bevölkerung? Weil alles so gut bewirtschaftet wird? Sie sind leider total verblendet.

Girgl Galgenstein
00
9.11.2011, 23:17
Was ist eigentlich so kompliziert daran

sich einmal die Grundzüge der Volkswirtschaft anzueignen? Ihrer Logik nach, macht es keinen Unterschied, ob ein Land Überschüsse erwirtschaftet oder Güter des täglichen Bedarfs einführen muss, weil - man höre - es den kleinen Mann eh nicht betrifft. So gesehen könnte man die Landwirtschaft eigentlich gleich ganz einstellen, wenn sie nicht von Kleinbauern betrieben wird.
Aber das ist nicht das Problem. Das Hauptproblem besteht darin, dass der Einkauf von Lebensmitteln im Ausland einen Kaufkraftabfluss ins Ausland mit sich bringt. Was hat die Wirtschaft in Simbabwe davon? Ach so. Wirtschaft braucht es ja nicht...

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