Flugzeugunglück in Toulouse: Nun auch Bub gestorben

2. November 2011, 19:03
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Mehrmalige Operationen an Neunjährigem im Tiefschlaf ohne Erfolg

Linz - Ein Flugzeugunglück am 28. Oktober in Toulouse hat nun ein weiteres Opfer gefordert. Ein Unternehmer aus Oberösterreich und seine französische Frau sind bei bei dem Crash einer Piper Cheyenne sofort ums Leben gekommen, ein Kind starb wenig später. Nun hat der einzige Überlebende, ein neunjähriger Bub, im Krankenhaus Purpan in Toulouse den Kampf mit dem Tod verloren, berichteten "nachrichten.at" und der "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe).

Der Bub hatte an beiden Beinen schwere Verletzungen und Verbrennungen erlitten. Er war im Tiefschlaf mehrmals operiert worden. Bald habe sich herausgestellt, dass das Kind nicht überleben werde, sagte dessen Großvater dem Internet-Portal. In den ersten Berichten nach dem Unglück hatte es noch geheißen, der Bub sei außer Lebensgefahr.

Giftige Dämpfe

"Der Zustand des Kindes hat sich stündlich verschlechtert. Es ist nicht auszuschließen, dass dafür giftige Dämpfe verantwortlich sind, die sich durch das brennende Flugzeug gebildet haben", erklärte Michel Valet, Staatsanwalt in Toulouse, wie das Online-Portal "LaDepeche.fr" berichtete. Am Mittwoch wurde der Leichnam obduziert, danach seien die vier Verstorbenen zur Beerdigung freigegeben worden, so "nachrichten.at".

Die zweimotorige Piper Cheyenne mit der Familie an Bord - der Geschäftsmann aus Oberösterreich saß am Steuer - war kurz vor der Landebahn in Toulouse am Boden zerschellt. Der Unfall ereignete sich am Freitag gegen 21.30 Uhr bei leichtem Regen rund 100 Meter neben der Piste des Flughafens Toulouse-Blagnac. Laut Ermittlern ist die Piper in extremer Schräglage abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Knapp eine Minute zuvor habe der Pilot dem Kontrollturm von einem Problem berichtet. (APA)

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