Schulprojekt

Studenten sollen Migranten Lust auf Bildung machen

3. November 2011, 13:56

Kinderfreunde starten Pilot an zwei Standorten

Wien - Die Kinderfreunde starten an zwei Wiener Schulen ein Mentoring-Programm für Jugendliche mit Migrationshintergrund: Einen Nachmittag pro Woche werden mehr als 40 Schüler mit nicht-österreichischen Wurzeln ihre Freizeit mit Studenten verbringen. Auf dem Programm können dabei Ausflüge in den Stadtteil der Schüler, Besuche von Museen, Ausstellungen oder interessante Plätze in ganz Wien stehen. Ziel der über sieben Monate laufenden Initiative ist es, Kompetenzen und Bildungsmotivation der Schüler zu stärken, so die Kinderfreunde in einer Aussendung.

Die Studenten sollen den Kindern ohne Lern- und Leistungsdruck interessante Kultur- und Bildungseinrichtungen nähern bringen, so Projektleiter Günther Leeb von den Kinderfreunden. Auch ein reger Kontakt mit den Eltern oder Verwandten sei erwünscht und Teil des Programms, mit dem Ziel den Eltern die Bedeutung von Bildung als Schlüssel für zukünftige Lebenschancen zu vermitteln.

Die Initiative der Kinderfreunde ist Teil des EU-Projekts "Nightingale". Im Vorjahr fand die Premiere an einer Wiener Schule statt, davor wurde es in Linz bereits durch die dortige Pädagogische Hochschule (PH) durchgeführt. Insgesamt sind dreizehn Universitäten und Schulen in sieben europäischen Ländern am "Nightingale Project" beteiligt. In Wien nehmen die Volksschule in der Kleinen Sperlgasse in Wien-Leopoldstadt und die Neue Mittelschule Leipziger Platz in Wien-Brigittenau teil, die Studenten kommen von der Abteilung "Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache" vom Germanistik-Institut der Uni Wien.(APA)

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11 Postings
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01
9.11.2011, 14:45

bekommen die studenten dafür bezahlt? wenn ja, ist das projekt sinnvoll!! denn ansonsten wurde nur gratis abwicklung gemacht - von die inhalten, die über die jahre an die stadt wien oder den bund von interkulturellen vereinen herangetragen wurden, die dann immer hörten, kein geld - nicht umsetzbar! Ideenschutz gibts keinen. und die personen, die durch ihre ideen geld verdienen müssten, schauen durch die finger und finden sich oftmals am ams wieder.

eze eze
 
10
6.11.2011, 09:05

Fast 90% der MentorInnen in diesem Projekt sind weiblich - aber der Standard muss natürlich wieder einmal zur männlichen Form "Studenten" greifen. Auch bei den Schülern werden die Schülerinnen, die ebenso betreut werden, unterschlagen.
Als MentorInnen können sich (ab dem kommenden Semester wieder) übrigens auch Studierende anderer Fachrichtungen bewerben.

In Your Face - Again
00
4.11.2011, 17:08
Hoffentlich nehmen die die Schüler nicht mit auf die Unis, da vergeht denen nämlich der Spass am lernen.

In der Schule hat wenigstens jeder seinen eigenen Sesselplatz.

Neuer Nick neues Glück
02
3.11.2011, 22:14

Das klingt ja mal direkt sinnvoll!

anne manner
01
3.11.2011, 20:58

super projekt! und auch die studierenden lernen was dabei.

Chr. Hoc.
00
3.11.2011, 18:25

Finde ich gut, auch wenn das mit dem tatsächlichen Studienalltag wenig gemein hat. Andererseits (je nach Studium) will man potentielle Kandidaten ja auch nicht abschrecken..

metalwoman
01
3.11.2011, 15:19

Recht so! Gemma Uni statt gemma AMS-Kurs.
Das würde so manchen österreichischen Kindern auch recht gut tun.

Rosa Stahl
00
10.11.2011, 19:54

probieren können sies ja. bei der ersten ko-prüfung sinds draussen. oder treten erst gar nicht an.

R. Lexer
00

Bis dahin haben's immerhin schon mal Matura.

metalwoman
00
13.11.2011, 20:33

Warum so pessimistisch?
Davor gilt es immerhin noch eine Reife- bzw. Studienberechtigungsprüfung zu machen. Auch das verlangt schon mal Durchhaltevermögen.

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