Junge Industrie und Pädagogen drängen auf Reformen

Mehr Geld wird gefordert - Länderkompetenz "nicht mehr zeitgemäß"

Wien - Die Junge Industrie und der Österreichische Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten-und Hortpädagoginnen (ÖDKH) fordern grundlegende Reformen bei Kindergärten. In Zusammenarbeit wurde deshalb ein Forderungskatalog erstellt, mit dem der Kindergarten als erste Bildungsinstitution gestärkt werden soll, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

"Es ist nicht mehr zeitgemäß und inakzeptabel, dass die Kindergärten in Österreich reine Ländersache sind. Hier braucht es eine grundlegende Reform, das Bundesministerium für Bildung sollte auch im Bereich der Kindergärten die erste Anlaufstelle sein", erklärte Raphaela Keller, Vertreterin des ÖDKH. Das derzeitige elementare Bildungssystem biete nicht die für die Zukunft notwendige Bildungsqualität, kritisierte sie und forderte etwa kleinere Gruppen und flexiblere Öffnungszeiten. Grundsätzlich müsse mehr Geld in die Hand genommen werden.

Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie, begründete deren Engagement: "International hat sich die Erkenntnis längst durchgesetzt, dass der Kindergarten keine reine 'Betreuungseinrichtung', sondern vielmehr ein zentraler Teil des Bildungssystems ist. Was hier nicht gelernt wird, kann später nie nachgeholt werden." (APA)

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