Gesundheitsökonom sieht Sparpotenzial in Kleinspitälern

6. November 2011, 17:20

Michael Heinisch: Kooperation könnte Millionenbeträge bringen

Wien - Wenn es um Kostenbremsen im Gesundheitswesen geht, dann geraten kleine Spitäler rasch ins Visier: Zusammenlegungen und Standortschließungen werden als Universaltherapie gesehen. Das allerdings widerspreche den Wünschen der Patienten, meint der Gesundheitsökonom Michael Heinisch: "Patienten wollen in kleinen Einheiten betreut werden."

Als Chef der Vinzenzgruppe, in der 30 österreichische Ordensspitäler zusammengefasst sind, hat Heinisch die Sparpotenziale von kleinen Spitälern untersucht und an den fünf Wiener Spitalsstandorten seines Unternehmens modellhaft realisiert. Aufnahme, Diagnose, Therapie und Entlassung sind die Kernleistungen jedes Spitals - aber so wie man Rechnungs- und Personalwesen, EDV und Fa-cility-Management zentralisiert kostengünstiger machen kann, kann man auch die Spitalsapotheke oder das Zentrallabor zentral organisieren.

Die zentrale Sterilisation wurde beispielsweise im Orthopädischen Spital in Speising eingerichtet - steriles OP-Besteck wird an die vier anderen Wiener Ordenskrankenhäuser geliefert. "Das kann genauso gut in den Bundesländern funktionieren - es macht bis zu einer Entfernung von 100 Kilometern Sinn", erläutert Heinisch im Gespräch mit dem Standard. In Wien hat die Vinzenzgruppe 8,75 Millionen Euro durch die Bündelung der zentralen Leistungen eingespart - die fünf jeweils auf bestimmte medizinische Leistungen spezialisierten Häuser funktionierten damit ähnlich wie ein Großspital.

Gleichzeitig habe man in der Vinzenzgruppe gute Erfahrungen mit der Elektronischen Gesundheitsakte Elga gemacht: "Das war für uns zwingend notwendig, da wir ja öfters Patienten von einem Spital in ein anderes überweisen. Da kann die Therapie schneller starten, und das kommt wiederum dem Patienten zugute." (cs, DER STANDARD, Printausgabe, 7.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 47
1 2
Katholische Kacke
01
10.11.2011, 14:16
Diese PR Demagogin Kramser leitete jahrelang das Gesundheitsressort dieser Zeitung

So viel zu Vetternwirtschaft dieser Zeitung. Unfassbar dass man für diese PR Lügen eine Ausbildung benötigt. PR Spinnereien kann jeder Mensch

Katholische Kacke
13
10.11.2011, 13:57
Die seichte PR Speibe dieser Kramser nicht zu fassen

Der Schmutzkonzern Vinzenzgruppe ist über die Grenzen hinweg bekannt als mieserabler Arbeitgeber, Schmiergeldempfänger und Lohnkürzungen

Annemarie Kramser
40
9.11.2011, 10:51
In eigener sache, Teil 2

Dazu muss aber das Leistungsangebot der Krankenhäuser bedarfsgerecht überregional abgestimmt werden. Zum Beispiel: Die Qualifikation unseres Orthopädischen Spitals Speising ist unbestritten, die Barmherzigen Schwestern in Wien punkten besonders mit der Schulterchirurgie aber auch mit der Behandlung von Stoffwechsel- und psychosomatischen Erkrankungen, der Göttliche Heiland stimmt seine Schwerpunkte vor allem auf die Bedürfnisse älterer Menschen ab, usw.

hot doc
01
9.11.2011, 22:34
liebe frau kramser, wer in speising operiert werden will,

der muss schon ein kuvert rüberschieben, um einen termin zu lebenszeit zu bekommen. die medizinische qualität stimmt fraglos, aber das ganze ist ein mieser sumpf von kuvertmedizin. meine armen patienten warten ewigkeiten, bis ich ihnen - fachfremd - zum gang auf die baumgartner höhe rate. das ganze ist für ein katholisches spital beschämend.
übrigens lachen alle wiener ärzte über die personalfluktuation bei den oberärzten der vinzenzgruppe. ist alles so rosig, wie sie es darstellen???

