Ein Dom als Gegenraum

3. November 2011, 18:29
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Ein schimmernder, überirdisch wirkender "Dom" auf der grünen Wiese: Kunst im öffentlichen Raum, die Autofahrer an- und innehalten lässt

Hart/Pischelsdorf - Eine alte, umfunktionierte Radarkuppel wurde in den vergangenen Wochen auf einem Rastplatz in der Oststeiermark zum Besuchermagneten. Dabei findet man in ihr nichts - außer von bernsteinfarbenem Licht durchdrungene Leere. Dom heißt diese neueste Intervention des Kulturvereins K.U.L.M., der im kommenden Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.

Aufgestellt wurde das frühere Radom, das Richard Frankenberger Mitte der 1990er-Jahre in Altenmarkt bei Fürstenfeld entdeckt hatte, im Oktober in Hart bei Pischelsdorf - und zwar als permanente künstlerische Intervention im öffentlichen Raum, die einen "Gegenraum" und eine "Gegenzeit" im ländlichen Umfeld symbolisiert.

"Seither herrscht ein Kommen und Gehen", freut sich Frankenberger. Der Flecken Land, auf dem das Objekt steht, ist künstlerisch schon seit 16 Jahren kein unberührter mehr. Damals stellte K.U.L.M. die "Kulturstiege" Nomadin des Festivals Steirischer Herbst auf, die sich nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom befindet.

Anfang 2012 wird die Kuppel mit einer Sound-Installation des Künstlers Winfried Ritsch bespielt.   (Colette M. Schmidt/ DER STANDARD, Printausgabe, 4.11.2011)

Dom, Rastplatz B54, Hart bei Pischelsdorf

  • Exradarkuppel "Dom" in der Oststeiermark.
    foto: k.u.l.m.

    Exradarkuppel "Dom" in der Oststeiermark.

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