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Berlin - Menschen mit Adipositas zeigen häufig ein auffälliges Essverhalten. Oft essen sie weit mehr, als sie brauchen, um ihren Körper ausreichend mit Energie zu versorgen. Dass sich dieses Verhalten auch im Gehirn widerspiegelt, haben unlängst Leipziger Wissenschaftler gezeigt: In Hirnarealen, die an der Bewertung von Belohnungsreizen und an der zentralen Steuerung des Energiehaushalts im Hypothalamus beteiligt sind, fanden die Forscher im Vergleich zu Normalgewichtigen strukturelle Veränderungen, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft in einer Aussendung. Bei übergewichtigen Frauen waren zusätzlich jene Hirnregionen auffällig, die für die Verhaltenskontrolle wichtig sind. Die Rolle des Gehirns bei Adipositas und Diabetes ist Thema des Symposiums "Adipositas - Gehirn - Sucht" auf der 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin.
Vergleich der Gehirnstrukturen
Um zu verstehen, wie das Gehirn Hunger- und Sättigungsgefühle reguliert und das Essverhalten steuert, nutzen Wissenschaftler unter anderem bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie (MRT). Beim Vergleich der Hirnstrukturen fanden die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften, des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Adipositaserkrankungen (IFB) und des Universitätsklinikums Leipzig nicht nur Unterschiede zwischen dicken und dünnen Menschen sondern auch zwischen den Geschlechtern.
"Wir müssen das Thema Adipositas auch vor dem Hintergrund geschlechtsspezifischer Unterschiede der Hirnstrukturen betrachten", erklärt Haiko Schlögl, Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie am Universitätsklinikum Leipzig. So könnten die Erkenntnisse etwa Hinweise darauf geben, warum Frauen häufiger adipös werden als Männer und wie Verhaltenstherapien effektiv gestaltet werden könnten. Noch sei allerdings unklar, ob die veränderten Gehirnstrukturen Ursache oder Folge des ungesunden Essverhaltens sind.
Hunger, Appetit und Sättigung
Hunger und Appetit werden im Gehirn über ein kompliziertes System vernetzter Strukturen reguliert. Eine wichtige Rolle spielen dabei Hormone, die von den Zellen des Fettgewebes und des Verdauungstraktes ausgeschüttet werden und der Schaltzentrale im Gehirn - dem Hypothalamus - melden, wie es um die Energiereserven bestellt ist. So können Hormone aus dem Magendarmtrakt kurzfristig Appetit anregen oder das Gefühl der Sättigung vermitteln. Hormone des Fettgewebes wie das Leptin vermitteln dem Hypothalamus zudem Informationen über den Füllstand der Langzeit-Energiespeicher.
Ob ein Mensch zur Cremeschnitte greift oder nicht, hängt allerdings nicht allein davon ab, ob er tatsächlich Energie benötigt. "Das limbische System ordnet den Nahrungsreizen einen emotionalen Wert zu und erzeugt das subjektive Erleben von Appetit", erklärt Schlögl. Die Belohnungseffekte, die durch das Essen erzeugt werden, könnten zu einer Art Suchtverhalten führen.
"Um Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes auch mithilfe von Verhaltensänderungen effektiv behandeln zu können, müssen wir begreifen, wie das Essverhalten gesteuert wird und Übergewicht entsteht", erklären die Tagungspräsidenten Martin Füchtenbusch und Michael Hummel von der Forschergruppe Diabetes am Helmholtz Zentrum München im Vorfeld der DDG Herbsttagung. Ebenfalls Thema auf dem Kongress ist die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die - wie die sogenannten GLP-1-Analoga - direkt in die zentrale Steuerung von Hunger, Sättigungsgefühl und Essverhalten eingreifen. (red)
Link
Herbsttagung der DDG (11. bis 12. November 2011)
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Danke, freut mich, dass hier nicht nur Gegner des Fleischverbrauchs mitlesen.
Ich recherchiere aber nur hobbymäßig. Es interessiert mich einfach, was Forscher so alles aus der menschlichen Geschichte herausfinden und wie es uns heute mit der relativ schnellen Umstellung von Fleisch auf Getreide geht.
http://en.wikipedia.org/wiki/Fund... tion_error
Liebe Leute, ihr habt absolut keine Ahnung warum eine bestimmte Person fettleibig ist. Ihr wisst einzig und allein, warum ihr es nicht seid und legt dieses Wissen auf Tausende von Menschen um, die mit euch weder das Verhalten noch eure Charaktereigenschaften teilen und schon gar nicht in den gleichen Lebensumständen sind.
Bevor das "Argument" kommt: Nein, ich bin nicht adipös.
Und an die lieben Ernährungstheoretiker: Es ist ziemlich einfach, Nahrungsmittel X die Schuld an allem Übel zu geben, aber wenn's so wäre, hätte man Beweise und die liefert ihr alle nicht.
Nein. Sie haben keine Ahnung, worum es hier geht.
