Kalifornien

Occupy-Demonstranten besetzten Oaklands Hafen

3. November 2011, 19:34

Aktionstag eine Woche nach gewaltsamer Auflösung mit einem Schwerverletzten

Oakland - Tausende Demonstranten der Occupy-Wall-Street-Bewegung sind im kalifornischen Oakland bei San Francisco gegen die Macht der Banken auf die Straße gegangen. Ihnen schlossen sich Lehrkräfte mit Forderungen nach mehr Geldmitteln für die öffentliche Bildung an. Die Veranstalter gaben die Teilnehmerzahl mit 5.000 an.

Zwei weitere Protestmärsche waren vorgesehen, darunter einer zum Hafen von Oakland, einer der bedeutendsten Häfen in den USA. 7.000 Demonstranten blockierten nach Zeitungsangaben die Zufahrtswege, erst am Abend lief der Betrieb schrittweise wieder an. "Die Hafenarbeiter kehren langsam zurück und der Hafen hat seine Operationen zum Teil wieder aufgenommen", erklärten Hafenbeamte am Donnerstag.

Im Zentrum Oaklands, wo es schon in der vergangenen Woche zu gewaltsamen Übergriffen der Polizei auf Demonstranten gekommen war, wurden bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen leicht verletzt. Ein Mercedes fuhr in eine Gruppe Demonstranten, noch ist unklar, wie es genau zu dem Unfall kam, die Polizei ermittelt. Der Lenker des Wagens durfte nach Polizeiangaben vorerst weiterfahren, ob gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird, ist ungewiss.

Der Aktionstag fand eine Woche nach der gewaltsamen Auflösung eines Protestcamps der Bewegung in Oakland durch die Polizei statt. Dabei war ein Mann schwer verletzt worden.

Occupy seit Mitte September

Die Protestbewegung hat sich seit Mitte September von New York auf eine Reihe von Städten in den USA ausgebreitet und findet auch international Widerhall. Zusammengehalten wird sie von der Wut darüber, dass vor allem die Mittelschicht und die ärmere Bevölkerung unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden hätten. Kritisiert wird außerdem der Einfluss von Konzernen und Banken auf die Politik.

Die zumeist jungen Teilnehmer beschreiben sich selbst als die "99 Prozent" und spielen damit auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung an, von dem sie sich hintergangen fühlen. (red/APA)

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sanginius
02
4.11.2011, 16:48
5000 Teilnehmer

das sieht etwas anders aus:

http://www.youtube.com/watch?v=r4jYdCaHrjQ

byron sully
113
3.11.2011, 15:59

gut so und weiter so!

Gary Grantscherbn
221
3.11.2011, 17:23

Hauptsache Anarchie, gelle?

byron sully
02
4.11.2011, 17:41

wäre als alternative zur diktatur des finanzkapitals vielleicht überlegenswert...

Der Nicknamelose
11
4.11.2011, 16:14

Und was ist so schlimm an Anarchie?

Raptor Jesus
03
3.11.2011, 22:50
Anoarchliberalismus?

Stimmt, ihr bevorzugt den Begriff "Laissez-Faire".

FalscherProphet
16
3.11.2011, 17:53
So wie die "Freie Markt" - Anarchie

mit der die Anarcho-Spekulanten den Volkswirtschaften - und somit auch den Bürgern - massiv schaden?

tyrol_dude
03
3.11.2011, 19:53

der "freie markt" ist keine anarchie, das ist ein ungeregeltes chaos, in dem sich einige schamlos und nur zum eigenen wohl bereichern.

anderenseits ist dieser "freie markt" kein freier markt, weil schlichtweg die "unsichtbare hand" nicht funktioniert (immer mehr riesen multikonzerne, mittelschicht wird abgebaut, informationsdefizite usw.) und weil es durch diese großen konzerne keine gesunde konkurrenz am markt mehr gibt.

m+m
02
4.11.2011, 15:18

gebe ihnen recht
den freien markt mit anarchie zu vergleichen ist unfair gegenüber der anarchie

NONE
44
3.11.2011, 15:57

Sehr gut!

Aber gewonnen haben wir alle erst wenn die Regierungsgebäude besetzt werden und zurückerobert in die Hände von uns allen, global.

Den 99%.

Der Waehlerwille
 
01
3.11.2011, 21:43
und was wird dann anders sein?

Wir sollten eher darauf setzen dass ordentliche regulierung .. speziell für finanzprodukte .. eingeführt wird.

Besetzen von Häfen wirkt da nicht in die nötoge Richtung.

Lala4
01
4.11.2011, 00:00

Doch :)
Eine friedliche Demo setzt niemanden unter Zugzwang, Verlustentgang sehr wohl.

Siehe zB. Boston Tea Party, wenn du ein US-Beispiel willst.
Auch damals gab es sicher Leute, die gemeint haben, den König lieb zu bitten wäre sinnvoller...

Der Waehlerwille
 
00
4.11.2011, 08:50
ums lieb bitten gings damals ja nicht da es zur damaligen zeit keinen anderen weg gab auch nur irgendetwas durchzusetzen.

klar muss man auf sich aufmerksam machen.
Aber schlussendlich müssen die Gesetzesänderungen ja doch wieder im demokratischen Kontext beschlossen werden.

