Reaktionen

Kritik von Opposition und Wirtschaftskammer

3. November 2011, 16:04

FP und VP zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Studie und orten "Abzocke

Wien - Die Rathaus-Opposition hat am Donnerstag Kritik an der seitens der Stadt in Auftrag gegebenen Studie geübt, die eine Einführung des Parkpickerls in all jenen Wiener Bezirken nahelegt, in denen es bisher keine Gebühr für Stellplätze gibt. FPÖ und ÖVP zweifelten an der Glaubwürdigkeit der Daten und geißelten die rot-grüne Stadtregierung für ihre geplante "Abzocke". Die Wiener Wirtschaftskammer wiederum sorgt sich um die Unternehmer, die vor eine "unüberlegte Belastungsprobe" gestellt würden.

Laut FP-Verkehrssprecher Anton Mahdalik haben SPÖ und Grüne "die Studie bezahlt und - oh Wunder - das gewünschte Ergebnis auch geliefert bekommen". Für das Ziel, die Wiener Autofahrer in allen Bezirken auszusackeln, sei der Regierung "offenbar nichts zu blöd". Damit wolle man nur klaffende Budgetlöcher stopfen oder "Versorgungspöstchen" schaffen. Die Freiheitlichen forderten in einer Aussendung für Netzkartenbesitzer Gratisplätze in Park-and-Ride-Anlagen, bis durch einen Ausbau des Öffi-Netzes ein attraktives Angebot zum Umsteigen bereits vor der Stadtgrenze vorliege.

"Reine Abzocke"

VP-Landesgeschäftsführer Alfred Hoch bezeichnete die "grüne Studie" als "extrem unglaubwürdig". Sie sage über die tatsächlichen Auswirkungen einer Erweiterung des Parkpickerls wenig bis gar nichts aus. Parteikollege Roman Stiftner prophezeite eine "reine Abzocke" sowie "verärgerte Autofahrer, die trotzdem keinen Parkplatz finden". Vor der Ausweitung des Parkpickerls sollte einmal für eine ausreichende Anzahl leistbarer Parkgaragen gesorgt werden, forderten die Stadt-Schwarzen.

Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank wiederum kritisierte, dass eine Ausweitung der Pickerlzonen auf außerhalb des Gürtels Unternehmer hart treffen werde. 70 Prozent der Betriebe mit Transportbedarf bekämen bereits jetzt keine Parkkarte für die gebührenpflichtigen Bezirke. "Bevor ein Wiener Unternehmer nicht genauso schnell und einfach wie ein Anrainer eine Parkkarte vom Magistrat bekommt, ist die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung ohnehin illusorisch", ließ sie via Aussendung ausrichten. Zur Entlastung der Bezirke vom Pendlerverkehr kann sich Jank zeitlich eingeschränkte Kurzparkzonen an den Vormittagen vor sowie einen raschen Ausbau der Parkgaragen vorstellen.

Der grüne Verkehrssprecher Rüdiger Maresch betonte, dass der Vorwurf der "Grünen Autofeindlichkeit total ins Leere" gehe. Die Stellplatzsituation werde sich um 35 bis 40 Prozent entlasten: "Das bedeutet im Klartext, dass sich die autobesitzenden Bewohner die Parkplätze aussuchen werden können, statt wie bisher viel Zeit bei der Parkplatzsuche zu vergeuden." (APA)

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24 Postings
tiqui taca
10
23.11.2011, 14:00
wer hat die studie gemacht? ein/e volksschüler/in?

ich liefere meine waren zum versand mit einem pkw (umweltfreundlicher als mit dem lkw). ich kann daher nicht in ladezonen stehen (nur für lkw). jetzt habe ich dann zwei möglichkeiten: die 40 cent meinen kunden aufzuschlagen od.jedes mal mit dem lkw die pakete zum versand bringen. da frage ich mich wo dabei die umwelt geschützt wird? aber mit solchen fragen hat sich die studio "wie kann ich mit meinem fetten auto leichter einparken" sicher befasst ^^

Gerhard Schwarz6
 
00
25.11.2011, 02:19

Mir fällt keine Ladezone "nur für LKW" ein. Die Ladezonen sind für "Lastfahrzeuge", also auch für Kombis.

tiqui taca
00
25.11.2011, 09:57
es gibt genügend ladezonen mit entsprechenden zusatztafeln

Hudri Wudri
00
23.11.2011, 13:46
Ich wuesste allzu gern,

ob die Gebuehren zweckgebunden verwendet werden, wie z.B. der Bekaempfung von Feinstaub (war zuletzt ein Argument fuer die Gebuehrenerhoehung), Anlagen von mehr Gruenflaechen (stets ein Argument gegen parkende Autos) und Vervollstaendigung des Netzes der Oeffis (die zwingende Alternative zum Autofahren).

O5
01
16.11.2011, 19:53

Die FPÖ ist wirklich eine seltsame Partei. Wenn man deren Wortmeldungen ernst nähme müsste ALLES gratis sein. Dagegen ist ja sogar die SPÖ auf finanzielle Nachhaltigkeit bedacht. Es wär schön wenn mehr Wähler mal überreißen würden dass die ganzen blumigen Forderungen der FPÖ komplett unfinanzierbar wären.

