"iOS-ification"

Mac App Store: Apple verschärft Vorschriften für Anwendungen

Andreas Proschofsky, 4. November 2011, 09:34
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    grafik: apple

    Der Mac App Store legt ab März deutlich höhere Anforderungen an neu aufgenommene Programme.

Müssen künftig wie bei iOS "Sandboxing" verwenden - Bessere Sicherheit, weniger Möglichkeiten

Wie Apple in einer kurzen Mitteilung auf seiner Webseite verkündet, will man künftig erheblich schärfere Regeln für die Aufnahme von Anwendungen in den Mac App Store anlegen. So müssen alle ab dem 1. März 2012 eingereichten Programme "Sandboxing" implementieren, eine Methode, die man sonst vor allem aus der mobilen Softwarewelt gewohnt ist.

Sicherheit

Apple argumentiert diesen Schritt mit Sicherheitsüberlegungen: Anwendungen, die in einer "Sandbox" laufen, sind strikt vom restlichen System getrennt, können also selbst rein theoretisch weniger Schaden anrichten als "normale" Desktop-Programme. Zudem wird auch das Ausspionieren von lokalen Daten - etwa anderer Anwendungen - weitgehend unmöglich gemacht.

Anfragen

Freilich kennt das Ganze auch eine Kehrseite, wird der Zugriff auf Systemressourcen - etwa Hardwarefunktionen wie Kamera oder USB-Ports - doch auf gewisse strikt von Apple vorgegebene Wege beschränkt. Die EntwicklerInnen müssen beim Antrag zur Aufnahme in den Mac App Store dann für jede dieser angefragten Berechtigungen explizit ausführen, warum sie diese benötigen.

Einschränkungen

Das Problem dabei: Bei weitem nicht alles, was ein aktueller Mac so an Funktionalität bietet, ist auch über solche Berechtigungen zu regeln, die Anwendungen werden also zum Teil signifikant in ihren Möglichkeiten beschränkt. Und genau dies trifft natürlich bei weitem nicht bei allen Mac-EntwicklerInnen auf Begeisterung: So zählt  etwa Conduit-Entwickler Pauli Olavi Ojala in einem Blog-Eintrag eine ganze Reihe von Funktionen auf, die sich auf diesem Weg nicht mehr bewerkstelligen lassen.

Keine Plugins mehr

Wer etwa Zugriff auf Firewire, Thunderbolt oder Bluetooth benötigt, hat schlicht Pech gehabt - nur USB lässt sich derzeit auf diesem Weg ansprechen. Das Anlegen von Screenshots sei ebenso unmöglich wie das automatische Speichern von Dateien auf einem Netzlaufwerk. Auch bedeute Sandboxing das Ende generelle Ende für Plugin-Systeme.

Apple selbst

Insofern bleibt übrigens auch abzuwarten, wie Apple künftig mit eigenen Anwendungen in dieser Hinsicht umgehen wird. Zahlreiche der derzeit über den Mac App Store vertriebenen Programme wie Final Cut Pro oder Aperture erfüllen die neuen Vorschriften nämlich bislang nicht.

Jenseits des App Stores

Anzumerken gilt es, dass es natürlich allen externen EntwicklerInnen weiterhin frei steht, ihre Programme auf konventionellem Weg - also jenseits des Mac App Stores - zu vertreiben. Dadurch gelten dann auch die neuen Sandboxing-Einschränkungen nicht. Zumindest derzeit kommuniziert Apple ja, dass man - im Gegensatz zu iOS - keinerlei Pläne hat, die Softwareinstallation jenseits des Mac App Stores zu unterbinden. (apo, derStandard.at, 04.11.11)

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Posting 1 bis 25 von 99
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Peter W1
 
30
7.11.2011, 04:14

Apple sollte vielmehr mal den AppStore für Anfänger verwendbar machen.

Nirgendwo gibt es Filme zu den Programmen oder Spielen. Ein paar Bilder (als ob wir wieder in den 90ern wären, wo filme als Erläuterung aus Bandbreitegründen nicht möglich waren :) ) und das wars schon wieder.

Nirgendwo hast du Demos um auszuitesten, ob das Programm deinen Vorstellungen entspricht. Hin und wieder gibt es Lightversionen, die dann aber nur einen Bruchteil der Funktionen offenbaren und damit als Test für die Vollversion unbrauchbar sind.

Und letztendlich gibt es nicht einmal bei den Spielen oder anderen ressourcenanfordernten Applikationen die Hardwaremindestvoraussetzungen überall.

