Präsident will Homosexualität "niemals" legalisieren

4. November 2011, 09:26
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Großbritanniens Premier Cameron droht Hilfsprogramme in Ghana zu kürzen, wenn die Rechte von Homosexuellen nicht anerkannt werden

Accra - Ghanas Präsident John Atta-Mills wird Homosexualität nach eigenen Angaben "niemals" in seinem Land legalisieren. Er erklärte am Mittwoch vor JournalistInnen, er werde eine Legalisierung weder in Gang bringen noch unterstützen. Der britische Premier David Cameron hatte am Sonntag auf dem Commonwealth-Treffen im australischen Perth gedroht, Ländern die Hilfen zu kürzen, wenn sie die Rechte Homosexueller nicht anerkennen.

Atta-Mills sagte an Cameron gewandt, er habe nicht das Recht, anderen Ländern zu diktieren, was sie zu tun hätten, vor allem wenn sich die Normen und Ideale sehr unterschieden. Unterstützung aus dem Ausland schätze er, aber eine an Bedingungen geknüpfte Hilfe werde er nicht akzeptieren.

Großbritannien ist eines der Haupt-Geberländer für Ghana. Das afrikanische Land ist eine ehemalige britische Kolonie und wird oft als Beispiel für Demokratie in Afrika angeführt. (APA)

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    Der Präsident von Ghana, John Atta-Mills, will auf Druck des britischen Premiers David Cameron, Homosexualität nicht legalisieren.

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