Psychoterror im Büro

Mobbing: Vorgesetzte sind sehr oft beteiligt

2. November 2011, 18:34
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    foto: ap/dapd/sinkel

    Ein Drittel der Betroffenen arbeiten im Gesundheits- und Sozialbereich.

Salzburger Arbeiterkammer fordert konkrete Sanktionen im Arbeitsrecht - In 90 Prozent der Fälle sind Chefs involviert

Salzburg - Zu oft ist der respektvolle Umgang am Arbeitsplatz ein Fremdwort. Mobbingopfer haben mit wiederholten Schikanen und Psychoterror am Arbeitsplatz zu kämpfen. Rund 200 Betroffene wenden sich jährlich an die Mobbingberatung der Arbeiterkammer (AK) Salzburg. Doch die Experten seien in ihrer Hilfeleistung eingeschränkt, da es keinen rechtlichen Rahmen gebe, kritisiert der Leiter der AK-Rechtsabteilung Heimo Typplt. Deshalb müsse ein Anti-Mobbing-Gesetz im Arbeitsrecht verankert werden.

Um Mobbingprobleme nachhaltig lösen zu können brauche es eine klare gesetzliche Definition, an die sich Experten und Betroffene halten können. "Viele Opfer suchen die Schuld zunächst bei sich selbst und fragen bei der Beratung, ob sie überhaupt gemobbt werden", erklärt die AK-Expertin Gabriele Wonnebauer. Aber auch Sanktionen seien wichtig zur Prävention, ergänzt Typplt. Drohe eine finanziell spürbare Schadenersatzzahlung, wirke das abschreckend.

Auffallend sei, dass ein Drittel der Betroffenen im Gesundheits- und Sozialbereich arbeiten, erläutert Wonnebauer. In dieser Branche sei die Zusammenarbeit besonders wichtig, "dadurch entstehen viele Angriffspunkte". In 90 Prozent der Fälle sei auch der Vorgesetzte direkt oder indirekt beteiligt. "Einige Führungskräfte mobben selbst, andere wirken passiv mit, indem sie trotz Aufforderung nicht eingreifen", sagt Wonnebauer. Auch immer mehr Männer suchen Hilfe, weil sie am Arbeitsplatz gezielt fertiggemacht werden. Ein Drittel der Beratungen entfallen auf Männer. Tendenz steigend. (ruep/DER STANDARD; Printausgabe, 3.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 38
1 2
Mann40
01
4.11.2011, 08:37

ein Chef ist immer dann aktiver Mobber, sobald er davon weiss und nichts dagegen unternimmt, wenn er/sie selbst mobbt natürlich ebenso.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
00
4.11.2011, 01:40
in 90 Prozent der Fälle sind "Chefs" involviert, na was Sie nicht schreiben...

ichsageuchwas
01
4.11.2011, 00:38
Mobbing fängt schon in der Schule an

Und dagegen kann man sich schwer wehren. Die Kids lernen das schon mit seiten wie spickmich.de
http://erfolg.org/mobbing-i... -internet/
Wieso solls dann im Berufsleben anders werden?

Fritz Meyer
00
3.11.2011, 21:21
"Teile und herrsche."

Ja, solche Drecksläden gibt es.

Soso97
02
3.11.2011, 15:37
und am Schluss

gewinnt immer der Mieseste

Die Gezeichneten
01
3.11.2011, 16:16

...oder die Mieseste...

anders and
 
54
3.11.2011, 15:19
dass gerade in den Sozial- und Gesundheitsberufen Mobbing so häufig ist finde ich eigenartig,

weil doch gerade dort der Anteil der weiblichen Führungskräfte so hoch ist.

Und Frauen sind viel sensibler und engagierter im Umgang mit innerbetrieblichen Konflikten.

Sabine Werner
01
6.11.2011, 08:33

sie sind lustig - sie hatten wohl noch nie so eine frustrierte furie als chefin - da ist jeder soziopathische männliche chef ein wasserl dagegen, frauen werden leider zu 99% immer persönlich - ein absolutes no-go. aber es gibt auf beiden seiten ....sche, die ihr mütchen an den angestellten kühlen wollen. mobbing geht IMMER von der führungsetage aus, habe noch nie andere erfahrungen gemacht.

anders and
 
10
6.11.2011, 09:53

sagen wir ich bin ironisch...

als älterer, gebildeter Mann der im Pflegesektor arbeitet und bisher nur Chefinnen gehabt hat kann ich trotzdem nicht davon berichten gemobbt worden zu sein - ich falle einfach nicht ins Opferschema (was nur zu einem Bruchteil mein eigener Verdienst ist).

relatio subsistens
11
3.11.2011, 16:48

LOL! Schöner Zynismus!

anders and
 
20
3.11.2011, 19:03

wenigstens einer, der das erkennt!

john.carter.denton
12
3.11.2011, 15:46

von wo haben sie das?

