Neuer Boss

Chiphersteller AMD wirft 1.200 Angestellte raus

4. November 2011, 08:09

Rund 10 Prozent der Belegschaft müssen gehen - Eingespartes Geld soll reinvestiert werden

Der neue Chef des US-Chipherstellers AMD setzt die Axt an: Jeder zehnte der zuletzt rund 12.000 Mitarbeiter müsse gehen, teilte Rory Read am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale mit. Das eingesparte Geld von allein 118 Millionen Dollar (85 Mio. Euro) im kommenden Jahr will Read in die Entwicklung stromsparender Chips, in die Eroberung der Märkte der Schwellenländer und in das Cloud Computing stecken.

Konkurrenz

Der ehemalige Lenovo-Manager Read hatte seinen Job erst Ende August angetreten, nachdem der AMD-Verwaltungsrat über Monate nach einem Konzernchef gesucht hatte. Der Spitzenposten hat es in sich: Bei den PC-Prozessoren muss AMD mit der Übermacht des Branchenprimus Intel fertig werden; die Welt der Smartphones und Tablet-Computer wird vom britischen Chipdesigner ARM beherrscht.

Zentral

Dennoch hatte die früher verlustreiche AMD zuletzt Erfolge erzielen können und schrieb Quartal für Quartal schwarze Zahlen. Einer der Gründe war die Auslagerung der kostspieligen Produktion in eine eigene Firma namens Globalfoundries, an der neben AMD vor allem eine Investmentfirma des Emirats Abu Dhabi beteiligt ist. Ein wichtiger Standort von Globalfoundries ist Dresden. (APA)

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AMD

Kommentar posten
23 Postings
Funk1
00
5.11.2011, 12:18
hoffentlich in den USA!

also ich find mich super
01
5.11.2011, 01:51
warum schmeissen sich die unfähigen ....

und unzähligen konzernchfs nicht selbst raus? damit wäre amd mehr geholfen. natürlich auch mehr gespart

Bulldog
09
4.11.2011, 23:16
Faszinierend lernunfähig

so was wurde immer wieder versucht und hat den Firmen immer wieder geschadet - der Bonus für den Topmanager ist kurzfristig natürlich gestiegen.

wieder mal ein schöner Beweis, dass ein Großteil der Topmanager soziopathisch agiert

AMD R.I.P.

Prof. Vogel
00
4.11.2011, 21:55
Autsch

Waldi Möter
00
4.11.2011, 17:18

Eine sehr seltsame Auffassung von investieren.

Ich hoffe Rory Read weiß was er da macht, ich befürchte aber schlimmes :(

Mohl
 
00
4.11.2011, 16:11
Wie geht das bitte zusammen?

Siehe http://derstandard.at/131918142... ssoren-los

Po Polos
01
4.11.2011, 12:15

Schon mal daran gedacht, dass AMD vielleicht eine etwas aufgeblähte Belegschaft haben könnte?

Dr. Viktor Frankenstein
00
5.11.2011, 12:52
Aufgeblähte Belegschaft

Ja, im Grunde koennte es in einem Unternehmen nicht so schlecht sein die untersten 10% loszuwerden.

OpenSourcer
12
4.11.2011, 11:58
...Mitarbeiter = Kosten?

Seit wann sind Mitarbeiter denn Kosten? Ich für meinen Teil arbeite um Leistung zu erbringen die der Firma einen höheren Umsatz, ja ich lehne mich noch weiter hinaus, Gewinn verschafft!

...und wie kann es ein "Manager" rechtfertigen 10% der Belegschafft zu kündigen, obwohl das Unternehmen in den schwarzen Zahlen liegt?!

Wie will man den die neuen Märkte erschließen OHNE dem nötigen Personal und Fachleuten? Alles BULLSHIT

Arne Karlsson
08
4.11.2011, 12:16
Ganz einfach...

Dein Gehalt = Kosten

Deine Leistung kann:

- von anderen mitübernommen werden und Deine Kosten zu 100% eingespart werden

- von billigeren Arbeitskräften, z.B. in Indien erledigt werden

Dass das nicht sauber funktioniert, weil die anderen Mitarbeiter irgendwann zusammenbrechen oder die Inder aufwändig betreut werden müssen steht auf einem anderne Blatt. Hauptsache ist, kurzfristig mehr Gewinn mit weniger eigenen Köpfen zu machen - das ist das Massstab, der für den Bonus des Managers zählt. Bis der Laden kracht ist er längst woanders

Arne Karlsson
00
4.11.2011, 12:11
Ganz einfach...

Neuer Nick neues Glück
03
4.11.2011, 11:04

Ich find's toll, dass solche Spitzenkräfte immer ausgesprochen kreative Lösungen bei der Hand haben.
Zumindest reichen die Zahlen meist von 5% - 10% der Belegschaft.