Es ist der Versuch von Leuten wie mir,
die 30 Jahre adipös waren und eine hoffnungslose Diät nach der anderen gemacht haben, endlich eine Ernährungsumstellung geschafft haben, und jetzt wissen, wie leicht es sein könnte, für alle,
jenen Leuten, die ständig nur Halb- und Unwahrheiten über die Ernährung verzapfen und damit
die Adipösen und die, die es wegen dieser Ideen werden, auf die falschen Wege der Ernährung bringen,
entgegenzuwirken.
Es ist einfach, man beginne bei der Ernährungspyramide. Die ist unwidersprochen. Von da weg kann sich jeder weitergoogeln oder eine Diätologin aufsuchen.
Dass man selber draufkommen muss, wie man sich richtig ernährt und gesund fühlt, da gebe ich Ihnen völlig recht.
Allerdings hat vermutlich nicht jeder die selben Reaktionen auf Lebensmittel. Die Ernährungspyramide sieht bei mir völlig anders aus. Ganz unten sind Eier, Fleisch, und Käse. Irgendwo ziemlich oben vielleicht etwas Kohlenhydrate wie Brot oder Kartoffel und ganz oben mal ein Bier.
Die Pyramide kann zwar beim Abnehmen helfen, weil ungesunde Sachen wie Süßigkeiten ganz oben stehen, dass da Getreide, Kartoffel und Reis eine Art Grundnahrungsmittel sein sollen, ist aber völlig falsch.
Man kann auch krank abnehmen. Ich möchte aber gesund bleiben, deshalb steht beim mir Fleisch als Grundnahrungsmittel täglich mehrmals am Plan.
Nein. Fleisch ist menschliche Grundnahrung. Getreide ist erst recht spät dazugekommen. Kartoffel etwa, die essen wir erst seit ganz wenigen Jahrhunderten. Das ist eigentlich Schweinefutter.
Es dürfte aber schon ein Fehler sein, so etwas komplexes, wie Ernährung, in einer Pyramide abbilden zu wollen. Es ist zwar eine gute Idee, etwas einfach zu halten, die Pyramide passt hier aber nicht.
Ich gebe keinen Wissenschaftler vor. Ganz im Gegenteil, ich berichte nur aus meinen Erfahrungen.
Ihnen würde übrigens schon helfen, ab und zu bei Wikipedia hineinzuschauen. Da könnten Sie nachlesen, dass die Kartoffel erst im 16. Jahrhundert nach Europa kam. Dann bräuchten Sie nicht über Leute mit anderer Meinung blöd herziehen oder ihnen was nachsagen, was nicht stimmt.
Länger gabe es sie natürlich schon in Südamerika. Das sind jene Völker, die nicht mal das Rad kannten, als sie von Europäern "entdeckt" wurden.
ja genau, die meine ich.
Kann schon sein, dass die länger Kartoffel essen. In Europa sind sie jedenfalls erst recht kurz bekannt und anfangs nur als Schweinefutter genutzt.
Diese Südamerikaner scheinen überhaupt kein so enges Verhältnis zu Nutztieren gehabt zu haben, wie wir Europäer. Zu ihrem Nachteil.
Da gibt es einen amerikanischen Evolutionsforscher der die Theorie aufstellt, dass es vor allem das enge Zusammenleben unserer Vorfahren mit den vier Haustierarten Rind, Schwein, Schaf und Ziege war, die es ermöglichte, dass Menschen aus unserer Gegend die gesamte Erde erobern konnten.
Sie meinen Jared Diamond? Wenn ja, nette Theorie.
Aber was hat diese vermeintliche Überlegenheit der Welt und uns gebracht? Dass wir jetzt erst recht am Rand des Kollaps stehen, wie ein Buchtitel von Diamond sinnigerweise heißt?
Den eigenen Ethnozentrismus sollte man übrigens immer kritisch hinterfragen :-)
ja, den meine ich. An der Theorie könnte was dran sein. Irgend einen Grund muss es ja haben, dass irgendwelche Eingeborene auf einsamen Inseln noch so leben, wie vor 11.000 Jahren, während die Menschen aus jenen Gebieten, wo damals Ackerbau und Viehzucht erfunden wurden, die Welt eroberten.
Da könnte was dran sein. Getreide macht dick und träge.
Irgendwo in uralten Aufzeichnungen aus dem römischen Reich gibt es Hinweise, dass sich die Germanen damals wunderten, dass die Römer, seit sie Getreide essen, nicht mehr die gefürchteten Krieger wären.
Bitte recherchieren Sie genauer. Ntürlich haben die Germanen neben der Viehzucht auch Ackerbau betrieben und diese Produkte vermutlich auch verzehrt. Neolithische Revolution und so.
Von den Römern wiederum ist bekannt, dass gerade die Gladiatoren extrem stärkereiche Nahrung bekamen. Ich persönlich brauche überhaupt keine "gefürchteten Krieger", mir reichen die Alltagsaggressionen völlig. Entwicklung einer Gesellschaft ist derart komplex, die Ernährung kann immer nur EINE Variable sein.
