Junge Industrie und Pädagogen drängen auf Reformen

Mehr Geld wird gefordert - Länderkompetenz "nicht mehr zeitgemäß"

Wien - Die Junge Industrie und der Österreichische Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten-und Hortpädagoginnen (ÖDKH) fordern grundlegende Reformen bei Kindergärten. In Zusammenarbeit wurde deshalb ein Forderungskatalog erstellt, mit dem der Kindergarten als erste Bildungsinstitution gestärkt werden soll, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

"Es ist nicht mehr zeitgemäß und inakzeptabel, dass die Kindergärten in Österreich reine Ländersache sind. Hier braucht es eine grundlegende Reform, das Bundesministerium für Bildung sollte auch im Bereich der Kindergärten die erste Anlaufstelle sein", erklärte Raphaela Keller, Vertreterin des ÖDKH. Das derzeitige elementare Bildungssystem biete nicht die für die Zukunft notwendige Bildungsqualität, kritisierte sie und forderte etwa kleinere Gruppen und flexiblere Öffnungszeiten. Grundsätzlich müsse mehr Geld in die Hand genommen werden.

Therese Niss, Bundesvorsitzende der Jungen Industrie, begründete deren Engagement: "International hat sich die Erkenntnis längst durchgesetzt, dass der Kindergarten keine reine 'Betreuungseinrichtung', sondern vielmehr ein zentraler Teil des Bildungssystems ist. Was hier nicht gelernt wird, kann später nie nachgeholt werden." (APA)

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9 Postings

Ich wünsche ihnen viel Erfolg. Bei Streik bitte nicht wieder einen Samstagnachmittag wählen, bei Sturm und Regen, wo sich ein jeder normaler Mensch in der Wohnung aufhält. Wenn gesehen und gehört werden wollen, dann auch dann wenn jeder hinschaut und hört!

Das Problem ist, dass unsere Gewerkschaft zu schwach ist, sich ordentlich auf die Beine zu stellen, eine Dienstverweigerung will sich dann auch keiner leisten und die Kinder gehören betreut - wir dürfen nicht den Eltern einfach sagen: lasst eure Kinder bitte zuhause, wir streiken :-/

Der Göd ist die Gewerkschaft für die Kindergartenpäd., genau die gleiche Gewerkschaft, die auch die Lehrer fördert und unterstüzt. Der oberster Boss ist der Herr Neugebauer, so viel ich weiß!

Die meisten Chaoten, die sich um den Kindergarten "kümmern"

haben leider meistens eine schlimme Krankheit: "Ignoranz und Bildungsamnesie" (Zitat).
Deshalb wissen sie auch nichts von der Forschung der letzten 40 Jahre in Bezug zur Früheinschulung. Gerade erst kam ein Bericht der Nuffield Foundation heraus: http://www.ifs.org.uk/publications/5736 . Mal den Bezug zur akademischen Früheinschulung herstellen, und die absolut negative Auswirkung bis ins 10. und spätere Lebensalter.
Dann wird es klar, dass kleine Gruppen die klassisch **frei Spielen**, **ohne Anleitung** für die 5 bis 7-jährigen den besten Lernerfolg darstellt. Ausnahme: sozial sehr benachteiligte, nicht der Landessprache mächtige etc.

Wüsste jemand mehr zu den genauen Forderungen der ÖDKH?

etwa kleinere Gruppen

das wäre der erste Schtitt und Voraussetzung für
weiteres Verbeserungen. In anderen Ländern sind Gruppen von 15 Kindern mit 2 Pädagogen üblich.

Nachtrag

ok Tippfehler in der Eile

Nachtrag

...das sind dann die Jungidustriellen.

Das ist ganz besonders wichtig.

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