Große Romy-Schneider-Retrospektive in Paris

4. November 2011, 12:01
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Unveröffentlichte Dokumente, Filmausschnitte und Familienandenken zu sehen

Paris - Knapp 30 Jahre nach ihrem Tod ist in Paris eine große Retrospektive zu Ehren Romy Schneiders (1938-1982) zu sehen. Bis zum 26. Februar 2012 werden im "Espace Landowski" in Boulogne-Billancourt, wo sich vormals die französischen Filmstudios befanden, bisher unveröffentlichte Dokumente, Archivbilder, Filmausschnitte, Fotos, Kleider, Juwelen und Familienandenken der österreichischen Schauspielerin ausgestellt.

"Es ist eine Hommage für ihre Grazie, für ihre Schönheit, für ein Leben mit Erfolgen, Leidenschaften, aber auch Dramen", sagte der Kurator der Ausstellung, Jean-Pierre Lavoignat und fügte hinzu: "Die Ausstellung vollzieht das Leben einer Schauspielerin nach, die das Herz der Zuschauer erobert und die Filmgeschichte des letzten Jahrhunderts geprägt hat. Sie spielte auch eine Rolle in der französisch-deutschen Aussöhnung."

Die Ausstellung vollzieht den ganzen Lebenslauf der aus Wien gebürtigen Rosemarie Magdalena Albach-Retty nach, deren Eltern Magda Schneider und Wolf Albach-Retty bereits erfolgreiche Schauspieler waren. Ihre Filmkarriere begann Romy auf Betreiben ihrer Mutter bereits mit 15 Jahren. Dank der "Sisi"-Trilogie (1955-1957) wurde die junge Schauspielerin bereits mit 20 ein international bekannter Star.

1958 lernte die Österreicherin bei Dreharbeiten Alain Delon kennen. Ihre Liebesgeschichte mit dem Franzosen veranlasste sie dazu, nach Paris zu übersiedeln. Von da an begann sie mit großen Regisseuren wie Luchino Visconti, Bertrand Tavernier, Claude Sautet und Jacques Deray zusammen zu arbeiten. Ihre Beziehung mit Delon endete 1964. Der Tod ihres Sohnes David im Alter von nur 14 Jahren stürzte sie in eine tiefe und anhaltende Depression. 1982 starb sie - offiziell an einer Herzattacke, wenngleich viele vermuteten, dass es sich um einen Selbstmord handelte. (APA)

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