Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Graz - Die steirische Landesregierung hat einen vorläufigen Schlussstrich unter eine in den vergangenen Monaten bisweilen emotional geführte Diskussion gezogen und an das Verkehrsministerium eine Stellungnahme gerichtet: Fahrzeuge aus dem Bereich der bisherigen Expositur Bad Aussee (BA) sollen künftig das Liezener Bezirkskennzeichen LI tragen. Kfz aus den fusionierten Bezirken Knittelfeld (KF) und Judenburg (JU) trügen demnach frühestens ab 2012 das Kürzel der neuen Verwaltungseinheit Murtal (MT). Es wäre dies übrigens die erste Änderung von Kfz-Kennzeichen, seit 1989 die ersten weißen Kennzeichentafeln mit schwarzer Schrift eingeführt wurden.
LH Franz Voves (SPÖ) erklärte nach der Regierungssitzung am Donnerstag, nach Rücksprache mit dem Verfassungsdienst des Landes in der Frage der künftigen Kfz-Kennzeichen in Bad Aussee, Judenburg und Knittelfeld gebe man folgende Stellungnahme an das Verkehrsministerium ab: "Gemäß § 48 Abs. 4 des KFG 1967 müssen Kfz-Kennzeichen aus lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern bestehen. Das Kennzeichen muss mit einem oder zwei Buchstaben als Bezeichnung der Behörde, in deren örtlichem Wirkungsbereich das Fahrzeug zugelassen ist, beginnen."
Beendigung des Verwirrspiels
Es gehe bei dieser Stellungnahme "um die Schaffung einer klaren Linie und um die Beendigung des Verwirrspiels um die Kfz-Kennzeichen", sagte Voves. In der Sitzung hatten SPÖ und ÖVP dafür gestimmt, die FPÖ dagegen. Die Umstellung der Kennzeichen soll nicht mit einem Schlag erfolgen, sondern sukzessive, beispielsweise bei der Anmeldung eines neuen oder Ummeldung eines alten Fahrzeuges.
Der Stichtag ist der 1. Jänner 2012; an diesem Tag wird Bad Aussee statt einer Expositur eine Außenstelle von Liezen sein, und Knittelfeld eine Außenstelle im neuen Verwaltungsbezirk Murtal mit Hauptsitz Judenburg. Im Land rechnet man allerdings auch mit einer Übergangsfrist, etwa bis 1. Juli 2012. Dies sei Sache des Ministeriums, so Landesamtsdirektor Helmut Hirt zur APA. Wenn die neue Nummernschilder früher zur Verfügung stünden, werde man diese aber auch nicht einstampfen. In der Sache selbst gebe es wenig Interpretationsspielraum, denn ein Kfz-Kennzeichen müsse das Kürzel der zuständigen, das Fahrzeug zulassenden Behörde enthalten.
Die Entscheidung der Landesregierung, auf Linie zu bleiben, kam am Donnerstag zumindest für die Ausseer einigermaßen überraschend. Noch Mitte September hatte es so ausgesehen, als ob das Kürzel "BA" - besungen u.a. von der Musikgruppe "Ausseer Hardbradler" in "Hoamweh nach B.A." - bleiben könnte. (APA)
Schreiben an Faymann: "Sofort angehen und im Wahlkampf thematisieren"
Opposition blitzte mit Abschaffungsanträgen ab - Land kann weiter von Angehörigen Geld zurückfordern
Grazer ÖVP-Bürgermeister könnte ins Land wechseln und Voves Konkurrenz machen
Schützenhöfer kündigt Kommissär für SPÖ-Gemeinde an: "Keine substanzielle Bemühungen, Finanzen aus Schieflage zu bringen"
Landeshauptmann Voves will zuständiger Landesrätin nicht "hineinregieren" - Grüne stellen Antrag auf Abschaffung
Zusammenlegungen von Gemeinden bringen eher Ärger als sanierte Budgets, glaubt Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer
VP-Bürgermeister von Pichl-Preunegg geht unter Protest - Rohrmooser Kollege sieht keine Kursänderung
Kommunisten erreichen in fusionierter Gemeinde sieben Mandate, auch Grüne ziehen in Gemeinderat ein
