Hypothese

Leben unter einem Roten Zwerg? Forscher denken um

20. November 2011, 17:51

Zusammenspiel von Infrarotstrahlung und Eis könnte dazu führen, dass die habitable Zone um einen solchen Stern größer ist als gedacht

Reading - Rote Zwerge sind die mit großem Abstand häufigste Variante von Sternen im Universum - in unserer Milchstraße gehören nach Berechnungen von Astronomen etwa 70 Prozent der Sterne diesem Typ an. Dazu kommt noch, dass bei ihnen die Wasserstofffusion so langsam abläuft, dass ihre Lebensdauer nach unseren Maßstäben fast unbegrenzt erscheint: Schätzungen reichen vom Mehrfachen des bisherigen Alters des Universums bis zum Tausendfachen. Es ist gut möglich, dass bislang jeder Rote Zwerg, der sich jemals im Universum gebildet hat und in der Zwischenzeit keinem besonderen Ereignis wie etwa einer kosmischen Kollision zum Opfer fiel, immer noch da ist.

Eine derart prägende Erscheinung spielt natürlich auch eine wichtige Rolle für die Frage, ob es draußen im Kosmos Leben gibt. Auch Rote Zwerge haben eine habitable Zone: Ziehen dort Planeten ihre Bahn, ist auf diesen dauerhaftes Vorhandensein flüssigen Wassers möglich - und damit theoretisch auch die Existenz von Leben, das dem auf der Erde mehr oder weniger ähneln könnte. Da Rote Zwerge nur etwa die halbe Oberflächentemperatur unserer Sonne haben, läge die habitable Zone näher am Stern - und damit auch näher an der Gefahrenzone: Von vielen Roten Zwergen ist bekannt, dass sie zu gelegentlichen starken Eruptionen neigen. Außerdem würde eine solche Nähe zwischen Stern und Planet in vielen Fällen zu einer gebundenen Rotation führen, bei der der Planet dem Stern immer dieselbe Seite zuwendet - mit der Folge zweier sehr unterschiedlicher Hemisphären und entsprechenden Auswirkungen auf das planetare Klima. Keine ideale Umgebung für Leben also.

Manoj Joshi von der britischen Universität Reading und Robert Haberle vom Ames Research Center der NASA haben nun jedoch die These aufgestellt, dass die habitable Zone deutlich größer sein und sich damit auch auf Orbits erstrecken könnte, die in sicherem Abstand zum Stern liegen. Sie glauben, dass das Zusammenspiel von Infrarotlicht und Eis bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Denn Rote Zwerge strahlen vor allem im rötlichen Abschnitt des sichtbaren Lichts und im Infrarotbereich. Sichtbares Licht wird zu 50 bis 80 Prozent von Eis reflektiert - Infrarotstrahlung hingegen würde von Eis- und Schneefeldern - so es sie auf dem planetaren Begleiter eines Roten Zwergs gibt - zu einem deutlich höheren Prozentsatz absorbiert. Was dazu führen würde, dass es auf dem betreffenden Planeten viel wärmer wäre, als man bislang dachte, schließt Joshi. (red)

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Cuchullain
01
25.11.2011, 07:33
"Leben unter einem Roten Zwerg? Forscher denken um"

Mir fiel spontan der Name eines solchen Roten Zwerges ein:
"Faymann 2011FB"

e_Neutrino
 
00
24.11.2011, 12:27
Jerry Siegel und Joe Shuster hatte es bereits geahnt,...

.
eines Tages wird er bei uns eintreffen, als einsamer Reisender von einem fernen Sonnensystem mit einer roten Sonne,... natürlich als "SUPERMAN",... ;-)

lemming0815
00
22.11.2011, 14:30

also wenn sich das eis erhitzt durch infrarot, dann wirds bald kein eis mehr sein...
...und damit wäre dann wieder kalt

dann gefriert das wieder ...und das spiel beginnt

da hab ich lieber eine tag- und eine nachtseite und kann hin und her springen

superstring
00
23.11.2011, 08:04

Ja in der Concorde war man schneller in New York als der Zeitzonenunterschied. Dies hat dann bedeutet man hat "Zeit" gewonnen.

Man hätte sozusagen mit der Concord der Sonne immer nachfliegen können ;)

superstring
00
21.11.2011, 22:44

Interessante Sache:

Wie wissen wir dass Leben auf einem Planeten existiert? Wenn man irgendwelche Linien im Spektrum sieht dann heißt das ja nur dass gewisse komplexe Moleküle existieren, ein Hinweis auf Leben ist das noch nicht.

Als die Galileo Sonde auf dem Weg zum Jupiter einen Gravity Assist an der Erde gemacht hat, hat man überlegt ob man mit den Messinstrumenten an Bord feststellen kann ob es Leben gibt. Die projizierte Bahn auf der Erde ist quer durch Australien gegangen - wo bekanntermaßen auch wenig Menschen leben. So und man hat sich schwer getan "Leben" zu finden. Der stärkste Hinweis kam von Radiowellen die moduliert waren (also Radio selbst)

Deswegen ist die Frage ob es Leben gibt auch von unseren Messinstrumenten abhängig.

opryde
00
22.11.2011, 11:51

prinzipiell kann man schon eingrenzen, ob ein planet - nach unseren maßstäben - leben beherbergen KANN. das würde man auch bei einer messung quer durch australien feststellen (habitable zone um die sonne, atmosphäre usw.)

rapidfans.at
00
22.11.2011, 08:51
an den instrumenten liegt es, dies nachzuweisen. das existieren alleine hängt nicht von den instrumenten ab.

superstring
00
23.11.2011, 08:02

Natürlich, das habe ich ein wenig dumm ausgedrückt.

