Zwei Tote bei Angriff auf Christen

4. November 2011, 18:18
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Selbstmordattentat und zahlreiche Explosionen im Nordosten Nigerias

Kano - Bei einem Angriff auf ein mehrheitlich von Christen bewohntes Dorf im Norden Nigerias sind zwei Menschen getötet worden. Bewaffnete Männer griffen in der Nacht zum Freitag eine Gruppe von Gläubigen an, die Nachtwache hielten, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen seien bei dem Überfall im Bundesstaat Kaduna verletzt worden. Die Polizei sucht derzeit nach den Angreifern.

Zwei Selbstmordattentäter

In Kaduna waren nach den Präsidentschaftswahlen im April hunderte Menschen bei Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen ums Leben gekommen. Grund für die Zusammenstöße war die Wahl Goodluck Jonathans zum Präsidenten, der aus dem christlichen Süden stammt und sich gegen seinen stärksten Konkurrenten Muhammadu Buhari aus dem muslimischen Norden durchsetzte. In Nigeria kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Christen und Muslimen.

Weitere Anschläge gab es am Freitag in der Stadt Maiduguri im Nordosten des Landes. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich nach Angaben eines Sicherheitsbeamten vor einer Militärbasis in die Luft. Beide kamen dabei ums Leben, weitere Tote gab es den Angaben zufolge nicht. Zudem explodierte eine Bombe vor dem Sitz des Geheimdienstes SSS des Bundesstaates Borno. Zeugen berichteten zudem von mehreren Explosionen in Maiduguri. Die Stadt ist immer wieder Ziel von Anschlägen radikaler Islamisten. Zahlreiche Anschläge werden der islamistischen Sekte "Boko Haram" zugerechnet. Die Gruppe hatte sich auch zu dem Selbstmordattentat vor dem UNO-Hauptquartier in Abuja im August mit 24 Toten bekannt. (APA)

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