Steirischer ÖVP-Obmann erzielte bisher schlechtestes Ergebnis - "Bedanke mich sakrisch"
Aus zwei Gemeinden wird eine - SPÖ-Bürgermeister stellten Fahrplan bis 2015 vor
Steirische SPÖ wird umgebaut - Präsentation am 1. Mai, neues Statut 2014
ÖVP-Bürgermeister: "Wir sind hier auf dem Land, Homosexualität verurteilt ein jeder"
SPÖ-Vizebürgermeisterin Martina Schröck kritisiert Finanzgebarung von Schwarz-Grün in Graz
Widerstand von Belegschaft des LKH-West gegen Übernahme der Barmherzigen Brüder zu groß
Dreier-Vereinbarung, aber keine Koalition
Reimon wirft Innenministerium "Fehlinformation" vor
Klubobmann Wohlfahrt verteidigt Ausbau der Radwege als kostengünstige Maßnahme gegen Feinstaub
KPÖ-Stadträtin Elke Kahr ist gescheitert und fand auch im vierten Wahlgang keine Mehrheit
Konflikt um Vizebürgermeisterposten für Elke Kahr (KPÖ)
Gemeindeinitiative berät weitere Schritte, Gemeindebund bietet Einschätzung der Sachlage an
Zahl der Gemeinden wird von 539 auf 285 reduziert - Voves bildet das SPÖ-Regierungsteam um
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl angelte sich SPÖ und FPÖ für einen Regierungspakt. Die KPÖ und die Grünen wollen die ÖVP-Budgetvorgabe nicht mittragen
Grüne fordern Aufklärung über umstrittenen Polizeieinsatz bei FPÖ-Event in Graz
Wiener Vizebürgermeisterin Vassilakou über ÖVP: "Krasse interne Konflikte" - Glawischnig: "Inhaltlich haben sie sich unter Spindelegger noch weiter von uns entfernt"
Dass sich der Volkszorn in der Kennzeichendebatte entlädt, war zwar nicht vorherzusehen aber doch irgendwie nachvollziehbar.
Wenn man jahrelang Stück für Stück die Infrastruktur demontiert und damit eine Region aushöhlt (um nicht zu sagen zerstört) um eine andere Region (Liezen und auch Graz) zu stärken, darf man sich nicht wundern, dass Wutbürger aufbegehren. Ein kleiner Auszug der Schließung von Einrichtungen in den letzten beiden Jahrzehnten:
* Wirtschaftskammer (fusioniert und abgewandert nach Liezen)
* Arbeiterkammer (fusioniert und abgewandert nach Liezen)
* Gewerkschaft (fusioniert und abgewandert nach Liezen/Leoben)
* AMS (umgewandelt zu einer Außenstelle)
* Bezirksgericht (fusioniert und abgewandert nach Irdning)
* Bundesforste
* Bahnmeisterei (gestrichen und nach Bad Ischl verlagert)
* Bezirksverwaltungsbehörde "Expositur" (zuerst Leiter nicht nachbesetzt, dann Mitarbeiter nach Gröbming und Liezen versetzt)
* Postgarage (fusioniert mit BahnBus, abgewandert nach Stainach, weitere Abwanderung nach Liezen steht bevor)
Es ist verständlich, dass in Anbetracht der Tatsache, dass weitere infrastrukturelle Einrichtung wackeln, die Bevölkerung aufgebracht ist. Wackelkandidaten:
* Krankenhaus
* Bahnlinie
Somit ist ziemlich alles an Infrastruktur an der Kippe und eine Negativspirale ist bereits im Gange. Man kann sich anhand von Beispielen wie Eisenerz oder Mariazell ansehen, wohin der Weg führt ...
Es kommt halt drauf an, ob das Potential grundsätzlich vorhanden ist, was in dem konkreten Fall schon so wäre. Die Region Eisenerz musste schrumpfen aufgrund des Niedergangs des Bergbaus und den damit fatalen ökonomischen Folgen - in der Region Ausseerland ist eher Gegenteiliges zu verspüren, nicht, dass sie sich in vollster Prosperität befinden würde, aber auch nicht so, dass plötzlich die Hälfte der Bevölkerung zur Abwanderung gezwungen wäre. Tätigt man jedoch Staatsreduktion ohne wirtschaftspolitische Begleitmaßnahmen so wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt ...
