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Wien - Überlange Arbeitszeiten führen zu Schlafstörungen, Fehleranfälligkeit oder erhöhten Unfallraten, sagte Jasminka Godnic-Cvar, Leiterin des Instituts für Arbeitsmedizin an der MU Wien, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Personalmangel sei aber nur eine der möglichen Ursachen, denn viele Menschen seien von ihrem Job so begeistert, dass sie erst zu spät merken "dass das Gehirn eine Pause braucht", sagte Christine Klien, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin.
Regelmäßige Pausen könnten die gesundheitliche Situation der Arbeitnehmer verbessern. "Mehrere kürzere Pausen nach ungefähr zwei Stunden sind sinnvoller als eine lange", meinte Godnic-Cvar. Sie forderte eine "menschengerechte Gestaltung der Arbeitszeiten in den Spitälern", räumte aber ein, dass nicht nur Ärzte von dieser Überbelastung betroffen seien.
Problem "Abschalten"
Die Forderungen der Arbeitsmediziner sollen vor allem die Führungskräfte erreichen, denn sie müssen die Pausen während der Arbeitszeit zulassen. Die Mediziner fordern aber auch die Arbeitnehmer dazu auf, auf sich selbst zu achten, denn "für viele Menschen ist das Abschalten das große Problem", betonte Klien. Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten sei nämlich nicht nur positiv, sondern beeinträchtige auch das Privat- und Familienleben der Arbeitnehmer, gab Huber zu bedenken, und Klien ergänzte: "Die Menschen müssen auch ihre Freizeit planen können. Man kann nicht immer erreichbar sein."
Die Jahrestagung der Gesellschaft für Arbeitsmedizin, die heute, Donnerstag, in Wien beginnt, beschäftigt sich auch mit neuen Forschungsergebnissen zu den Grenzwerten krebserzeugender Arbeitsstoffe und thematisiert die Risiken, denen die Angestellten in der Gastronomie ausgesetzt sind. Neben den langen Arbeitszeiten haben diese nämlich auch mit der Belastung durch das Passivrauchen zu kämpfen. (APA)
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Aus der Pausenforschung wissen wir, daß selbstgewählte Pausen "immer" zu spät kommen, denn bis wir - trotz Konzentration auf die Arbeit - merken, daß wir eine Pause bräuchten, ist unsere Leistungsfähigkeit schon längst gesunken. Ab der 6.Arbeitsstunde brauchen wir ungleich mehr Zeit um den gleiche Erholeffekt zu erreichen, aber ich kenne keinen Betrieb der daraus die Konsequenzen zieht !
In Zeiten der Arbeitsverdichtung wäre es nötiger denn je, sich dem Phänomen Ermüdung in all seinen Facetten zu widmen. AM 10./11.November gibt es dazu ein super FGÖ-Seminar: Ergonomie und betriebliche Gesundheitsföderung googeln !!
...u. a. genau das zu thematisieren und durch die gesamte betriebliche Hierarchie zu sensibilisieren. Leider werden BGF's immer noch von der Chefetage und dem betrieblichem Fußvolk diametral unterschiedlich gesehen.
Und Chefs verwechseln gerne das Entfalten der Potenziale ihrer Mitarbeiter mit dem Ausbeuten ihrer Ressourcen. Motto: "Wer rastet, der kostet!"
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