Tepco bekommt 8,4 Milliarden Euro für Entschädigungen

4. November 2011, 11:33
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AKW-Betreiber hat im ersten Halbjahr 2011 Verlust von 5,7 Milliarden Euro gemacht

Tokio - Japans Regierung hat dem Atomkraftwerksbetreiber Tepco umgerechnet knapp 8,4 Milliarden Euro zur Zahlung von Entschädigungen an die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima bewilligt. Im Gegenzug werde das nach dem Unglück schwer angeschlagene Unternehmen Restrukturierungsmaßnahmen einleiten, um seine Kosten zu senken, sagte Konzernchef Toshio Nishizawa am Freitag nach einem Gespräch mit dem japanischen Wirtschaftsminister Yukio Edano. Zugleich teilte Tepco mit, im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen Verlust von umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro eingefahren zu haben.

Das Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans war am 11. März durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden. Durch die Katastrophen starben rund 20.000 Menschen oder wurden als vermisst gemeldet. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete um Fukushima verlassen. (APA)

  • Ein Polizist mit einer Schutzmaske vor dem Hauptquartier der Tokyo Electric Power Co (Tepco) in Tokio am 6. April 2011.
    foto: epa/franck robichon

    Ein Polizist mit einer Schutzmaske vor dem Hauptquartier der Tokyo Electric Power Co (Tepco) in Tokio am 6. April 2011.

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