Funktionstüchtig

GNOME Shell läuft künftig auch ohne Hardware-3D-Support

Andreas Proschofsky, 4. November 2011, 12:00
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    grafik: red hat

    Mit Fedora 17 soll die GNOME Shell von Haus aus auch in einer virtuellen Maschinen laufen - und zwar selbst mit dem eigenen virt-manager und KVM. Bisher ist dies nur bei Virtualbox möglich, und dort auch nur mithilfe der nachträglichen Installation spezieller Treiber.

Soll bereits mit Fedora 17 auch über Software-Rendering nutzbar sein - Zahlreiche Optimierungen quer durch das ganze System

In wenigen Tagen soll mit Fedora 16 eine neue Version der maßgeblich von Red Hat entwickelten Community-Distribution veröffentlicht werden. Doch während manche EntwicklerInnen dem Ganzen noch den letzten Stabilitätsschliff verpassen, arbeiten andere schon eifrig an der nächsten Generation der Software. Und dies mit durchaus interessanten Ergebnissen: Wie Red-Hat-Entwickler Adam Jackson in einem Mailing-Listen-Eintrag verrät, soll die GNOME Shell künftig auch ohne die bisweilen nötige Hardware-3D-Unterstützung laufen.

Rendering

Möglich wird dies durch aktuelle Entwicklungen an der LLVMpipe, einer Software-Rendering-Lösung, die zuletzt vor allem von Google (für deren Chromebooks) und Red Hat selbst vorangetrieben wurde. Damit soll sich die GNOME Shell auch auf Systemen nutzen lassen, bei denen die Grafiktreiber keine 3D-Beschleunigung liefern. Mit einem Screenshot demonstriert man denn auch den Einsatz eines vollständigen GNOME3-Desktops in einer virtualisierten KVM-Umgebung.

Performance

Jackson betont dabei, dass bis zur Freigabe des kommenden Fedora 17 noch einiges an Performance-Optimierungsarbeiten anstehen. Diese sollen so ziemlich alle Bereiche der relevanten Infrastruktur durchziehen, vom Kernel über die 3D-Bibliothek Mesa, den Grafikserver X.org bis zum GNOME selbst. So könnte etwa der Fenstermanager Mutter künftig beim Einsatz der LLVMpipe diverse berechnungsintensive Effekte - wie Schatten - abschalten. Die aktuelle Planung für all diese Unterfangen fasst man auf einer eigenen Feature-Seite zusammen.

Start

Langfristig hofft man damit den bisher für ältere Systeme oder virtuelle Maschinen vorgesehenen Fallback-Modus von GNOME3 gänzlich ablösen zu können, womit die User-Experience auf allen Geräten wieder vereinheitlicht würde. Die ersten Änderungen, die all dies ermöglichen, sollen schon in den kommenden Tagen in den Fedora-Entwicklungszweig Rawhide einfließen. (apo, derStandard.at, 04.11.11)

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Posting 1 bis 25 von 61
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Scy Borg
00
9.11.2011, 01:33

Süße Katze, das Linux muss ich kaufen!

Schionatulander
11
5.11.2011, 21:30

Viel wichtiger sind die für Linux Mint 12 diesen November angekündigten Neuerungen!

jabbathehut
01
5.11.2011, 14:25

Da man in Foren leicht ein verzerrtes Bild bekommen kann ( da negativ-Meinungen überrepräsentiert sind), will ich hiermit zu Buche geben, dass ich persönlich von der Gnome-Shell ziemlich begeistert bin. Ich vermisse Gnome2 nach 7 Jahren als Haupt-DE kein bisschen.
Für mich ist GS schon jetzt besser als es Gnome 2 mit Panel + Menu jemals war.
Ich finde Programme, Dokumente und Kontakte schneller, das Workspace-handling hat einen richtigen Satz vorwärts gemacht und vor allem auch Programm-Switching via Alt-Tab ist hat sich deutlich verbessert.

Grüße, ein zufriedener GS Nutzer ;)

F. Ritzl
00
5.11.2011, 05:38
was mich wieder zur Frage führt: xfce od. lxde

im Zweifel werd' ich wohl beides probieren ...

jabbathehut
00
5.11.2011, 14:18

was genau an diesem Artikel bewägt dich zu dieser Frage?