Carlos Clementin
10
3.11.2011, 15:01
Ich dachte immmer

MOBing ist ein Ingenieur der then Master Of Business gemcht hat.

Inno Vision
 
00
3.11.2011, 18:15
Nein, mit einem MBA schafft man erst die Voraussetzung!

naihoit
23
3.11.2011, 12:11
Auffallend sei, dass ein Drittel der Betroffenen im Gesundheits- und Sozialbereich arbeiten

Eh klar.
Denn da gibt es überwiegend Herrschaften in Führungsfunktionen, die selbst nicht wissen, wieso sie dafür geeignet sind oder besser: angeblich sein sollen.
Politgünstlinge und Freunderl werden mit Aufgaben betraut, denen sie nicht gewachsen sind.
Als "Radfahrer" haben sie es nach oben geschafft und das Einzige, das sie dann können um die eigene Haut zu retten, ist weiterhin nach oben zu buckeln und nach unten zu treten.
In Unternehmen, die zumindest ihre Kosten, möglichst aber mehr verdienen müssen, haben solche Leute keinen Platz.
Da werden nicht die kritschen Geister entsorgt, sondern unfähige Führungskräfte.

dbfds bafd
07
3.11.2011, 11:01
Mobbing

brauchen viele Vorgesetzte zum Auffetten ihres schwachen Selbstbewußtseins, jemanden vor allen anderen niederzumachen gibt ihnen die Illusion von Macht, die sie offensichtlich für ihre Arbeit brauchen, und in ihrer Feigheit gehen sie leider bevorzugt auf diejenigen los, die schon von Haus aus schwache Nerven haben, und sich deshalb nur schlecht zur Wehr setzen können, aber das ist ja nicht nur in Büros so, sondern überall, wo Menschen miteinander umgehen

LinuxFanatic
10
3.11.2011, 22:01

Darum zeigt man solchen Leuten einfach den Mittelfinger, spricht einen gewissermaßen aussagekräftig formulierten Satz aus und geht dann wieder seinen Weg weiter! ^^^

Das Problem bei den Betroffenen ist meiner Ansicht nach, eher deren Unfähigkeit, die eigene Meinung zu verdeutlichen bzw. dafür zu stehen. Man scheut sich was zu schreiben, man scheut sich mit jemanden zu reden, man scheut sich überhaupt irgendein Ton von sich zu geben ...

Kein Wunder also, dass dann solche Personen von "Kasperln" - die den Glück haben, ihr Vorgesetzter sein zu dürfen - so einfach gemobt/fertiggemacht werden!

Sabine Werner
00
6.11.2011, 08:35

@Linux,
sie haben schon recht, aber so einfach ist es ab einem bestimmten alter auch nicht mehr, einfach den mittelfinger zu zeigen - und das wissen diese mobbenden soziopathen auch.... leider. meine hoffnung ist halt - wahrscheinlich naiv - das jeder früher oder später doch das kriegt, was er verdient....

Floaschkas
02
3.11.2011, 22:59

es geht nicht zuletzt um den Arbeitsplatz - und das angesichts des Wissens, dass allfällig freie Stellen meist in Einrichtungen sind, in denen es mindestens genau so mies zu und her geht - sonst wären dort keine Stellen frei.

Angelika70
08
3.11.2011, 08:07

Management by Mobbing ist heutzutage ein beliebter Führungsstil.

Bürger Europas
31
3.11.2011, 18:33

Management wird von vielen generell als Mobbing interpretiert. Bis sie selst einmal in Führungsverantwortung kommen.

Bürger Europas
124
2.11.2011, 21:04

Was die AK natürlich verschweigt, ist die Tatsache, dass das disziplinarische Vorgehen gehen (aus welchem Grund auch immer) unhaltbare Mitarbeiter von diesen fast immer mit dem Mobbingvorwurf gekontert wird. Aus Sicht der Betroffenen ist es das ja auch, wenn die Definition des Mobbings zu weit ausgelegt wird.

mondkeksi
00
4.11.2011, 12:50

sag, du bist nicht zufällig der häuptling von der post?

da soll's ja auch ordentlich zugehen... *lol*

keywords
00
3.11.2011, 11:17

ja.
wenn sie ihre mitarbeiter hauen, ist das nicht ok.
oder was meinen sie mit disziplinarisch?

Bürger Europas
33
3.11.2011, 18:32

Nein, Führung bedeutet in unserem sozialistischen Musterbetrieb, dass wir Mitarbeiter, die sich weigern, it ihren Kollegen konstruktiv zusammenzuarbeiten, täglich streicheln und immer schön bitten, doch biiiitte ihren Pflichten gemäß Arbeitsvertrag nachzukommen. Sollten sie das dann immer noch nicht tun, gibt es einen Keks extra. Wenn das nichts hilft, kann ich auch nichts machen.

Im Übrigen empfehle ich den Kauf eines Fremdwörterlexikons. Alternativ können Sie auch bei der Arbeiterkammer einen Experten fragen.

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