Lassen wirs gut sein? Bis zur nächsten Diskussion :)
Die Tomate kam in etwa zur gleichen Zeit nach Europa, ebenso die Kakaopflanze. Die Ananas 200 Jahre später. Dazwischen, aber erst nach der Katroffel kam der Tee. Die Banane dann vor ca. 150 Jahren. Die Kiwi vor weniger als 100 Jahren.
Ich nehme an, Sie glauben auch bei diesen Nahrungsmitteln, dass es sich um minderwertige Tiernahrung handelt?
Das "Welt erobern" durch die Europäer hat nix mit Fleisch zu tun, sondern eher mit Krankheiten und Ermordung der Bevölkerung diverser Regionen.
Die meisten "ermordeten" Leute in anderen Kontinenten kamen vermutlich durch Krankheiten um, die die Eindringlinge mitbrachten, gegen die sie selber aber längst immun waren. Der enge Kontakt zu den Haustieren könnte hier eine Rolle gespielt haben.
Natürlich haben die Eroberer schlimme Dinge getan. Die Frage ist nur, wieso waren Sie den Menschen auf anderen Kontinenten so überlegen? Hier kommen Haustiere ins Spiel.
Banane und Kiwi sind schöne Früchte. Für eine vollwertige Ernährung werden sie wohl nicht reichen. Auch eine gute gemachte Bratkartoffel ist etwas Gutes. Gut ist auch ein Eis und die Sacher-Torte.
Aber für die Gesundheit sind andere Dinge wichtig. Vor allem genug Eiweiß. Davon findet sich in Früchten zu wenig.
Erstens hatten Menschen in diesen alten Gesellschaften auch keine Lebenserwartung von 80 Jahren. Gesundheitliche Langzeitfolgen waren daher kein Selektionskriterium.
Zweitens wurde Verschiedenes gesammelt, Früchte (Obst ist gesund), Wurzeln (ist das keine Kohlehydratquelle), und Samen (Getreide ist eine Untergruppe davon). Der Fleischanteil variierte je nach Klima sehr stark. Generell Aussagen zu treffen wäre zumindest riskant.
Neben den USA und der WHO empfehlen alleine in Europa mehr als ein dutzend Länder bzw. Organisationen (wikipedia) die Ernährungspyramide, auch Österreich. Auch die Sonderkrankenhäuser für Stoffwechselerkrankungen arbeiten auf Grund dieser Pyramide.
Aber das sind alles Idioten, Sie wissen es besser!!
Fleischanteil variiert nach Klima. Ja eben. Ich rede eben von unseren Vorfahren hier im kühlen Mitteleuropa. Darüber hinaus gibt es noch weiter im Norden Menschen, bei denen fast immer Winter ist und die sich deshalb nur von Fleisch, vor allem Fisch ernähren. Eskimos fliegen nicht zweimal jährlich in den Süden um sich mit Gemüse und Obst einzudecken.
Darüber gibt es jede Menge Literatur. Aber man muss sie schon lesen wollen. Muss aber nicht sein. Ich bin ja eigentlich froh, dass die meisten Leute Fleisch für schädlich halten. Würden alle so viel Fleisch essen, wie ich, würde das Zeug sehr viel kosten.
Das dürfte auch ein Hintergrund für die Pyramide und die offiziellen Empfehlungen sein: Das Fleisch für die Wissenden übrig lassen.
Ich bin niemandes Jünger. Nicht mal im religiösen Sinne. Ich bin Atheist.
Aber ich lese viel und kenne auch das von Ihnen erwähnte Buch. Meine Schlüsse daraus musste ich schon selber ziehen. Es ist zwar einfacher, etwas nachzuplappern, beispielsweise die Empfehlungen irgendwelcher Ernährungsagenturen, aber nicht sehr gesund, wenn man nicht auf den eigenen Körper hören kann.
Wieso waren Sie denn 30 Jahre adipös wenn es eh so leicht ist? Wenn es doch sowieso keine situationsbedingten Faktoren gab, die Ihre Esssucht aufrechterhalten haben? Wollen Sie hier wirklich verkünden, dass Sie 3 Jahrzehnte lang einfach nur ein fauler Sack waren, der lieber zu McDonalds ging anstatt sich selbst kalorienärmere Nahrung zuzubereiten?
Wenn ja, dann Prost Mahlzeit, Ihr geringes Selbstwertgefühl stammt offenbar nicht aus der damaligen Zeit.
Ich kann nur auf mein eigenes Posting verweisen:
http://derstandard.at/plink/131... id23586149
Nein, ich habe immer gekämpft. Man kann aber nicht gewinnen, wenn man das Falsche macht.
Und nein, ich war in meinem Leben zweimal bei McD. Den Dreck bringe ich nicht 'runter, habe ich nie, nicht als Fast-nur-Fleisch-Fresser, nicht auf Diät, schon gar nicht jetzt.
Ich will es denjenigen Lesern, die mit Gewichtsproblemen kämpfen, leichter machen. Denn ich war überrascht, wie leicht es geht, wenn man es richtig macht. Und lasst euch nicht von so krankmachenden Theorien verwirren, wie sie z.B. 'Salz Burger' hier vertritt. Googled die Ernährungspyramide (BM für Gesundheit) und verfolgt diesen Weg der Erklärung.
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