F. Ritzl
00
5.11.2011, 16:36

Das Forum darunter bzw. der Umstand, daß ich Gnome 3 probiert hab' und es _mir_ einfach keine Vorteile, sondern lediglich die Mühlsal des Umlernens bringt und ich davon ausgehe, daß einen Artikel über Gnome 3 auch solche Leute lesen, die meiner Meinung sind und meine Frage eventuell beantworten könnten.

"bewegen" schreibt man übrigens nicht mit "ä" - oder ist das wieder eine Blüte der neuen Rechtschreibung??

Darvon
00
7.11.2011, 23:44
Interessant

Obwohl Sie natürlich das Recht haben, die Desktopumgebung zu verwenden die ihnen gefällt, find ich doch eines interessant: Dass von Ihnen, und generell vielen kritischen Stimmen gegenüber GS das Umlernen als "mühselig" und "nicht lohnend" bewertet wird. Interessant deswegen, weil bei der Überzeugung von Windows-Usern, die Aussage "Hab keine Angst umzulernen, es ist nicht so schlimm und es lohnt sich!" eine Standardaussage ist.
Obwohl ich Linux verwende, finde ich, dass es die Überzeugungskraft der Linuxgemeinde stark schmälert, wenn die Nachricht nach außen "Lernt um!" lautet, während es nach innen heißt: "Boah ne, das Alte war doch gut!"

F. Ritzl
00
8.11.2011, 05:38

"missionieren" tu' ich schon lang nicht mehr - jeder muß selbst draufkommen, was besser für ihn ist ;-)

jabbathehut
00
5.11.2011, 17:23

Hmm, meinte damit nicht bewegen, sondern die 3.person präsens von "bewogen" - hab aber keine ahnung, ob das stimmt :D

Darf ich fragen, wie lange du es versucht hast mit der GS? Für mich war's am Anfang nämlich auch etwas mühsam, das hat sich inzwischen allerdings ziemlich gelohnt!
Ansonsten will ich hier ja auch niemanden missionieren, sondern die Leute nur ermuntern, Neuentwicklungen eine faire Chance zu geben.

Aber sicher: XFCE ist auch eine tolle DE (ist allerdings schon 3 Jahre her, dass ich es getestet habe), LXDE hab ich neulich mal ausprobiert, da ich hier einen ziemlich alten Rechner rumstehen habe. Ist auch abgegangen wie eine Rakete, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, es mit einem 'runden' Desktp zu tun zu haben.

F. Ritzl
00
5.11.2011, 17:55

hab' auch keine Ahnung, wie man bewogen dekliniert ;-)

Gnome 3 hab' ich 1-2h probiert und dann eine ältere Version installiert. Wenn ich einen Rechner aufsetz', dann tu ich das meist, weil's grad nötig ist und da hab' ich keine Lust, mich mit was herumzuspielen, das mMn. grad verschlimmbessert worden ist.

Genau genommen brauch ich nur eine Leiste unten mit den Programmen, die ich oft auf- und zumach (zB. tvtime), meinen System-Monitor, die grad offenen Fenster am aktuellen Workspace, die workspaces und die paar Anzeiger neben der Uhr und eben diese.

Das Startmenü verwend ich nie und das meistverwendete Werkzeug ist xterm (config-GUIs sind mir zuwider). Eigentlich brauch ich nur was, das mir meine Fensterl zeigt und unten eine Leiste hat.

Frorey Fire
00
16.11.2011, 15:36
XMonad kann ich wärmstens empfehlen

Hat zwar in der Grundausstattung keine Leiste zum Programmstarten, dafür aber eine Tastenkombination, wonach man es eintippen darf. ;-)
Ohne Tastenkombinationen geht (wörtlich) nichts, also ein, zwei Stunden Lernaufwand muss man schon rechnen, aber dafür macht er dann aber genau das, was man will. Zum Beispiel immer den vorhandenen Platz optimal ausnutzen. Gerade für Konsolenarbeiter ein Segen.

denkender Mensch
01
5.11.2011, 09:55

Ich hatte mir die Frage bereits gestellt und beides probiert. Bin jetzt bei XFCE, weil dieses doch ein bisserl hübscher und besser an meine Bedürfnisse anpassbar wirkt. LXDE allerdings hat mich damit begeistert, dass es wirklich extremst leichtgewichtig und daher schnell ist. Wobei auch XFCE auf halbwegs modernen Systemen nicht wirklich ins Gewicht fällt. Auf meinem Netbook läuft aktuell ein Debian-Minimal mit XFCE und ein paar Extras - braucht im Idle gerade mal 80MB Hauptspeicher.

