Kunstuni-Rektoren fordern von Politik Taten

4. November 2011, 14:39
posten

Wollen Abgeltung der Teuerung im Zeitraum 2013-15 und sind gegen Budgetumschichtungen von kleineren zu großen Unis

Wien - Die Rektorinnen und Rektoren der sechs Kunstuniversitäten fordern ein "klares Bekenntnis der österreichischen Politik zur Sicherung der geistigen und künstlerischen Infrastruktur unseres Landes". Dies sollte "durch Taten und nicht bloß verbal" erfolgen, heißt es am Freitag in einer Aussendung. Konkret fordern die Kunstuni-Chefs eine volle Abgeltung der Teuerung in den Jahren 2013 bis 2015 und warnen vor "Budgetumschichtungen von kleineren zu den großen Universitäten".

Grundsätzlich stimmen die Kunstunis in der Diskussion um einen österreichischen Hochschulplan einer intensiveren Kooperation mit Unis zu. Die Entwicklung und Umsetzung von Kooperationsprojekten sei aber nur dann sinnvoll und möglich, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode 2013-15 gesichert seien. Das Wissenschafts- und das Finanzministerium müssen ja bis Ende des Jahres festlegen, wie viel den Unis in den Jahren 2013 bis 2015 zur Verfügung steht. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hat für diesen Zeitraum eine Hochschulmilliarde zusätzlich zum derzeitigen Budget in Aussicht gestellt.

Im Zusammenhang mit der Diskussion über Modelle einer Studienplatzfinanzierung fordern die Rektoren der Kunstunis, transparente Berechnungsmodelle vorzulegen und die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. "Eine - auch nur teilweise - Umsetzung von Studienplatzfinanzierungsmodellen durch Budgetumschichtungen von kleineren zu den großen Universitäten wird kategorisch abgelehnt", heißt es in der Aussendung. Damit könnten die Probleme der großen Universitäten nicht gelöst werden - dafür seien entweder "wesentlich mehr Geld oder wesentlich weniger Studierende" notwendig. (APA)

    Share if you care.