Proconsul
00
5.11.2011, 01:54
Betriebe mit Transportbedarf

Wien 17., Geblergasse: es verparken buchstäblich Strossstange an Stossstange Klein-Lkws und Kastenwagen von diversen (bezirksfremden) Betrieben die Gassen, bzw, kreisen hier stundelang auf Parkplatzsuche!

Von den Pfuscher-Lkws (PL, BG, RO) mal ganz abgesehen....

lagrangian
20
4.11.2011, 11:11

endlich wieder ein paar sinnvolle statements aus der wiener politik.

nur der grünologe ganz unten träumt wieder von seinen warmen twinnis...

bloody-nine
 
22
4.11.2011, 11:04
FP und VP dagegen

dann passt die richtung

sainty1
00
7.11.2011, 15:41
ja ganz was neues

Karl Benemsi
04
3.11.2011, 22:01

"Vor der Ausweitung des Parkpickerls sollte einmal für eine ausreichende Anzahl leistbarer Parkgaragen gesorgt werden, forderten die Stadt-Schwarzen."
ist das nicht die partei, die immer vom sparen redet, wenns um soziales geht ?
aber für subventionierte parkgaragen soll natürlich geld da sein...

Etrillard
00
4.11.2011, 10:03

Ein Garagenplatz kostet in meiner Wohngegend zwischen 80,- und 120,- pro Monat. Falls das Parkpickerl kommt, werde ich mir dieses sicher kaufen und weiterhin genauso viel Platz an der Oberfläche verstellen wie vorher, weil das immer noch viel billiger kommt, als einen Garagenplatz zu nehmen. Insoferne hat dieser Mann eigentlich recht.

BraS
 
00
17.11.2011, 16:51

für die dem benötigtenn Stellplatz entsprechende Wohnfläche zahlens aber mehr als 80-120€, oder?

gawi
 
12
3.11.2011, 21:38
Wird dann in den Liesinger

Gewerbegebieten um die Brunner Straße interessant. Keine Anrainer aber ein Parkpickerl, in vielen Firmen Schichtarbeit, kaum öffentlicher Verkehr...
Da sitzen wieder mal die Bobos im 7. Bezirk in ihrem Elfenbeinturm und träumen von heißen Eislutschern.

BraS
 
01
17.11.2011, 16:52

dafür jede Menge Platz für riesige Mitarbeiterparkplätze.

OttotheBusdriver
11
4.11.2011, 11:40
Die dort betroffenen Leute (einfache Arbeitnehmer)

- haben die Grüninnen nie gewählt
- werden die Grüninnen nie wählen

sie sind somit nur als Experimentiersubjekte für grünen Politterror geeignet.
Die Bobos im 7. Bez, die mit ihrem SUV im Tiefgaragenplatz der Dachgeschoßwohnung, werden wohlmeinend nicken: "jaja, doch gut das was für die Ökoumwelt gemacht wird.."

Ha Tse-tung
00
3.11.2011, 21:51

In Liesing soll es das Parkpickerl auch nur um die U- und S-Bahnstationen geben.

gawi
 
00
3.11.2011, 22:01
Das ist diesem Artikel nicht zu entnehmen!

Hier ist die Rede von einer flächendeckenden Einführung und die ist, mit Verlaub, ein Unsinn sondergleichen.

BraS
 
01
17.11.2011, 16:53

dieser Artikel handelt ja auch nur vom Gesudere der Opposition.

Ha Tse-tung
02
4.11.2011, 14:28
Erst informieren, dann schimpfen!

http://www.wien.gv.at/verkehr/p... tudie.html

Elisa B
12
3.11.2011, 19:36
falsch Herr Maresch

wieder mal total daneben diese Idee. Solche Ideen können nur Doppeleinkommenkeinekindermenschen, eben diese Bobos haben. Wenn man am Stadtrand in Wien wohnt und Familie hat barucht man ein Auto, und warum soll man das nicht abstellen wo man will. Wir WinerInnen sind schon genug gestraft. Schaffts doch eine Stadteinfahrtsgebühr oder ein Parkpickerl für NichtwienerInnen!! Frechheit, Ihr vertreibts die wienerInnen und ruinierts die Stadt!

milleristi
00
18.11.2011, 20:18

Darf ich das als Aufforderung verstehen mein Auto das nächste mal wenn ich in der Vorstadt bin in ihrem Garten zu parken?

BraS
 
01
17.11.2011, 16:54

sie dürfens eh abstellen, wo sie wollen.
Es ist halt nicht gratis, und das ist gut so.

Ha Tse-tung
12
3.11.2011, 18:33
Und was hilft einem Lieferanten eine Garage??

Wenn ich jetzt zB. neue Möbel geliefert bekomm, stellt sich der Lieferant dann ich die nächste Garage? Irgendwie sind mir diese "Wirtschaftsvertreter" manchmal suspekt...

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