Aktuell ist das ein einziges Desaster,das für niemanden verwendbar ist.

Sir Harry....
01
6.11.2011, 18:08
Apple hat bis jetzt wegen vergleichsweise geringer Verbreitung von MacOS wenig Probleme mit "Schädlingen"

Jetzt sind sie mit der Tatsache konfrontiert, dass auch ihre Rechner angegriffen werden. Ich kann mir vorstellen, dass man sich bei Apple der Tatsache bewusst ist, dass MacOS nicht schlagartig "abgesichert" werden kann.

Ich bin mir sicher, sie wollen mit dieser Maßnahme zumindest die kleinsten Probleme abfangen.

Und für den "gemeinen Benutzer" wird sich folgendes Bild bieten: App aus dem AppStore - keine Probleme, App "irgendwoher" - pfui, nicht sicher...

Dass schon auferlegten Restriktionen an sich schon die Gefahren reduzieren wird der "gemeine" gar nicht mitkriegen.

Also, bravo Apple: wieder mal zwei Fliegen mit einer Klappe.

Microsoft ist echt blöd im Vergleich zu Apple...

Peter W1
 
21
7.11.2011, 04:09

Das hat damit rein gar nichts zu tun. Sansdboxing ist genuaso umgehbar.

Sicherheit kann Apple nur schaffen, wenn sie endlcih mal ein System rausbringen, dass sie selbst im Griff haben. MacOS 10.7 ist sicherheitstechnisch schlechter als das Security-Desaster Win XP aufgestellt.

Da hilft dir Sandboxing überhaupt nichts, weil es Dutzende Lücken hat.

Apple will einfach nur den Mitbewerb zerstören. Das ist alles.

pnoid
01
5.11.2011, 18:53
Es gibt nur eine Alternative!

UBUNTU 11.10 !
Wenn ich mir diese Werbung hier erlauben darf! 8)

(°)(°)
11
5.11.2011, 21:29
Klar!

Die älteren laptops aller meiner Bekannten sind schon Ubuntifizert.
Nur für mich behalte ich mir OSX für mein Macbook Air vor.

lanigirO
00
5.11.2011, 14:28
Apple soll ruhig Appstore-fremde Software verbieten

und Sandboxing einführen!
ABER: Es muss dann eine Einstellung geben, dass man diesen "Sicherheitsmodus" abschalten kann! Dies wäre die offenste und freiste Lösung, weil man so selbst entscheiden kann, wie viel Freiheit* (eig. Bewegungsspielraum) oder Sicherheit man will!

*Ad Freiheit: Für viele User ist es nicht wichtig, alles mit einem Computer machen zu können, was möglich ist! Viele wollen einfach nur ihre Arbeit erledigen, einen Film anschauen und etwas im Internet surfen etc.! Freiheit wäre in diesem Fall, sich nicht über Dinge wie Sicherheit oder Softwareinstallation Gedanken machen zu müssen!
Es trifft darüber hinaus eh jeder selbst die Entscheidung, welches System er benutzen will, von daher ist jedes System gleich frei!

horli
04
5.11.2011, 18:18
Definition von Freiheit

Wikipedia:
"Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts."

Es geht nicht darum ob einer alles was möglich ist tatsächlich machen will, sondern ob er selbst entscheiden kann.

Auch wenn ich nicht in die Antarktis auf Urlaub fahren möchte, so möchte ich doch die Freiheit haben dorthin zu reisen und von niemanden darin eingeschränkt werden!

Die Freiheit ist ein universeller, höherer, humanistischer Wert und wertvoller als der praktische Nutzen eines Gerätes.

Erwin Wolfram
00
5.11.2011, 13:07
uebersetzung

ist unser akku fuer euch nicht gut, aergern wir euch bis aufs blut.

Systemanalytiker
02
5.11.2011, 12:36
Diese Vorgangsweise zeigt die Nachteile der AppStores auf

Es steigt die Zahl der Skeptiker gegenüber diesen "AppStores". Zwang, Kontrolle und Beschneidung der Freiheit.

Über 25 Jahr PC-Zeit und wir alle sind ohne diese AppStores gut ausgekommen.

Die Programmierer und Unternehmer werden jetzt über diese ZwangsAppStores gegängelt und geknebelt.

Apple ist für mich erledigt. Microsoft noch nicht.

(°)(°)
00
5.11.2011, 21:32
Erstmals

haben freie Programmier über den Appstore die Möglichkeit Geld in einer zentralen Vertriebsplattform zu verdienen.

