Kopf des Tages

Der Oberst, der Assad nicht mehr dienen wollte

Gudrun Harrer, 4. November 2011, 18:54

Riad al-Asaad, Kommandeur der Freien Syrischen Armee und eine der federführenden Figuren im Kampf gegen das syrische Regime

Das erste Mal tauchte sein Name bereits Ende Juli auf: Eine Gruppe von sieben Deserteuren der syrischen Armee, angeführt von einem gewissen Riad al-Asaad, präsentierte sich auf einem Video der Weltöffentlichkeit als Kernzelle der "Freien Syrischen Armee" (FSA). Der Oberst dürfte auch Monate später noch der ranghöchste syrische Militär sein, der dem Regime von Ba-shar al-Assad den Rücken gekehrt hat. Aber die Stärke seiner Truppe ist auf 10.000 Mann, andere Quellen sprechen von bis zu 20.000, angewachsen.

Wahrscheinlich weiß Riad al-Asaad selbst nicht so genau, wie viele Leute er kommandiert, denn es kommen täglich neue dazu. Zwar versucht die Führung, ihrer Armee eine geordnete Struktur zu verpassen, aber Asaad selbst sitzt als Zentralkommandant in der Türkei. Dort sucht er Unterstützung für sein Vorhaben, Assad zu stürzen, während seine Soldaten unter Feldkommandos in Syrien operativ sind, und, wie Asaad selbst sagt, Attacken gegen die syrische Armee und andere staatliche Institutionen ausführen.

Angesichts dessen, was den friedlichen Demonstranten und Demonstrantinnen in den vergangenen Wochen und Monaten vom Regime angetan wurde, ist das verständlich - gleichzeitig stützt es die Version des Regimes, dass es sich gegen bewaffnete Gruppen wehrt. Der Friedensplan der Arabischen Liga sieht nicht vor, was aus den FSA-Soldaten werden könnte: Dass sie ihre Waffen niederlegen, ist wohl nicht zu erwarten.

Asaad bezeichnet seine FSA als die "syrische Armee von morgen" und betont, dass er und seine Truppe keinerlei politische oder religiöse Agenda hätten. Zur Taktik der FSA gehört es aber, syrische Armeeeinheiten zu "enthaupten", indem man den Kommandanten umbringt: Und das sind dann eben oft Angehörige von Assads alawitischer Minderheitensekte. Auch einige Namen der 22 Battaillone der FSA zeigen einen starken sunnitisch-islamischen Bezug.

Von Asaad ist so gut wie nichts Biografisches bekannt, außer, dass er der syrischen Luftwaffe angehörte - der Waffengattung übrigens, aus der früher viele arabische Machthaber kamen, auch der Vater von Bashar, Hafiz al-Assad. Die Namen des Deserteurs und des Präsidenten sind jedoch nur in ihrer in andere Sprachen übertragenen Form verwirrend ähnlich: Im Arabischen unterscheiden sie sich deutlich durch einen Buchstaben, der in anderen Sprachen nur schwer wiederzugeben ist.(DER STANDARD Printausgabe, 5.11.2011)

zensi13
10
26.12.2011, 12:21
zensi test - 2ter versuch

http://derstandard.at/plink/132... 4/24191373
http://derstandard.at/plink/132... 0/24191323

U jetzt zum Thema
Was Syrien anbelangt ist die NATOGCC
also Ami+Saudiarab(brotherhood)liga etwas durch den Wind.Warum? Erstens wurden ihre "Rebellen" (snipers u andere Unruhestifter) aus Türkei übers Meer kommend-abgeblockt.U zweitens sind die paar TausendSunniten welchen da ihren theologischer Führer an der MAcht sehen wollen viel zu WENIG. Es will einfach kein Bürgerkrieg entstehen -quasi nach Libyenschema .Daher zieht sich die NATOzur Zeit auf einen Wirtschaftskrieeg zurück (Sanktionen etc.)
Die FI muss sich jetzt was einfallen lassen(zeit drängt)

@ Syrien- russische naval base
@ Syrien- mit Libanon engster Verbündete des Iran

W.Hammerl
00
5.11.2011, 18:13

Wieder einmal typisch. Selbst im Trockenen sitzen und die ihm ergebene Jugend des Landes in wilde Abenteuer hetzen.

der schwitzbär der schwitzt sehr
40
5.11.2011, 01:39

Ich will Kalif sein anstelle des Kalifen

Postingname 2.0
01
6.11.2011, 14:10

Ruhig, Herr, man beobachtet euch...

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