ORF-Finanzen lagen auch im dritten Quartal über Plan

6. November 2011, 18:27
3 Postings

Konzern erwirtschaftete 8,3 Mio. Euro mehr als geplant - ORF rechnet mit 2,5 Mio. Euro Überschuss im Gesamtjahr

Kurz vor Beginn der neuen Geschäftsführungsperiode ist bei den ORF-Finanzen alles im grünen Bereich: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und sein Kaufmännischer Direktor Richard Grasl werden dem ORF-Stiftungsrat am Montag - im Rahmen des Finanzausschusses - und bei der Plenarsitzung am Donnerstag ein positives Quartalsergebnis vorlegen können, DER STANDARD berichtete bereits am Freitag über das Ergebnis. Bis einschließlich 30. September lag der ORF (inklusive Tochtergesellschaften) 8,3 Millionen Euro über Plan. 

Für das Gesamtjahr sieht der ORF derzeit einen Überschuss von 2,5 Millionen Euro vor - das sind 1,9 Millionen mehr als im Finanzplan prognostiziert. Der ORF geht dabei grundsätzlich davon aus, dass er die Mittel aus der Teilrefundierung, nämlich 37,5 Millionen Euro, erhält. In den ersten drei Quartalen lagen die Umsatzerlöse mit 677 Millionen Euro um 5,1 Millionen Euro über Plan. Die Werbeeinnahmen waren um drei Millionen Euro höher als geplant und lagen damit auf Vorjahresniveau. 

Weniger als geplant musste der ORF bisher für sein Personal ausgeben, wo der Aufwand 2,5 Millionen Euro unter Plan lag. Der ORF beschäftigte in den ersten drei Quartalen 3.159 Vollzeitäquivalente, womit der Plan 2011 um 48 Personen unterschritten wird. Gegenüber dem Vorjahr sind das 70 Vollzeitäquivalente weniger. 

Gleichzeitig gestiegen sind jedoch die Ausgaben für bezogene Leistungen, die im wesentlichen auf einen Mehraufwand im Fernsehen zurückzuführen sind. Der Kaufmännische Direktor Richard Grasl hatte bereits im Sommer kritisiert, dass man auf Grund des Paragrafen 31 im ORF-Gesetz (Pro-Kopf-Einsparungen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Leistungsumfangs) beispielsweise für die Show "Die große Chance" eine externe Technik anmieten müsse, um die Pro-Kopf-Kosten im Haus durch Dienstreisen und Überstunden, die in Zusammenhang mit der Show-Produktion anfallen, nicht zu steigern. In Summe koste die Produktion so allerdings möglicherweise sogar mehr, so Grasl im August. (APA)

Share if you care.