Wozu es diese Landeskennzeichen überhaupt gibt.
Einfach eine 5 stellige Zeichenkombi (26+10) und ein AT davor müsste reichen.
Ohne Zeichenwiederholungen wären das 45.239.040 Möglichkeiten.
Wenn man einzigartige Zeichenpools (Reihenfolge nicht wichtig) ohne Zeichenwiederholungen haben möchte kann man auch 7 Stellen machen und bekommt 8.347.680 Möglichkeiten...dann ist sogar die Reihenfolge der Zeichen egal.
Dem Vernehmen nach gibt es ja in Bad Aussee (BA) sehr viele sehr Wohlhabende wie zB Dr Androsch.
Für diese dürfte es doch kein Problem sein ihr Auto in Bratislava (BA) anzumelden, dann können sie ihr geliebtes BA im Nummerntaferl behalten.
Wo bitte ist da das Problem?
das einfachste wäre doch eine einmalige anmeldung des fahrzeuges mit einem kennzeichen das bei verkauf des fahrzeuges mitverkauft wird.
die bisherige praxis:
umzug von einem dorf ins nachbardorf, das dummerweise auch in einem anderen zulassungsbezirk liegt = mindestens 160€ ab und anmeldung des fahrzeuges.
das einzige was zu tun wäre, ist, das bestehende kennzeichen dem zulassungsbesitzer zuzuteilen....
sollte erstens billiger sein, und zweitens einfacher
DAS wär doch mal eine verwaltungsvereinfachung FÜR den bürger.
und nationalstolzitäten mit eingebildeten vorbehalten bzgl.: mein kennzeichen ist besser als deines weil es ein "besserer" bezirk ist, lasse ich ganz einfach nicht gelten.
Wenn man am Pötschen von einer Scheppakist'n mit >160 km/h (quasi im freien Fall) überholt oder sonstwo im inneren Salzkammergut wahnwitzig in uneinsehbaren Kurven geschnitten wird, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein "BA" Taferl vermuten - somit wünsche ich mir als Salzkammergutler keine Anschaffung, sondern eher eine noch deutlichere Kennzeichnung ;-)
Ich hab nicht so genau aufgepaßt, weils ja nicht unbedingt ein wichtiges Thema ist, aber: in Deutschland gibts auch einige Verwaltungen, die man zusammengelegt hat. Dagegen hat (aus der Ferne gesehen) niemand was. Aber man hätt halt doch seine alten Kennzeichen gerne wieder...
Und dem Computer der Anmeldebehörde wäre sogar ein "shifted space" genug Unterscheidung. Warum also nicht trotzdem die Kennzeichen beibehalten?
Aussee möchte eigentlich nicht zur Steiermark gehören, sonderen zu Oberösterreich. Das war unter den Nazis sogar so – auf allgemeinen Wunsch, wie es damals geheißen hat. Nach dem Krieg kam es dann wieder zur Steiermark. Ausseer, so sagt man, sähen die anderen Steirer immer noch als Ausländer an.
Das Kennzeichen ist zu einem gewissen Grad auch ein Ausdruck dieses Ausseertums.
Sind ja ganz nette Menschen, aber eigentlich gehört nebst Grundl- Alt- auch Bad Aussee ja nimma wirklich zum Salzkammergut. Zum inneren sicher nicht. Folgedem auch nicht wirklich zu OÖ.
..aber sollen sie doch die Hüte schief aufsetzen, wenn es ihnen lustig ist :)
Ja klar. Wahrscheinlich gibt innerhalb des Ausseertums noch mindestens genauso wichtige Unterteilungen; das Oberausseertum, das Unterausseertum, das transstyrianische Ausseertum - das sind die, eigentlich zu Oberösterreich gehören wollen (wie bescheuert muss man eigentlich sein, wenn man zu einem Bundesland gehören möchte), das ursprüngliche Ausseertum etc. etc...
Bin gespannt, ob die Suizidrate im Land des Ausseertums jetzt stark zunehmen wird, wenn die rüstigen Proponenten des Ausseertums, von nun an bar jeglicher ausseertümlicher Identität, gezwungen sein werden, mit unwürdigen Liezener Nummerntafeln zu fahren...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.