FPÖ-Sympathisanten wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt

4. November 2011, 15:55
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21-Jähriger udn 24-Jährige ließen sich beim Ausüben des Hitler-Grußes fotografieren

Wien - Zwei junge FPÖ-Sympathisanten, die sich für die Freiheitlichen auch als Wahlhelfer betätigt haben sollen, sind am Freitag im Wiener Straflandesgericht wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilt worden. Die Angeklagten - eine 24-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann - hatten sich mehrfach an öffentlichen Orten beim Ausüben des Hitler-Grußes fotografieren lassen. Die Frau ließ sich zudem von Gleichgesinnten ihren Oberkörper an einem Sommertag an der Alten Donau mit SS-Runen, dem Schriftzug "Heil Hitler" und Hakenkreuzen beschmieren. Auch das wurde fotografisch festgehalten.

Fotos mit Rosenkranz

Das Nachrichtenmagazin "News" bekam im Vorjahr die Bilder zugespielt. "News" veröffentlichte diese ebenso wie Fotos, die FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und die ehemalige freiheitliche Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz Schulter an Schulter mit der 24-Jährigen zeigen, wobei die junge Frau darauf T-Shirts mit dem FPÖ-Logo trägt und in einem Fall Luftballons mit dem Aufdruck "FPÖ Wien" bzw. "h c strache" in der Hand hält.

14 Monate bedingte, 3 Monate unbedingte Haft

Die bisher unbescholtene Frau wurde nach dem Verbotsgesetz zu 14 Monaten bedingter Haft verurteilt. Der 21-Jährige erhielt unter Bedachtnahme auf eine 28-monatige Freiheitsstrafe wegen Raubes und gefährlicher Drohung zusätzlich drei Monate unbedingt. Die Urteile sind bereits rechtskräftig. (APA)

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