Geoffrey war der schnellere Mutai

6. November 2011, 19:18
posten

Der Eishockeystar Mark Messier ist mitgelaufen, der Shorttrackstar Apolo Ohno ist mitgelaufen, der Fußballstar Edwin van der Sar ist mitgelaufen. Gewonnen hat natürlich ein Kenianer

New York - Der Boston-Sieger hat den London-Sieger geschlagen. Im Duell der kenianischen Namensvettern setzte sich am Sonntag im 42. New York Marathon Geoffrey Mutai vor Emmanuel Mutai durch. 2:05:06 Stunden bedeuteten Streckenrekord, somit setzte sich die Reihe der Bestmarken nach London, Boston, Berlin und Chicago in diesem Jahr weiter fort.

Der bisherige Rekord gehörte dem Äthiopier Tesfaye Jifar (2:07:43) und stammte aus dem Jahr 2001. Dem Zweiten, der nach 2:06:28 Stunden ankam, blieb der Trost des Gesamtsiegs der World-Marathon-Major-Serie (WMM), dotiert mit 500.000 Dollar.

Der Lauf durch alle fünf New Yorker Stadtteile mit mehr als 46.000 Startern gilt zwar als größter Marathon der Welt. Im Rennen um schnelle Zeiten hechelt der Klassiker mit Start auf der Verrazano-Brücke und Ziel im Central Park der Konkurrenz obseines hügeligen Profils aber hinterher.

Geoffrey Mutai (30) ist zumindest inoffiziell der schnellste Marathon-Mann der Welt. Er war am 18. April in Boston in 2:03:02 Stunden schon eine Fabelzeit gelaufen, die nur wegen des leicht abfallenden Streckenprofils nicht als Weltrekord anerkannt wurde. Emmanuel, mit dem er nicht verwandt ist, war bei seinem Sieg in London mit 2:04:40 Stunden so schnell durch die englische Hauptstadt unterwegs wie niemand zuvor. Er war auch im Vorjahr Zweiter gewesen, hinter dem Äthiopier Haile Gebremariam. Diesmal durfte sich Äthiopien über den Sieg bei den Damen freuen, Firehiwot Dado fixierte ihn in 2:23:15 Stunden. (red, DER STANDARD Printausgabe, 7. November 2011)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Verrazano Bridge ist Jahr für Jahr das erste und nicht das schlechteste Fotomotiv des New York Marathons.

Share if you care.