Annemarie Kramser
30
9.11.2011, 22:51
Sehr geehrter Herr Hot doc,

Den Vorwurf der Kuvertmedizin muss ich scharf zurückweisen. Ich verstehe aber Ihren Zorn, wenn Ihre Patienten lange auf Operationen warten müssen. Wir sind darüber auch sehr unglücklich und tun was wir tun können: wir operieren bis spät am Abend und haben klar nachvollziehbare Wartelisten. Ich kann Ihnen genauere Informationen schicken bzw. biete ich Ihnen dazu ein gespräch mit den Verantwortlichen im OSS an

hot doc
00
10.11.2011, 10:42

gut, ich werde die sache beobachten, aber scharf würde ich an ihrer stelle eher nicht zurückweisen, sondern nachforschen. vielleicht hat sich ja tatsächlich was zum besseren gewendet.

Katholische Kacke
10
10.11.2011, 14:34
Was wollen Sie kleiner Wichtigmacher kontrollieren?

hot doc
00
10.11.2011, 16:35
schreien sie ihre wut hinaus, ja.

wenn es ihnen gut tut, beschimpfen sie alles und jeden und machen sich damit einfach zu einem der vielen ekel unter den postern.

aber bitte tun sie das im postingforum einer zeitung, die ihrem niveau angemessen ist. krone etwa.

Annemarie Kramser
30
10.11.2011, 11:36

In dieser Sache bleib ich "scharf". Beobachten Sie und informieren Sie mich bitte, wenn Sie etwas Unrechtes entdecken!

Sarepta
02
10.11.2011, 20:44

Schleich di

Katholische Kacke
00
10.11.2011, 14:35
Unterdrückung von Wahrheit nennt man nicht hart bleiben sonder dumm sein

Annemarie Kramser
40
9.11.2011, 10:44
In eigener Sache

Als Kommunikationsverantwortliche der Vinzenz Gruppe freue ich mich über die rege Diskussion und möchte einige Irrtümer aufklären.
Rettungswagen fahren auch mit schwerkranken Patienten zu den Krankenhäusern der Vinzenz Gruppe.
Es stimmt, was einige Kommentatoren hier geschrieben haben: es ist wichtig, dass eine hohe Fallzahl an Behandlungen bestimmter Erkrankungen die Erfahrung und somit im Normalfall auch die Qualität des medizinischen Teams erhöht. Gerade deshalb fordert die Vinzenz Gruppe, dass sich kleine Spitäler auf medizinische Schwerpunkte spezialisieren, somit hohe Fallzahlen haben und zu Zentren mit hoher Versorgungsleistung werden. Dazu muss aber das Leistungsangebot der Krankenhäuser bedarfsgerecht überregio

der Xote
20
8.11.2011, 19:14
Am Besten die Patienten schon bei der Tür wegschicken!

Dann wird es für die Krankenkassen bedeutend günstiger.

Wenn einer meint, dass große Spitäler kostengünstiger sind braucht er sich nur mal das AKH Wien anschauen. Eine einzige geschützte Werkstätte ist das, und vor allem - alles andere als billig und effizient! Ohne Konkurrenzkampf unter den Spitälern wirds nie günstig sein und es öffnet vor allem der Korruption alle Türen.
http://derstandard.at/131918231... nsverdacht

Jeder, der meint große Spitäler sind qualitativ besser möge nach Innsbruck schauen, und sich vor Augen führen, dass auch in einer großen Klinik enorm viel schiefgehen kann. "Strukturprobleme" nennt man sowas.
http://derstandard.at/r13191817... -Innsbruck

hot doc
01
7.11.2011, 22:41
wenn die vinzenzgruppe ach so erfolgreich ist, dann erklär mir einer,

warum dort so eine rege personalfluktuation herrscht, und warum die dort so eine hohe burnout-rate haben. ob das sachkompetenz und kuschelfaktor ihrer spitäler steigert, will ich bezweifeln.

Erzsébet Lucas
02
9.11.2011, 09:19
Vinzenzgruppe

Als Laie habe ich bislang mitbekommen, dass Patienten in der Vinzenzgruppe offenbar massivst verunsichert werden und zu privater Bahandlung genötigt werden (nach dem Motto: "eigentlich benötigen Sie diese und jene Behandlung; leider ist der nächste Termin erst in 1 jahr frei, wenn Sie allerdings aufzahlen, dann geht's schon in 14 Tagen...)

