Stürmer soll trotz seiner Drei-Spiele-Sperre in Englands EM-Kader stehen
London - Englands Fußballverband (FA) hat gegen die
Drei-Spiele-Sperre von Wayne Rooney einen Einspruch bei der UEFA
eingelegt. Rooney war im abschließenden EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro wegen
einer Tätlichkeit ausgeschlossen worden, und könnte bei der EURO daher erst
nach der Gruppenphase eingesetzt werden. Wie die FA am Freitag bekanntgab, habe die UEFA am Dienstag die offizielle
Begründung für die Sperre vorgelegt. Nun habe man fristgerecht einen
Einspruch eingebracht.
Voraussichtlich wird der Stürmer aber trotz seiner Sperre im englischen Kader für die Europameisterschaft stehen. Trainer Fabio Capello werde den
26-Jährigen auf jeden Fall ins Aufgebot für die Titelkämpfe in Polen und
der Ukraine nehmen, berichteten verschiedene britische Tageszeitungen. Demnach habe sich Capello am Donnerstag auf dem Trainingsgelände von Manchester United mit Rooney getroffen und ihn darüber informiert. Allerdings werde er den Stürmer für die bevorstehenden Länderspiele gegen Spanien und Schweden nicht berücksichtigen. Rooney hatte vor allem auf einen Einsatz gegen den Weltmeister am nächsten Samstag in Wembley gehofft.
Capello
will die Testmatches nutzen, um einige Varianten für Zeit
ohne den Stürmer auszuprobieren. Er hatte zuletzt schon angekündigt, Rooney
auch in den Testspielen bis zur EM nicht mehr einsetzen zu wollen. "Ich
muss eine Lösung für die ersten Spiele finden, in denen er nicht dabei
sein wird. Und wenn wir diese Lösung finden, dann muss er arbeiten, um
in die erste Elf zurückzukehren", hatte der Italiener gesagt.
Rooney selbst hatte unmittelbar vor der Entscheidung der FA die Schuld
auf sich genommen. "Das war eine dumme Aktion von mir, die ich sofort
bedauert habe", meinte der 26-Jährige gegenüber Journalisten. Die Sanktion vonseiten der UEFA sei
trotzdem "ein wenig hart". (red/Reuters/sid)