F. Ritzl
00
5.11.2011, 10:16

danke!

Der geringere Speicherbedarf wär' ein Zusatznutzen, der aber für mich nicht ausschlaggebend wäre.

Zusatzfrage noch: Funkt Multi-Monitor-Support unter beiden klaglos, falls Du das in Verwendung hast?

denkender Mensch
01
5.11.2011, 13:30

Bin auf meinem Standrechner noch mit Maverick+Gnome2 unterwegs und hab daher noch keine Erfahrungen mit Dualscreen-Setups unter XFCE und LXDE. Bei XFCE hab ich mich diesbezüglich schon ein bisserl informiert und es scheint, als würde die GUI nur das Klonen der Bildschirme anbieten. Mit xrandr/arandr oder xconf (dem XFCE-Konfigurationstool) lässt sich aber offenbar relativ einfach ein Dualscreen-Setup einrichten: http://forum.ubuntuusers.de/post/2794635/

Für XFCE empfehle ich übrigens die Installation der XFCE-Goodies (unter Xubuntu glaub ich eh standardmäßig installiert, wobei das halt allgemein aufgeblähter ist als es sein müsste), die einige nette Panel-Applets und auch sonst ein paar nützliche Dinge zu bieten haben.

mukl
00
5.11.2011, 10:46

das kommt auch auf die hardware an.

aber die monitore (bzw. screens) werden ja von X verwaltet (randr), daher sollte das nicht von der DE abhängen.

unter lxde gibts als GUI lxrandr.

F. Ritzl
00
5.11.2011, 11:45

ja, danke - hab' ich mir eh so gedacht. Von der HW her funkts bei mir unter Gnome 2.x problemlos ...

mukl
00
6.11.2011, 14:53

wenn du wirklich was leichtgewichtiges suchst, würd ich dir archlinux als distribution empfehlen.

zumindest gibt es in der wiki und im forum einiges zu dem thema. zB software-vorschläge für alle möglichen zwecke.

WeltEnSTurm
00
4.11.2011, 23:20

Hat jemand eine Ahnung wo ich einen Grafikkartentreiber herbekomme, auf dem mindestens OpenGL 3.3 unterstützt wird, und wenn möglich mehrere Grafikkarten understützt, oder wenigstens nicht mit anderen inteferiert (aka Catalyst.. ja, ich hab ne Ati :c)?

aceFruchtsaft
00
4.11.2011, 23:28

Was ist leicht das Problem mit Catalyst?

WeltEnSTurm
00
4.11.2011, 23:46

Ich kann nicht so ohne weiteres meine externe Festplatte (auf der Linux installiert ist) an einen anderen Computer anhängen und dort starten, ohne Catalyst zu deaktivieren. Außerdem habe ich in Gnome 3 entweder VSync-Probleme oder eine niedrige Shell-Framerate, je nach Einstellungen.

Waldi Möter
00
5.11.2011, 14:32

heißt wohl warten auf einen besseren kathalysten ^^ da tut sich glaub ich eh was und die gnomeshell ist ja auch sehr neu.

[[Object alloc] init];
 
12
4.11.2011, 20:36
APO Artikel bitte kennzeichnen!

möchte keinen verpassen :)

Waldi Möter
01
4.11.2011, 17:32

Also naja für ältere systeme? LLVMpipe muss da schon noch performanter werden!!!
http://www.phoronix.com/scan.php?... ozer&num=2

Es geht wohl eher darum ein art fallback mode zu haben / eine grafische oberfläche zu haben wenn die graka nicht mehr will kaputt ist oder der treiber nicht mehr funktioniert.
Und hauptsächlich darum sich die Arbeit zu spaaren den fallbackmode zu warten.

denkender Mensch
00
5.11.2011, 09:57

Wenn die GraKa kaputt ist werdens nichtmal eine Shell zum laufen bringen.

Waldi Möter
00
5.11.2011, 13:32

naja es gibt grakas die langsam sterben und sich der to bei 3danwendungen ankündigt

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