40 Millionen Euro für die Unis

3. November 2011, 17:15
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MINT- und Massenfächer werden gezielt gefördert

Salzburg - Je 40 Millionen Euro zusätzliche Mittel stehen den Unis heuer und kommendes Jahr zur Verfügung. Die ersten 20 Millionen Euro sollen schon im Dezember ausbezahlt werden, erklärte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle am Donnerstag in Salzburg. Diese "Offensivmittel" wurden im November 2010 von der damaligen Wissenschaftsministerin Beatrix Karl bei der Regierungsklausur in Loipersdorf ausverhandelt. 80 Millionen jährlich sollen insgesamt kommen. "Es ist eine Menge Geld, mit dem man sehr viel tun kann, da es gezielt eingesetzt wird", sagte Töchterle.

Die zusätzlichen Mittel werden in die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) investiert, und auch Massenfächer sollen damit saniert werden. Die Naturwissenschaften brauchen das Geld sehr nötig, sagte der Präsident der Universitätenkonferenz, Heinrich Schmidinger (Uni Salzburg). In den MINT-Fächern gebe es ein großes Ausstattungsproblem, gerade Laborplätze fehlen. Durch die MINT-Förderung soll auch die Studentenzahl in diesem Bereich erhöht werden, erklärte Töchterle. In den Massenfächern wird das Geld für Neuanstellungen, zusätzliche Lehrveranstaltungen und die Sanierung der Lehrräume verwendet.

18 Universitäten profitieren von den Offensivmitteln. Größte Nutznießerin ist die Uni Wien, die zehn Millionen Euro erhält. Insgesamt 153 Projekte wurden eingereicht. Eine Fachjury wählte nach klar definierten Bewertungskriterien 78 Projekte aus, denen jeweils ein bestimmter Anteil der Mittel zugesprochen wird. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, Printausgabe, 4.11.2011)

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