ING streicht 2.700 Stellen

3. November 2011, 10:58
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Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmensteilen sind im Gewinn berücksichtigt

Amsterdam - Der niederländische Finanzkonzern ING will ungeachtet eines Gewinns von rund 1,7 Mrd. Euro im dritten Quartal 2.700 Arbeitsplätze streichen. Die ING-Gruppe müsse "entscheidende Schritte" zur Senkung der Kosten unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärte Konzernchef Jan Hommen.

Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres, als ING 239 Mio. Euro verdiente, steigerte der Bank- und Versicherungskonzern seinen Gewinn von Juli bis September 2011 um etwa das Siebenfache auf 1,692 Mrd. Euro. Allerdings trennten sich die Niederländer im Berichtszeitraum von mehreren Geschäftsbereichen, die Erlöse sind im Gewinn berücksichtigt.

Ergebnis über Erwartungen

Das Resultat lag insgesamt über den Erwartungen von Analysten. Dazu trug vor allem das Versicherungsgeschäft bei, während der Bankenbereich schwächelte. Hier ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,49 auf 1,06 Mrd. Euro zurück. Zudem schrieb ING griechische Anleihen in Höhe von insgesamt 467 Mio. Euro ab.

Die Maßnahmen für mehr Effektivität und der Stellenabbau sollen vor allem zu geringeren Kosten im Privatkundengeschäft führen, wie Hommen erläuterte. Innerhalb des ING-Konzerns sollen 2.000 und in angeschlossenen Unternehmen weitere 700 Jobs wegfallen. "Aber wir werden alles tun, um diese Maßnahmen mit Bedacht umzusetzen."

Der ING-Konzern war in der Finanzkrise 2008 vom niederländischen Staat mit 10 Mrd. Euro an Notkrediten gerettet worden. Einen Großteil hat ING bereits zurückgezahlt. 2012 will der Konzern gegenüber dem Staat wieder völlig schuldenfrei sein. (APA)

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