O5
225
3.11.2011, 15:19

Die Demonstranten verhindern also dass im Hafen, wo hauptsächlich Leute mit niedriger Ausbildung arbeiten, gearbeitet werden kann. Sie schädigen also jene die ohnehin nur wenig haben. Nicht sehr sinnvoll. Zeigt dass diese Leute rein emotional agieren und keine Ahnung haben was sie mit ihren Aktionen eigentlich anrichten. Wie der New Yorker geschrieben hat: die Occupy-Bewegung ist die Tea Party der Liberalen.

good vibration
00
4.11.2011, 06:36
Sie fordern ja geradezu heraus, daß sich die Menschen an den Konten und Besitzungen der Heuschrecken substantiell bedienen!!

Vielleicht sollte das wirklich der nächste Schritt sein und Sie haben es bewegt..

Raptor Jesus
00
3.11.2011, 22:51
Ach was bist du für ein Menschenfreund.

Wieviel Demokratie ist es bitte?
111
3.11.2011, 16:31

Die Ahnung und das Anrichten von Börsen, Banken, Parteibonzen, CEOs und einiger Medienmogule schmiert jedenfalls gerade ab.

Globewide.

Also: keine Ahnung zu haben und nicht zu wissen was angerichtet wird, ist nicht länger das Privileg der 1 %.

Darum steht das jetzt zur Debatte und mehr und mehr Menschen teilen den Versagern mit, daß das Spiel aus ist, bzw. so wie bisher nicht mehr gespielt wird.

Es wird neue Regeln und Ethiken für Ökonomie, Ökologie, Soziales geben müssen.

Besser und höher formatiert.

Für 7+ Milliarden ist das eine Überlebensfrage.

Insbesondere geht es um Lebensqualität.

Wer die verzockt, casinoartig, durch Raubbau, Kriege, Egomanie, Hybris, Korruption, sieht nun Widerstand auf sich zukommen.

canuck
 
04
3.11.2011, 16:27
nicht ganz richtig

der hafen wurde besetzt, damit die leute, die dort arbeiten auch mitprotestieren konnten. die hafenarbeiter duerfen naemlich nicht streiken, laut vertrag. aber wenn der hafen besetzt wird und schliessen muss, koennen sie mitokkupieren.

santa fe
 
25
3.11.2011, 13:54

die 99%-bewegung fordert das

BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN / BASIC INCOME GUARANTEE

für alle.

Weh mir
00
4.11.2011, 00:46
da schaut es aber schlecht aus,

wurde in libyen unter grossem militäreinsatz gegen land und leute mit massiver us-unterstützung gerade abgeschafft

auf westl. wunsch hat sich lybien jetzt in die reihe der armen afrik. länder einzureihen und darf nicht mehrdas wohlhabendste sein...

santa fe
 
00
4.11.2011, 09:19

nicht nur libyen hatte das BGE, auch der iran hat es, gegen den die kriegsvorbereitungen gerade intensiviert werden.

Gary Grantscherbn
71
3.11.2011, 17:28

Genau. Ich hackl mich zum Idioten, darf als KMU-Unternehmer die Verantwortung für ein paar Verbindlichkeiten und zwei Handvoll Mitarbeiter tragen, die bald wieder einmal ihr Weihnachtsgeld wollen und soll dann noch das bedingungslose Grundeinkommen mitblechen. Und Millionen anderer selbständiger oder auch angestellter, die sich abschuften. Die Motivation für Billa-Kassierinnen wird rasend groß sein, für 200 Euronen mehr als das bedingungslose Grundeinkommen 40 St./Woche zu arbeiten.

Raptor Jesus
00
3.11.2011, 22:56
Was regst du dich auf?

Ihr zahlt noch nicht ein mal ordentlich Steuern und steckt euer Geld in Steueroasen.
Dann redet ihr was von "blechen", ich bitte dich! So wie deiner einer (der "Leistungsträger") sich bis jetzt aufführt, hab ich keinen Zweifel daran, das gerade Strategien entwickelt werden, es auch zu umgehen.

santa fe
 
13
3.11.2011, 20:00
seit es google gibt, ist es so einfach, sich zu informieren

die hart arbeitende bevölkerung wird eben nicht das BGE finanzieren, sondern jedenfalls die FI (finanzindustrie), da diese bereits die staatshaushalte kontrolliert und zunehmend ausnimmt, wodurch dann bei reallöhnen und sozialausgaben gespart werden muss.

die einfachste finanzierung des BGE ist durch eine entsprechend hohe und zweckgebundene finanztransaktionssteuer. da die globalen finanztransaktionen bereits das 74-fache des globalen BIP ausmachen, ist die quelle dafür übervoll.

mit dem BGE zahlt die FI ihren sozialraub zurück, und es wird niemand anderer als die FI belastet. auch sie werden es erhalten und also nur davon profitieren.

LGM
10
3.11.2011, 22:55

Dass das Volumen der Transaktionen in Relation zum BIP überhaupt nichts aussagt, das kapieren Sie offenbar nicht. Oder Sie wollen einfach suggerieren, dass da sowieso Geld in Hülle und Fülle vorhanden ist.
Das einzige, worüber es Sinn macht zu reden ist der durch diese Transaktionen erwirtschaftete Gewinn. Aber da könnten Sie natürlich nicht so schön polemisieren.

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