Ex-Anästhesie-Leiter des AKH scheitert mit Klage

2. November 2011, 18:22
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MedUni Wien fühlt sich durch das Urteil in ihrer Entscheidung - der Abberufung des Mediziners - von 2007 bestätigt

Wien - Der frühere Chef der Anästhesie-Abteilung im AKH Wien, Michael Zimpfer, ist mit einer Klage gegen seinen früheren Arbeitgeber gescheitert. Wie der "Kurier" (Donnerstagausgabe) berichtet, hat das Arbeits- und Sozialgericht einer von ihm eingebrachten Forderung in Höhe von 20 Millionen Euro an entgangenen Sonderklassehonoraren nicht stattgegeben. Zimpfer muss laut der Zeitung 221.000 Euro Prozesskosten zahlen, sofern er nicht in Berufung geht.

Zimpfer ist im Jahr 2007 als Leiter der Anästhesie am Wiener AKH abberufen worden und hat mehrfach auf Rücknahme dieser Entscheidung geklagt. Die MedUni Wien hatte dem Mediziner vorgeworfen, nicht gemeldete Nebenbeschäftigungen - insbesondere im Rudolfinerhaus Wien und die Funktion des ärztlichen Leiters des Gesundheitszentrums Döbling - auszuüben. Dadurch kam es zur zwangsläufigen Vernachlässigung der eigentlichen Aufgaben an der Universitätsklinik am AKH Wien, hieß es in einer Aussendung der MedUni am Mittwochabend.

"Durch das Urteil", so Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni Wien, "sehen wir uns in unseren Einschätzungen und Entscheidungen von 2007 bestätigt." Nach der Abberufung von Zimpfer im Jahr 2007 wurde vonseiten der MedUni Wien die Abteilung für Anästhesie am AKH personell und organisatorisch neu aufgestellt. Dadurch konnten "die teilweise gravierenden Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) eingedämmt werden", so die MedUni. (APA)

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