Macht vielen weit mehr Spass als viele Stunden täglich als Angestellte zu arbeiten.

horli
01
6.11.2011, 07:24
"pereat", er sei des Todes!

Solange es dem Diktator nicht aus irgendwelchen willkürlichen Gründen gelüstet die eigene mühsam programmierte Anwendungen mit einem Daumen nach unten sofort sterben zu lassen.

Kate Austen
00
5.11.2011, 09:47
mir wäre ein 4k Full-HD Display samt 7.1 DTS HD wichtig auf meinem Handy

dann könntma bei den meisten Apps wenigstens gar nichts mehr lesen aber alles in Surround hören...

awsd
00
7.11.2011, 10:54

4k oder fullHD? was jetzt?

Cynicism
00
4.11.2011, 23:58
Klingt gut.

:)

Max Merlin
20
4.11.2011, 23:27
in Memoriam Steven Jobs

Möge sein Geist noch länger über Apple schweben, bevor es in Mittelmäßigkeit versinkt - https://sites.google.com/site/maus... dergrosse/

minor differences part 4
01
4.11.2011, 22:09

Zumindest derzeit kommuniziert Apple ja, dass man - im Gegensatz zu iOS - keinerlei Pläne hat, die Softwareinstallation jenseits des Mac App Stores zu unterbinden.

HAHAHA

Walter J. Ferstl
00
12.11.2011, 09:37
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."

Sonstwer
00
4.11.2011, 22:28
würden sie das ändern

wäre es das Ende von OS X

und kaum jemand würde das zugehörige Update installieren

Vielleicht wird das aber in Zukunft passieren, dann aber mit gesponserten Macs die viel billiger sind als normal

horli
33
5.11.2011, 07:25
Gewöhnungsphase

Man muss das Volk ein wenig an die Unfreiheit gewöhnen, dann empfindet es es nicht mehr als solche, sondern als Normalzustand.

Unkritische, dumme, willfährige Konsumenten sind nicht in der Lage das schmutzige Machtspiel zu durchschauen (offenbar).
Daher ist es nur eine Frage der Zeit bis OSX auch ein Narrengefängnis ist.

Sonstwer
01
4.11.2011, 21:38
Sandboxing

sichert schlecht oder unsicher programmierte Programme ein wenig davor ab dem System zu Schaden indem die Sicherheitslücken viel schwieriger auszunutzen sind
(idealerweise unmöglich, aber in der Praxis gibt es schon erfolgreiche Versuche aus Sandboxen auszubrechen)

Befürworte ich den Zwang im Appstore diese erhöhte Sicherheit zu benutzen?
Jaein.

Ja weil die erhöhte Sicherheit nicht schlecht ist,
ja weil der geringfügig höhere Verbrauch an Ressourcen durch den Sicherheitszuwachs zu rechtfertigen ist

Nein, wenn wichtige Schnittstellen nicht zur Verfügung stehen. Solange die nicht nachgereicht werden, könnten viele gute Programme aus dem Appstore fliegen

Makro 24/7
30
4.11.2011, 21:19

1984

Freebird
24
4.11.2011, 21:03

Soeben erschienen: Peter W1 neues Album "Living in a Sandbox", zum Download im StalinStore....

Peter W1
 
1512
4.11.2011, 16:01

An unsere weltfremden Sektenmitglieder:

Sandboxing auf PCs ist reiner Unfug. Das bringt kein Stück mehr an Sicherheit und ja, Software funktioniert bereits seit Jahrzehnten. Also vergesst den Unfug, weil ihr von Entwicklung einfach überhaupt keine Ahnung habt.

Der einzige wirkliche Hintergrund ist, dass Apple diese Richtlinien selbstverständlich nicht einhält (Apple apps halten bis heute die Bedingungen für den AppStore nicht ein und werden trotzdem im AppStore angeboten) und damit den Wettbewerb zurückdrängt. Weiters passiert das, was klar war: Der AppStore wird die einzige Plattform des Softwareangebotes auch am Mac.

Und wer das noch schönredet hasst das MacOS einfach, weil diese Entwicklung genauso wie beim iOS das Ende bedeutet.

Freebird
33
4.11.2011, 21:00

Sandboxed mind.

<!-- 42 -->
11
5.11.2011, 08:44
das wär mal ein treffender nick!

bitte beim nächsten wechsel nicht vergessen - liebe runkelrübe...

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