Ein Gegentor mehr, sonst ein Déjà-vu

3. November 2011, 23:24
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Meister aus Graz verliert beim RSC Anderlecht mit 0:3 - Spiel erinnerte frappant an das Hinspiel - Feldhofer ausgeschlossen, Hölzl verletzt

Anderlecht - Zwei Runden vor dem Ende der Gruppenphase steht Sturm Graz in der Fußball-Europa-League im Kampf um den Aufstieg auf fast verlorenem Posten. Am Donnerstag kassierte Österreichs Meister beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht eine 0:3-(0:1)-Niederlage und müsste daher nicht nur seine ausstehenden Partien gegen Lok Moskau (1. Dezember/auswärts) und AEK Athen (14. Dezember/heim) gewinnen, sondern auch auf einen Umfaller der Russen in deren letzten Spiel gegen Anderlecht hoffen.

Rund 1.300 Sturm Fans sorgten im Constant-Vanden-Stock-Stadion für gute Stimmung. Prompt setzte es für die Gäste durch das frühe Aus von Andreas Hölzl einen Dämpfer. Er musste mit einer Schulterverletzung (dritte Schulterluxation der Karriere) Patrick Wolf Platz machen. Auch wenn die Hausherren mehr vom Spiel hatten, wurden die auch offensiv ambitionierten Grazer trotzdem mehrmals gefährlich, etwa über Weber, der das Tor nur knapp verfehlte (10.) oder Wolf, der in der 20. Minute fast schon stümperhaft vergab.

Nach einer schwer bestraften Unachtsamkeiten fielen die Grazer aber in Rückstand. Suarez, der davor bereits eine größere Chance ausgelassen hatte, war Dudic enteilt und legte auf den Belgier Gillet ab und der traf aus vollem Lauf ins Eck (23.). Eine Ausgleichschance tat sich vor der Pause noch für Szabics auf. Der Ungar nahm einen Traumpass von Weber mit der Brust mit, brachte den Ball beim darauffolgenden Heber über den Keeper aber nicht im Tor unter.

Die Steirer waren bereits einmal mehr in dieser Seuchensaison ersatzgeschwächt angetreten. Besonders die Abwesenheit von Säumel war zu bemerken, auch wenn Ersatzmann Koch mit Dauer des Spiels ordentlich ins Spiel fand. Die Blackies beendeten die Partie nach Gelb-Rot für Ferdinand Feldhofer (58.) wie schon im Hinspiel vor zwei Wochen dann auch noch nur zu zehnt. Der Ausschluss des Innenverteidigers war allerdings durchaus hinterfragenswert, war der Argentinier Suarez doch schlicht in den bewegungslos dastehenden Steirer hineingelaufen.

Hatte nur kurz vor dem Ausschluss noch Weber nur knapp am Ausgleich vorbeigeschossen, war die Partie nun praktisch gelaufen. Die glanzlos spielenden Anderlechter setzten ohne größeren Aufwand noch zwei Tore drauf: Suarez (Kopfball, 74.) und De Sutter (1 gegen 1 mit dem Tormann, 81.) fetteten ihr Torkonto auf.

In der Gruppe L führt Anderlecht (12 Punkte) vor Lok Moskau (9). Sturm hält als Dritter so bei 3 Zählern, AEK Athen ist nach der 1:3-Niederlage gegen Lok weiterhin punktelos an vierter Stelle. (red/APA)

Fußball-Europa-League - Gruppe L, 4. Runde:

RSC Anderlecht - SK Sturm Graz 3:0 (1:0)

Brüssel, Constant-Vanden-Stock-Stadion, 16.000, SR Menashe Masiah (ISR)

Tore: 1:0 (23.) Gillet

2:0 (74.) Suarez

3:0 (81.) De Sutter

Anderlecht: Proto - Wasilewski, Kouyate, Juhasz, Safari - Marecek, Kljestan - Gillet (77. Kabasele), Fernando (67. Badibanga), Jovanovic (70. De Sutter) - Suarez

Sturm Graz: Cavlina - Ehrenreich, Feldhofer, Dudic, Klem - Hölzl (8. P. Wolf), Weber, Koch, Bukva - Szabics (78. Haas), Kienast (60. Pürcher)

Gelb-Rote Karte: Feldhofer (58./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: De Sutter, Wasilewski bzw. P. Wolf, Feldhofer, Bukva

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Suarez knallt in Feldhofer, Feldhofer fliegt vom Platz, Sturm verliert

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