Parlament droht ab 2016 "größere finanzielle Lücke"

3. November 2011, 19:14

Prammer kündigt Deckel für Sanierungskosten an

Wien - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) hat vor einer finanziellen Lücke im Budget des Hohen Hauses gewarnt. Dank Rücklagen könne man voraussichtlich noch bis zum Jahr 2015 mit den vorhandenen Ressourcen das Auslangen finden. Spätestens 2016, eventuell schon früher, erwartet sie aber "eine größere finanzielle Lücke", die es zu schließen gelte, sagte Prammer laut Parlamentskorrespondenz bei den Beratungen im Budgetausschuss des Nationalrats über das Parlamentsbudget 2012.

Bei der Vorbereitung der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes sei man nach wie vor im Zeitplan. Das Projekthandbuch steht ebenso kurz vor der Fertigstellung wie die Ausschreibung des Generalplaners. Wie ursprünglich beabsichtigt soll die Generalplanung Anfang 2012 ausgeschrieben werden. Ende 2013, Anfang 2014 steht dann voraussichtlich die Entscheidung über den Umfang der Sanierungsarbeiten an, so die Nationalratspräsidentin.

Deckel für Baukosten

Sie werde jedenfalls darauf achten, dass es einen Deckel für die Sanierungskosten geben und es zu keinen Kostenüberschreitungen kommen werde, so Prammer. Sollte sich etwas als teurer als geplant herausstellen, werde man in anderen Bereichen einsparen müssen. Als Ausweichquartier hat Prammer die Wirtschaftsuniversität Wien ins Auge gefasst, die Verhandlungen mit der Bundesimmobiliengesellschaft sind ihr zufolge aber noch im Laufen.

Prammer erneuerte zudem die Forderung nach der Einrichtung eines Budgetdienstes beim Nationalrat. Das sei deswegen notwendig, weil das Parlament im Zuge der Einführung des neuen Haushaltsrechts Kompetenzen abgegeben und mehr Verantwortung an die Minister übertragen habe. Im Gegenzug sei eine strengere Budgetkontrolle durch die Abgeordneten vereinbart worden. Allerdings brauche es dazu zusätzlicher Planstellen im Hohen Haus. Prammer hofft, bis spätestens 2013 die notwendigen Ressourcen für den Vollausbau des Budgetdienstes bereitstellen zu können.

Mehr wissenschaftliche Expertisen

Prammer teilte weiters mit, dass sich das Parlament künftig verstärkt wissenschaftlicher Expertisen bedienen wolle. Österreich sei hier im internationalen Vergleich Schlusslicht, meinte sie. In einem ersten Projekt soll es um Wissenszukauf in den Bereichen Außenpolitik, Verteidigungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit gehen, wobei Prammer zufolge derzeit gemeinsam mit der Finanzprokuratur an der Ausschreibung gearbeitet werde. Sie erwartet sich davon eine neue Qualität des Parlamentarismus.

Die geplante neue EU-Informationsdatenbank könnte nach Darstellung Prammers in rund einem Jahr zur Verfügung stehen. Derzeit sei man dabei, Markterkundungen durchzuführen, wobei noch nicht abschätzbar ist, ob es bereits geeignete Software gibt oder ob diese neu entwickelt werden muss. (APA)

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17 Postings
Kleinhirn
00
4.11.2011, 16:31

Es werden noch Wetten angenommen um wieviel Prozent das Bau Budget überschritten wird.

Quoten:
Weniger als 200% 1:1000
> 200% u. weniger als 300% 1:500
> 300% u. weniger als 400% 1:100
> 400% u. weniger als 500% 1:50
> 500% 1:1

Toto Wien
00
4.11.2011, 15:55
Bitte saniert endlich das Parlament und zwar die

große Lösung und alles auf einmal. Es kann nicht sein, dass ein so wichtiges Zeichen der österreichischen Demokratie verfallen lassen wird, nur weil sich die FPÖ und das BZÖ Wählerstimmen dadurch erhoffen. Und es ist genauso peinlich, dass sich ÖVP und SPÖ davon beeindrucken lassen..

slow motion
00
15.11.2011, 11:26
Wieso ?

