Der Eishockeystar Mark Messier ist mitgelaufen, der Shorttrackstar Apolo Ohno ist mitgelaufen, der Fußballstar Edwin van der Sar ist mitgelaufen. Gewonnen hat natürlich ein Kenianer
New York - Der Boston-Sieger hat den London-Sieger geschlagen. Im Duell
der kenianischen Namensvettern setzte sich am Sonntag im 42. New York
Marathon Geoffrey Mutai vor Emmanuel Mutai durch. 2:05:06 Stunden
bedeuteten Streckenrekord, somit setzte sich die Reihe der Bestmarken
nach London, Boston, Berlin und Chicago in diesem Jahr weiter fort.
Der bisherige Rekord gehörte dem Äthiopier Tesfaye Jifar (2:07:43) und
stammte aus dem Jahr 2001. Dem Zweiten, der nach 2:06:28 Stunden ankam,
blieb der Trost des Gesamtsiegs der World-Marathon-Major-Serie (WMM),
dotiert mit 500.000 Dollar.
Der Lauf durch alle fünf New Yorker Stadtteile mit mehr als 46.000
Startern gilt zwar als größter Marathon der Welt. Im Rennen um schnelle
Zeiten hechelt der Klassiker mit Start auf der Verrazano-Brücke und Ziel
im Central Park der Konkurrenz obseines hügeligen Profils aber
hinterher.
Geoffrey Mutai (30) ist zumindest inoffiziell der schnellste
Marathon-Mann der Welt. Er war am 18. April in Boston in 2:03:02 Stunden
schon eine Fabelzeit gelaufen, die nur wegen des leicht abfallenden
Streckenprofils nicht als Weltrekord anerkannt wurde. Emmanuel, mit dem
er nicht verwandt ist, war bei seinem Sieg in London mit 2:04:40 Stunden
so schnell durch die englische Hauptstadt unterwegs wie niemand zuvor.
Er war auch im Vorjahr Zweiter gewesen, hinter dem Äthiopier Haile
Gebremariam. Diesmal durfte sich Äthiopien über den Sieg bei den Damen
freuen, Firehiwot Dado fixierte ihn in 2:23:15 Stunden. (red, DER STANDARD Printausgabe, 7. November 2011)