Zusatzstoffe

Nicht immer das Gelbe vom Ei

3. November 2011, 09:51
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    foto: arno bachert/www.pixelio.de

    Farbstoffe im Eidotter täuschen dem Verbraucher eine höhere Qualität vor.

    Foto: Arno Bachert/www.pixelio.de

Nicht nur Farbe des Eidotters wird über Zusatzstoffe in der Nahrung beeinflusst - Wechselwirkungen sind unzureichend erforscht

Die Eier glücklicher Hühner haben im Frühjahr deutlich dunklere Dotter als im Winter. Diese jahreszeitliche Schwankung liegt am unterschiedlichen Futter der Tiere. Weil den Hühnern im Winter das frische Gras fehlt, bleichen die Dotter aus. Doch der Konsument möchte nicht auf die dunkleren Dotter verzichten, weil sie ihm eine höhere Qualität suggerieren.

„Die Farbe des Eidotters lässt sich über Zusatzstoffe in der Nahrung der Hühner beeinflussen", sagt Gerhard Jahreis von der Universität Jena. Der Ernährungswissenschaftler lädt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Thüringer Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Donnerstag (3. November) zur 19. Ernährungsfachtagung an die Friedrich-Schiller-Universität Jena ein. Als Thema wurde dieses Jahr gewählt: „Risiken durch Zusatzstoffe in Lebensmitteln."

Derzeit gebe es gut 320 Zusatzstoffe, die innerhalb der EU amtlich zugelassen sind. Das heißt, sie sind getestet und als ungefährlich eingestuft worden, sagt Jahreis. Dennoch machen die Ernährungswissenschaftler auf potenzielle Gefahren aufmerksam. „Die Wechselwirkungen verschiedener Zusatzstoffe sind unzureichend erforscht", sagt Gerhard Jahreis. Zudem könne es unvorhergesehene Reaktionen geben, wenn der Konsument beispielsweise Arzneimittel genommen hat, die mit den Zusatzstoffen im Essen reagieren.

Vortäuschen von Qualität

Interessanterweise setzen manche Produzenten darauf, möglichst ganz auf Zusatzstoffe zu verzichten, sagt Jahreis. Er freue sich deshalb besonders auf den Vortrag von Holger Grentzebach vom Unternehmen „Star Foods Kreativteam", das diesen Weg beschritten hat. Manche Zusatzstoffe - wie die Farbstoffe im Eidotter oder das Beta-Karotin in der Butter - täuschen dem Verbraucher eine höhere Qualität vor, andere dienen einfach dazu, vorgefertigte Lebensmittel haltbar zu machen, z. B. E300 (Ascorbinsäure, Vitamin C) oder E307 (Vitamin E). Dabei erfolgt eine „Zwangsvitaminisierung". Das Dilemma für den Verbraucher besteht darin, aus Gründen der Bequemlichkeit oder der Zeitersparnis nicht ohne diese vorgefertigten Lebensmittel auszukommen. Bestes Beispiel: die Trockenmasse für Thüringer Klöße.

Ein weiteres Thema der Fachtagung sind Lebensmittel-Imitate, die der Verbraucher kaum noch als solche erkennen kann. „Es ist erstaunlich, was sich beispielsweise aus Algenextrakten oder mit Fleischfetzen alles herstellen lässt", sagt Jahreis. (red)

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Befreier von Butter und Eier
13
4.11.2011, 10:48

Das Wort "Zusatzstoffe" wäre ein guter Kanditat für das Unwort des Jahres.
Ich will Lebensmittel ohne irgendwelche Zusatzstoffe auch wenns sie angeblich unschädlich sind.

Frau Glück
12
5.11.2011, 10:50

Ich bin auch bereit, einiges mehr zu beazhlen, wenn Lebensmittel so unbehandelt wie nur möglich sind!

*Andreas*
00
7.11.2011, 00:10

Die Frage ist, was Sie mit so unbehandelt wie möglich meinen?

Das "wie möglich" lässt sehr viel Spielraum. So ist vermutlich auch eine Fertigpizza oder ein BigMac so unbehandelt wie möglich - so möglich, wie es eben für eine Pizza möglich ist.

Frau Glück
20
7.11.2011, 00:59

Ja, wie man es eben sehen will. Ich esse hin und wieder auch Fertiggerichte, wenngleich sehr selten. Doch wenns geht, mache ich mir Dinge selber mit Zutaten, denen ich halt mehr vertraue als wenn nur in winziger Schrift 50 Zusatzstoffe draufstehen.
Was finden Sie an meiner Ansicht so schlimm, dass ich das (für mich!) so machen möchte? Schadet es Ihnen, wenn jemand etwas anders macht als Sie?

*Andreas*
00
7.11.2011, 08:51

Zeigen Sie mir das Produkt, wo 50 Zusatzstoffe drinnen sind.

