Frauenpensionsalter derzeit keine Priorität

4. November 2011, 15:46
89 Postings

Das Budget der Frauenministerin wird 2012 zehn Millionen Euro betragen - Pensionsantrittsalter aufgrund steigender Altersarbeitslosigkeit kein Thema

Wien - Ein höheres Pensionsantrittsalter für Frauen hat für Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek derzeit keine Priorität. Sie begründete ihre Position im Budgetausschuss am Freitag mit der aktuell steigenden Altersarbeitslosigkeit von Frauen. Erfreut, aber nicht zufrieden, zeigte sie sich mit dem Frauenbudget 2012, wonach die Mittel zumindest in gleicher Höhe zur Verfügung stehen wie in den vergangenen Jahren. Laut Bundesvoranschlag werden es rund zehn Millionen Euro sein.

Die Diskussion im Ausschuss drehte sich laut Parlamentskorrespondenz um die Themen Gehaltsrechner, Beratungsstellen, Papa-Monat und Einkommensschere. Keine Priorität habe für Heinisch-Hosek derzeit eine Anhebung des Frauenpensionsalters, verwies die Ressortchefin auf die steigende Altersarbeitslosigkeit.

Budgetverteilung

Für den Bereich Frauen werden im kommenden Jahr wieder rund zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen. 5,3 Millionen Euro davon sind für Beratungseinrichtungen, 3,6 Millionen Euro für Interventionsstellen für Gewaltschutz und 1,2 Millionen Euro für Informationskampagnen und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.

Heinisch-Hosek bezifferte im Ausschuss die Gesamtkosten des von ihr zum Equal Pay Day vorgestellten Gehaltsrechner mit 492.300 Euro. 307.100 Euro davon seien für Inserate zur Bewerbung der Maßnahme ausgegeben worden. 307.000 Zugriffe im Internet in den ersten vier Wochen würden das "große Interesse" an diesem Service belegen, so die Frauenministerin. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Frauenministerin will das Pensionsantrittsalter von Frauen derzeit nicht thematisieren. Ihr Budget für 2012 ist mit rund 10 Millionen Euro anberaumt.

Share if you care.