Mindestens 19 Tote bei Erdrutschen in Kolumbien

6. November 2011, 18:25
posten

Viele Menschen schliefen noch, als Erdlawine niederging

Bogota - Bei Erdrutschen im Westen Kolumbiens sind am Samstag mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden wurden in der Stadt Manizales 16 Menschen getötet und 17 weitere verletzt, nachdem eine Schlammlawine am frühen Samstagmorgen 14 Häuser unter sich begraben hatte. Bei Calarca, ebenfalls im Westen Kolumbiens, starben am Samstag drei weitere Menschen, als eine Schlammlawine ihr Haus unter sich begrub.

Die Zahl der Vermissten in Manizales rund 280 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá war am Sonntag noch unklar. Rettungskräfte sprachen von rund 70 Vermissten, doch eine offizielle Bestätigung dieser Zahl gab es am Sonntag nicht. Das Rote Kreuz stellte eine Liste mit 28 Vermissten auf, konnte aber auch nicht ausschließen, dass darunter bereits geborgene Todesopfer sind.

Viele schliefen noch

Nach Angaben des örtlichen Koordinators vom Roten Kreuz waren die Helfer bis in die Nacht im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen. Demnach war die Lage "sehr komplex", da die Erdlawine am frühen Morgen niederging, als viele Menschen noch schliefen. Die Feuerwehr rief die Anwohner zur Vorsicht auf, da der Boden unbeständig sei.

Seit Beginn der Regenzeit Mitte September sind in Kolumbien mehr als 40 Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. Wegen des Wetterphänomens La Niña hatte es zwischen April 2010 und April 2011 sehr viel geregnet, mehr als 400 Menschen starben. (APA)

Share if you care.