Annemarie Kramser
50
9.11.2011, 10:55

Das Motto der Vinzenz Gruppe lautet Medizin mit Qualität und Seele. Das ist ein hoher Anspruch und wir unternehmen große Anstrengungen, um dieses Ziel täglich umzusetzen. Wir bemühen uns, unsere Leistungen für Mitarbeiter und Patienten nachvollziehbar zu machen. Wir möchten, dass sie die Qualität unserer Arbeit einschätzen können und wir möchten zeigen, wo wir gut oder sehr gut arbeiten. Dazu gehört auch, dass wir zeigen, wo es noch besser geht. Denn Qualitätsmedizin zeigt sich für uns auch in der Bereitschaft, täglich besser werden zu wollen und aus Fehlern zu lernen. http://www.vinzenzgruppe.at/index_htm... =897683359

hot doc
01
11.11.2011, 13:04

na, dann haben sie noch einen langen weg vor sich, bis sich anspruch und wirklichkeit halbwegs decken.
was sie hier schreiben, ist das hübsche blabla, welches man in jeder managementausbildung lernt, aber nichts daran ist in meiner wahrnehmung erkennbar.
ich jedenfalls würde nicht in einem ihrer spitäler arbeiten - nicht mal mehr als primar, weil das ein schleudersitz ist, und nur bei angemessener aquisition von sonderklassepatienten (um geld vom hausrückhalt und gelegentlichen erbschaften zu lukrieren) hält man sich auf dem posten.

Sarepta
02
10.11.2011, 20:58
hahahaha Das Motto der Vinzenz Gruppe lautet Medizin mit Qualität und Seele

Die Vinzenz Gruppe gehört zu einem der grössten Ausbeuter von Turnusärzten, die die Tatsache, dass viele bemitleidenswerte Geschöpfe der Hauptstadt einfach nicht den Rücken zukehren können, voll und ganz ausnützen. Miserable Bezahlung, die einem Entwicklungsland gleichkommt, Ausbildungsqualität wie in Hintertupfingen (obwohl dort natürlich besser) und eigenartige nicht mehr zeitgemässe Anstellungskriterien, dafür steht die Vinzenz Gruppe

Walter Fenz
04
9.11.2011, 21:53
Na, dann zeigen Sie mal etwa

der Gynäkologie in Ried im Innkreis, wie man Onkologie auf Höhe der Zeit macht und auch vernünftig operiert bzw. dokumentiert:

http://ooev1.orf.at/stories/503184

PR-Blabla kann jeder.

Fritz Meyer
00
8.11.2011, 08:06
Sie stellen die beste aller Fragen!

Und die Antwort ist wohlbekannt.

Weil dort die Pflege nur als "Geschäft" angesehen wird, weil dort die Pflegekräfte nur als "Kostenfaktor" und die Patienten nur als "Verwaltungsfaktor" gelten, weil man dort keinen Dienst am Gemeinwohl leisten soll, sondern nur dem Gewinnstreben verpflichtet wird.

Reich sein muss sich lohnen!
00
7.11.2011, 20:52
Mittelfristig wird die Mobilität zurückgehen

Die Energiepreise werden in den nächsten Jahren drastisch ansteigen.

Der soll nochmal nachrechnen, ob sich diese Zentralisierung auch noch lohnt, wenn die Spritkosten beim 5-Fachen von heute liegen.

oblomow II
00
8.11.2011, 08:24
wenn

die mobilität zurückgeht, in dem maße, wie Sie annehmen, dann kann sich kein mensch mehr ein spital leisten, weil die wirtschaft flopt.

Walter Fenz
02
7.11.2011, 20:31
In OÖ sind die BHS so erfolgreich, daß

in Ried der Ärztemangel und die "Redimensionierung" des Krankenhauses fröhliche Urständ` feiert und die BHS Linz mit den BHB praktisch auch noch fusionieren mußten, obwohl es eigentlich in dieser Stadt kleiner als Graz deutlich mehr Akutbetten (OHNE Universitätsmedizin) als in Graz gibt......

Transalpin2
00
7.11.2011, 19:37
Wer ist eigentlich "cs"?

Normalerweise hat der STANDARD doch immer so kleine Hinweise "BEZAHLTE WERBUNG" bei solchen "Artikeln" dabei stehen. Ging die Marie diesmal dann direkt an "cs"?

The Chaos Path
05
7.11.2011, 09:34
Das allerdings widerspreche den Wünschen der Patienten, meint der Gesundheitsökonom Michael Heinisch: "Patienten wollen in kleinen Einheiten betreut werden."

was nur bestätigt, dass der durchschnittliche österreicher rationales denken für nicht notwendig hält. ein grosses krankenhaus ist einerseits wesentlich besser ausgestattet, andererseits haben die ärzte mehr erfahrung. wenn ich in einem krankenhaus bin, möchte ich gesund werden und nicht ein kaffeekränzchen mit der schwester/dem arzt führen.

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