Ich habe mich im etwas heruntergekommen, überalterten Parlament immer irgendwie heimisch gefühlt.

Erika Rothen
20
4.11.2011, 15:23
Die "finanziellen Lücken" sind verschmezbar. Ungleich schlimmer

(und leider nicht behebbar) ist das gewaltige parlamentarische Schwarze Loch hinsichtlich des Intellekts und der Kompetenz der Schwachköpfe im "Hohen Haus".

Hochinteressant und vielversprechend finde ich ferner, dass Prammer ein entzückendes neues Modell zur Geldgewinnung entwickelt: bin gespannt, wieviele Steuermilllionen nun über "wissenschaftliche Expertisen" (ROFL) verhocheggert und verbirnbachert werden können...

01052004
00
4.11.2011, 13:38
"Prammer teilte weiters mit, dass sich das Parlament künftig verstärkt wissenschaftlicher Expertisen bedienen wolle"

dazu am besten DEN experten befragen: gio hahn in brüssel: der weiß, wie und wo gut kupfern ist...

Erika Rothen
00
4.11.2011, 15:25
Neinnein,

da sollen nur die Millionen für "Expertisen" alla Birnbacher nach Kärntner Modell "umverteilt" (aus dem Steuertopf in die Taschen der politischen Kleptokratie) werden.

sonne-licht
 
30
4.11.2011, 11:30
finanzielle lücken

um die parlamentarierer ihr sälar der nichtleistung zu bezahlen.

ich hoffe das dies schon früher passiert das vielleicht endlich mal am eigenen leib spüren, das für ihr geleistetes überbezahlt werden seit jahrzehnten!

wo war die wirtschaftlichkeit bzw. produktivität des paralments und ihrem anhängsel?

tramezzino
00
4.11.2011, 09:41
ach so

eh nur das parlament, ich dachte es geht um die republik...

parapente
00
4.11.2011, 08:08
Diese "Grössere, finanzielle Lücke"

ist doch schon längst hier!

Selbständiger
20
4.11.2011, 07:05
Abbruch des

Parteimarionettentheaters und Entlassung aller Abwinkparlamentarier. dann gibt es keine finanzielle Lücke. Für die aufgeführte Schmierenkomödie reicht eine Abwinkmarionette je Partei.

Walter Bimini
31
3.11.2011, 20:01
zwischen heute und 2016 liegt ein staatsbankrott

Toto Wien
00
4.11.2011, 15:59
Es gibt 194 Staaten auf der Erde, da wird sicher ein

Staatsbankrott bis 2016 passieren, da stimme ich ihnen voll und ganz zu. Wir können nur froh sein, dass wir in Österreich leben, da wird das sicher nicht passieren.

Walter Bimini
00
4.11.2011, 22:57
sicher? kommen sie sich nicht ein wenig lächerlich dabei vor?

Keyser
00
4.11.2011, 00:03

Und das Parlament wird auch einstürzen - weil man sich die Renovierung nicht leisten können wird. Die Kosten dürften dann bereits bei 1 Mrd. liegen. Falls es jemals dazu kommen sollte.

Erika Rothen
00
4.11.2011, 15:30
Die reinen Renovierungs- und Sanierungskosten

würden vermutlich einen 2-stelligen Millionenbetrag nicht übersteigen.

Was das Projekt so teuer macht, sind die unerlässlichen Kick-Back Zahlungen, "Part-of-the-game-Steuern", "Erfolgs"provisionen, etc.

01052004
21
4.11.2011, 13:42
und?

parlament in containerdorf an den stadtrand (qwas für schüler gut ist, geht auch für parlamentarier)

liegenschaft am ring sündteuer verkaufen an einen "immobilienentwickler", der an diesem geschichtsträchtigen und unübertroffen exklusiven platz ein wohnhausensemble hinknallt für die schönen und reichen...

jetzt in zeiten der budgetknappheit müssen alle ressourcen optimal eingesetzt werden...

Der Umrührer
30
3.11.2011, 22:22

Da pflichte ich die bei Walter und es wird dann auch keinen (T)Euro mehr geben.

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