Was Sie tun, stört mich nicht im geringsten - was Sie hier für Meinungen verbreiten, ist natürlich auch Ihre Sache: Dass ich aber derart unqualifizierte Bemerkungen unkommentiert lasse, dürfen Sie nicht erwarten.

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:08

http://www.stern.de/ernaehrun... 15756.html

Lassen Sie auch links gelten oder ist sowieso alles Schwindel und Korruptionspropaganda, was die Chemie nicht lobt?

*Andreas*
00
7.11.2011, 10:15

Ich wiederhole meine Frage: In welchem Produkt sind 50 Zusatzstoffe?

Zu Ihrem Link: Ich dachte, Sie interessieren sich nicht für (wissenschaftliche) Links zu diesem Thema? Ich dachte, Beweise und Argumente interessieren Sie nicht? Eine konsequente Person sind Sie schon einmal nicht.

Aber meine Meinung zu Ihrem Link: Wo ist da jetzt der Skandal? Wo kommt die Chemie jetzt so schlecht weg? Die Aussagen dieses Artikels fallen alle unter die Kategorie "nanonanet".

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:15

Das wird Ihnen wohl auch nicht gefallen:
http://www.zusatzstoffe-online.de/informati... .doku.html

Aber ich betone nochmal, dass ich NICHT nur Bio oder zusatzstofffrei kaufe! Dass ich nicht fanatisch bin, aber auch keine gesundheitslöblichen postings bezüglich solcher Dinge einfach unkommentiert stehen lassen mag!

*Andreas*
00
7.11.2011, 10:27

Sie könnten einmal meine Fragen beantworten, auf Argumente eingehen. Wenn Sie das getan haben, werde ich Ihren Link ausführlich kommentieren. Sie werden sehen, dass auch dort keine großen Skandale zu finden sind.

Wenn Sie aber nicht fähig sind, in einer Diskussion auf die Argumente des Gegenübers einzugehen und nur das hören wollen, was in Ihr Weltbild passt, verschwende ich meine Zeit nicht mit Ihnen.

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:32

Wer redet von Skandalen? Wie gesagt, ich wollte nie alles Chemische bekämpfen und Natur in den Himmel loben, es hat BEIDES seine Berechtigung! Und ich bleibe dabei, dass ich mich mit natürlichen Dingen und Lebensmitteln einfach wohler fühle in meinem Leben.

*Andreas*
00
7.11.2011, 10:41

Lesen Sie meine Postings überhaupt?

Und lesen Sie die Links, die Sie mir da schicken:
Nitrate&Nitrite: Keine große Neuigkeit, aber vor allem keine Erfindung der chem. Industrie.

Beta-Carotin: Solange Sie kein Raucher sind, unbedenklich.

Butylhydroxianisol: Steht sogar dort, dass es harmlos ist.

Aspartam: Bin dem Lachkrampf nahe: http://www.scilogs.de/wblogs/bl... erben-oder

Saccharin: Bei Menschen harmlos, gerne liefere ich Ihnen Quellen.

Und so könnte ich die Liste fortsetzen. Daher die Frage: Was bezwecken Sie mit dem Link? Und warum senden Sie ihn überhaupt, wo Sie doch in Argumenten, Beweisen und Links gar nicht interessiert sind?

Godesberg
30
5.11.2011, 11:51

Sagen Sie doch mal konkret welche Lebensmittel Sie meinen.

Frau Glück
32
5.11.2011, 14:22

Mit jemandem, der offenbar recht chemiebegeistert ist wie Sie, möchte ich darüber gar nicht diskutieren, weil das einfach verschiedene Weltanschauungen sind! Niemand kann mir weismachen, dass Dinge, die aus dem Labor kommen, genauso gesund sind wie Dinge, die die Natur hervorbringt, da sind Welten da zwischen! Und mich interessieren auch nicht die wissenschaftlichen Links zu diesem Thema, ich liebe nun mal das Natürliche, obwohl ich nicht immer 100%ig konsequent bin beim Kaufen solcher Dinge, aber ausreden oder das Gegenteil beweisen (Chemie ist ja soooo unschädlich!), das funktioniert bei mir halt nicht!

*Andreas*
00
6.11.2011, 23:52

Soso...Beweise interessieren Sie nicht? Ich würde ja verstehen, wenn Sie Beweise anzweifeln und skeptisch gegenüber der Naturwissenschaft sind.

Aber wenn einen Beweise und Links nicht interessieren, zeugt das nicht gerade nach einem mündigem Bürger. Reflexartige Ablehnung nur weil es Ihnen unsympathisch ist, zeigt nicht, dass die Aufklärung bei Ihnen angekommen ist.