Aber ob Leben vorhanden ist können wir dann eben nur mit genügend guten Instrumenten feststellen!

. g.bac
00
23.11.2011, 08:29
da wir den weltraum besiedeln können wird das auch geschehen

wenn nur einer auf die idee kommt eine mit samenkapseln gefüllte rakete auf einen habitablen planeten schiessen zu wollen. (was ja technisch nicht unmöglich sein dürfte, sogar nach heutigen massstäben); schon hätte man eine eigenständige evolution in gang gesetzt.

und aus der schlussfolgerung, dass wir es tun können, ergibt sich, dass es passiert sein wird. ;-)

Got Your Nose!
00
26.11.2011, 16:47

da es mittlerweile richtlinen bezüglich extraterrestrischer kontamination gibt, eher nicht. für was hat die sternenflotte denn die oberste direktive?

Vector Nectar
 
00
21.11.2011, 19:50
Erratum:

"Manoj Joshi von der britischen Universität Reading und Robert Haberle vom Ames Research Center der NASA haben nun jedoch die These aufgestellt, dass die habitable Zone deutlich größer sein[sic] und sich damit auch auf Orbits erstrecken könnte, die in sicherem Abstand zum Stern liegen."

Liebe Standard-Redaktion!
Ich lehne mich mal weit aus der mannigfaltigen Hyperdimensionalität des Wurmlochs ihres grammatikfreien Raum-Zeit-Kontinuums und nehme an es sollte "sei" dort oben im Artikel stehen! ;D

Elron Abarth
01
22.11.2011, 10:30

"sein könnte", also korrekt

Vector Nectar
 
00
22.11.2011, 12:56
Achso, tschuldige...ich habe das "könnte" nur mit dem...

..."auf Orbits erstrecken" in Verbindung gebracht, schöner wär's grammitkalisch, denke ich zumindest mal, ohne "n", aber ich hab auch nicht gerade Germanistik auf Lehramt studiert, also danke für den extrem plausiblen Einwand! :)

Vector Nectar
 
00
22.11.2011, 18:31
^^Erratum:

natürlich "grammatikalisch" nicht "grammitkalisch"...

@Elron:
Danke!

Elron Abarth
01
22.11.2011, 14:33

macht ja nichts, Ihre Version ist sowieso die hübschere.

kraeutrpolizei
00
21.11.2011, 14:16
Weil ich lang suchen musste:

Hier der Link zu allen Alpha Centauri Folgen auf der neuen Bayern-Homepage:

http://www.br.de/fernsehen... index.html

rapidfans.at
00
21.11.2011, 16:59
google, "alpha centauri folgen" -> drittes ergenbis.

nicht so arg versteckt, oder?

TeddyBear
10
21.11.2011, 11:33
Schätzungen reichen vom Mehrfachen bis zum Tausendfachen :-)

hurchzua
434
21.11.2011, 08:39
Leben unter einem Roten Zwerg!

Ich dachte schon das wird ein Bericht über Faymann und die österreichische Innenpolitik.

rudolf schladming
 
12
21.11.2011, 23:54

die idee war gut, aber nach dem 10. mal ist es nicht mehr lustig.

Ein Opel im Schafspelz
16
21.11.2011, 12:49
Schlechter Vergleich

Dafür ist im Bericht viel zu wenig über schwarze Löcher gestanden und das blaue, das vom Himmel herunter gelogen wird.
Auch die grünen Polarlichter kamen nicht vor und der orange Sonnenuntergang...

Alarich9
68
21.11.2011, 11:37

"padam"
eingespieltes Gelächter...

Tut mir Leid, aber ihr Humor erinnert mich einfach zu sehr an eine amerikanische Sitcom, egal wie man zur Regierung steht.

Irgendein Jürgen
23
21.11.2011, 04:38
Leben...

Irgendwie scheinen die Wissenschaftler recht blind zu sein, wenn es um die Möglichkeit außerirdischen Lebens geht.

Leben wie wir es kennen benötigt flüssiges Wasser und einige andere Elemente. Flüssiges Wasser kann überall existieren, dazu benötigt man keine Sonne. Geothermie kann Wasser unter einer Eiskruste flüssig halten, wenn ein Himmelskörper (Mond, Planet) einem anderen (Planet, Stern) sehr nahe ist wird er regelrecht durchgeknetet und dadurch ebenfalls erwärmt. Eine Sonne wie unsere ist purer Luxus, keine Notwendigkeit.

Und wenn's um Wasser geht, dann sprechen wir von Leben wie wir es kennen. Wenn wir ehrlich sind haben wir keine Ahnung, welche Wege die Evolution anderswo eingeschlagen haben könnte, vielleicht auch ohne Wasser.

Michael Bakunin
01
21.11.2011, 17:32

naja, ein planet ohen stern (sonne) ist aber auch eher selten. ;-)

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