DaBurgamasta
00
4.11.2011, 10:42
ehemaliger Lenovo Billig Manager

der jetzt gleich mal auf Cloud und Entlassungen setzt.. schade um AMD..

Arne Karlsson
01
4.11.2011, 10:20
Toll!

Auslagerung der Produktion, Entlassung von 1200 Mitarbeitern trotz schwarzer Zahlen und dann erwarten, dass die Verbleibenden hochmotiviert weiterarbeiten und die Produkte weiterentwickeln.

scrollradl
 
01
4.11.2011, 10:53
na klar sind die verbliebenen jetzt besser motiviert

das war die peitsche - und nun hofft jeder auf das zuckerbrot
also ran in die riemen und das hamsterrad weiter drehen - jeder hat die chance im hamsterrad höher zu klettern

-(

_loquee
00
5.11.2011, 09:53
im hamsterrad höher klettern ...

man müsste dramatisch schneller strampeln.
Und die Hoffnung, dadurch für die verbliebenen Mitarbeiter bessere Aufstiegsmöglichkeiten zu bekommen, wage ich in diesem Fall zu bezweifeln.

Trotzdem müsste man sich, um ein Urteil über die Sinnvolligkeit der Maßnahmen fällen, genauer analysiert werden wo eingespart wird. Kann genausogut in einer obsoleten Sparte gemacht werden oder bei aufgeblähter Infrastruktur.

Die Frage ist ob tatsächlich um die eingesparte Summe mehr in Forschung investiert wird. Das würde ja dort wieder Areitsplätze schaffen.

Andreas Prucha
00
4.11.2011, 22:15

Eher unwahrscheinlich. Es wird eher das So-tun-als-wäre-man-motiviert und die interne Wadelbeisserei zunehmen.

Arne Karlsson
011
4.11.2011, 11:26
Na klar!

Ich arbeite in einem US Konzern (öst. Niederlassung), der diese Praktik seit 2008 verfolgt und kann ihnen sagen:

- Der Leistungsdruck ist unendlich angestiegen, die Arbeit der Entlassenen wurde auf die Verbliebenen aufgeteilt
- Sämtliche Zusatzleistungen wurden gekürzt/gestrichen (Boni, etc)
- Die freiwillige Fluktuation ist um 400% gestiegen
- Neue Mitarbeiter sind wieder weg noch bevor man sich die Namen merken kann
- Langjährige Mitarbeiter sind nur mehr hier weil sie die Abfertigung (altes Modell) nicht verlieren wollen
- Die Produktivität ist geringer denn je
- Die Motivation ist weg
- Die Zukunftsaussichten werden als beschissen empfunden
- Das Arbeitsklima wird nicht nur so empfunden, es ist so

Salz Burger
00
6.11.2011, 15:42

Was Sie hier beschreiben, sieht nicht gut aus. Die Firma hatte vermutlich vorher viel zu viele Mitarbeiter und muss jetzt sparen. Vielleicht ist auch das Geschäftsmodell nicht mehr ganz zeitgemäß und/oder neue Konkurrenz aufgetaucht.

Arne Karlsson
00
6.11.2011, 18:14
Nichts von alledem!

Die Firma war - global - über Jahre in den schwarzen Zahlen un dwurde gewinnbringend an ein sog. Konsortium verkauft. Jene Leite, die auch als "Heuschrecken" bekannt sind. Nun wollen die neuen Eigentümer schnellstmöglich den Kaufpreis (mehrere Mrd US$) wieder hereinbringen - das geht am einfachsten indem man das eigene Personal radikal kürzt und einen CEO anstellt, der einen mit 100Mio US$ dotierten 5 Jahresvertrag hat.

Dass die Qualität der Produkte immer schlechter wird, wird in Kauf genmommen - es muss nur 5 Jahre lang gut gehen, dann ist der wieder weg. Zurück bleibt ein Konstrukt, das seit Jahren mit sehr wenigen eigenen Mitarbeitern einen gigantischen Pro-Kopf-Gewinn einfährt und wiederum gewinnbringend verkauft werden kann.

Salz Burger
00
6.11.2011, 18:21

Interessant. Das gute Geschäft haben also die früheren Eigentümer gemacht. Und jetzt wird sich die Konkurrenz freuen.

Arne Karlsson
00
6.11.2011, 18:39
So sieht's aus - die fetten Jahre sind vorbei

immer mehr Kunden springen ab bzw. äußern deutlich Missfallen an den aktuellen Produkten, deren Qualität und deren Bedienbarkeit :-(

pick up artist - experte für genderfragen
02
4.11.2011, 09:56
McKinsey bei den Philharmonikern

http://www.mediakuss.de/5-tipps/3... insey.html

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