Sie sind herzlich eingeladen auf alle Dinge zu verzichten, die aus dem Labor kommen. Sollten Sie einmal ernsthafte medizinische Hilfe brauchen (auch bei einem Unfall, nicht nur Krankheit), so können Sie sich gerne davon überzeugen, dass Dinge aus dem Labor Ihrer Gesundheit mehr helfen als Dinge aus der Natur.

Frau Glück
20
7.11.2011, 00:57

Es sind einfach verschiedene Weltanschauungen, ob man mehr auf Natur oder mehr auf künstlich nachgebaute Natur vertraut. Glauben Sie mir, ich kenne sooo viele Links, die beweisen wollen, dass Natur gut ist und auch solche, die das Gegenteil beweisen wollen. Wie auch bei Homöopathie, von der ich viel halte und die mir - obwohl viele behaupten, das sei Humbug und Hexenkunst - schon viel geholfen hat.
Ich bin nicht total gegen Chemie, bin keine Fanatikerin, ich finde, diese Dinge sollten zusammen arbeiten anstatt sich zu bekämpfen, egal in welchem Bereich! Beide haben ihre Berechtigung.

*Andreas*
00
7.11.2011, 08:49

Sie führen hier einen Kampf gegen die Chemie - und das mit Methoden, die sehr mittelalterlich sind: Siehe meine Argumente aus obigem Post.

Die Chemie, die Medizin (und noch viel mehr in der Naturwissenschaft) haben immer schon viel aus der Natur gelernt.

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:05

Sie sollten genaues Lesen lernen! In meinem obigen posting sage ich klar und deutlich, dass Chemie genauso ihre Berechtigung hat wie Natur, ich führe keinen Kampf, sage nur meine Ansicht, wie ich das sehe. Wer hier kämpfen will, scheinen Sie zu sein, weil Sie es nicht gelten lassen, dass jemand anders handelt und denkt als Sie.
Ich verwende in meinem Leben sowohl Natur als auch Chemie (wie jeder Mensch), doch wenn ich wählen kann, ziehe ich Natur vor!

*Andreas*
01
7.11.2011, 10:11

Ich habe ein Problem mit Ihrer Einstellung, die jeder Vernunft widerspricht. Das gebe ich offen zu.

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:41

In den 16 Fertiggerichten, die den Kindern in der DONALD-Studie serviert wurden, zählte Kersting insgesamt unglaubliche 1476 Aromastoffe und weitere Zusatzstoffe.

Das ist ein Auszug aus folgendem Link:

http://www.ugb.de/lebensmit... ellkueche/

Ich glaube, da können schon an die 50 Stoffe pro Gericht drin sein, oder etwa nicht?

*Andreas*
00
7.11.2011, 10:51

Ich fragte nach einem konkreten Produkt - aber gut. Ich begnüge mich auch damit.

Der Haken an Ihrer auch so großartigen Entdeckung ist: Zusatzstoffe sind auch Dinge wie Mineralstoffe und Spurenelemente, Vitamine.

Das heißt, dass die schlichte Anzahl der Zusatzstoffe noch wenig aussagt. Deswegen habe ich nach einem konkreten Produkt gefragt, wo man anhand der Zutatenliste tatsächlich Aussagen treffen kann .

marty fink
00
7.11.2011, 13:56
Leider!

fehlt den Glaubuli Jüngern jeglicher Rezeptor an dem Lokig andocken könnte...
Das sieht man an der Unfähigkeit auf einfachste Fragen eingehen zu können!

marty fink
00
7.11.2011, 16:47
autsch! k<>g

Frau Glück
00
7.11.2011, 10:35

Widerspricht es für Sie wirklich jeder Vernunft, wenn man meint, dass Chemie genauso Berechtigung hat wie Natur und dass jeder selbst wählen darf, was er für sich am besten hält? Ich würde eher sagen, Sie fallen da unter intolerant bezüglich anderer Meinungen!

*Andreas*
00
7.11.2011, 10:44

Folgendes widerspricht der Vernunft:

"Niemand kann mir weismachen, dass Dinge, die aus dem Labor kommen, genauso gesund sind wie Dinge, die die Natur hervorbringt, da sind Welten da zwischen! Und mich interessieren auch nicht die wissenschaftlichen Links zu diesem Thema,..."

Diese Aussage, sollten Sie noch immer dazu stehen, lässt mich daran zweifeln, mit einem mündigen Bürger zu diskutieren. Plötzlich kommen Sie doch mit irgendwelchen Links daher, was wohl im besten Fall einfach nur als Inkonsequenz zu deuten ist. Wie es mit Ihrer Glaubwürdigkeit nach all dem steht, können Sie sich ja vorstellen.

Frau Glück
00
7.11.2011, 11:34

Ok, belassen wir es dabei, danke für das Gespräch und alles Gute!

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