KULINARIUM

Deutsche Weißwein-Dominanz und der Winzer des Jahres aus Österreich

3. November 2011, 07:01
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    foto: apa/matthias hiekel

    Wieder einmal zeigte sich vor allem bei den Weißweinen die Dominanz der deutschen Konkurrenz.

Die Preisträger des "international wine challenge vienna" (AWC) wurden Mittwochabend in den Festsälen im Wiener Rathaus präsentiert - Bei den Weißweinen herrscht deutsche Dominanz

Der Wiener Winzer Michael Edlmoser kann seine international wine challenge vienna (AWC) inzwischen ganz entspannt als "größten offiziell anerkannten Weinwettbewerb der Welt" bezeichnen. Zumindest was die Menge der eingereichten Weine betrifft. Immerhin wurden 9632 Weine aus 36 Ländern aller fünf Kontinente für die AWC eingereicht.

Dominanz der deutschen Konkurrenz

Die Preisträger des heurigen Bewerbs wurden Mittwochabend in den Festsälen des Wiener Rathauses präsentiert. Und wieder einmal zeigte sich vor allem bei den Weißweinen, wie auch schon in den Vorjahren, die Dominanz der deutschen Konkurrenz.

Den Titel Weißwein des Jahres errang auch der Clees Weißer Burgunder 2009 vom deutschen Weingut Baldauf. Der Rotwein des Jahres ging hingegen an Casella Wines aus Australien für den [yellow tail] Limited Release Shiraz aus 2005.

Eine Klasse für sich

Eine Klasse für sich ist allerdings ein weiteres Mal der Andauer Winzer Erich Scheiblhofer, der zum Weingut des Jahres 2011 gekürt wurde - wie auch schon in den Jahren 2008 und 2009. Ein weiterer Österreicher unter den absoluten Top-Plätzen ist der Golser Thomas Achs mit seinem Best Sweet Trockenbeerenauslese Sämling 88 aus 2006 als besten Süßwein des Jahres.

Mittwochabend präsentierte Michael Edlmoser auch wieder sein aktuelles Whitebook Wine mit über 6000 Bewertungen der AWC 2011 und Betriebsinfos zu 1400 Produzenten auf 750 Seiten. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.11.2011)

>> Die Preisträger

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Posting 1 bis 25 von 29
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Dhimmi
11
3.11.2011, 21:36
Sämling 88

Das ist doch der absolute Pfuiwein ("Riecht wie Katzendreck"), die Megaverirrung der letzten Jahrzehnte, wie man eingebläut bekam.
Und jetzt das!
Erklärung?

Jonathan Tiberius Doe
00
das hast verwechselt

was du meinst, ist der grüne Veltliner - der riecht nicht nur so ;)

florian holzer2
00
7.11.2011, 13:19

wie kommens denn auf sowas? okay, als trocken ausgebauter pseudoaromawein bringt er nicht viel, als tba erlebte der sämling in den vergangenen jahren die absolute hochblüte und sitzt dort zur rechten des welschriesling und des chardonnay.

stop-making-sense
02
3.11.2011, 22:54
Zerst kosten - dann posten!!!

ZB Sämling 88 von Scheucher/Labuttendorf oder auch Pfeiffer / St. Anna/Aigen

Mike Davis
 
00
3.11.2011, 11:42

Machen da die Franzosen nicht mit, oder sind die echt einfach mittlerweile abgeschlagen? Nach der Preisliste sieht es so aus, als gäbe es eine klare Dominanz von ein paar Ländern, was womöglich daran liegt, dass andere Länder "es nicht nötig" haben, bei so etwas mitzumachen...

Danke für eine Erklärung dazu...

Michael B
00
3.11.2011, 12:30
Französische Weingüter nehmen fast prinzipiell nur an französischen und britischen Bewerben teil.

Das hat historische Gründe, die in den traditionellen Handelsbeziehungen dieser Länder liegen.

David Greybeard
01
3.11.2011, 10:07

Cool, wie man bei uns "International Wine Challenge Vienna" mit AWC abkürzt.

Das soll uns erst mal einer nachmachen!

tramezzino
06
3.11.2011, 11:19

da waren steirer dabei.

ainternational...

trollvottel
11
3.11.2011, 11:01

Ein Versagen der Agentur, die diese Seite gestaltet hat: Auch bei www.awc-vienna.at steht mit keiner Silbe erklärt, wer oder was ein AWC sein soll, im Impressum steht auch nur ein gewisser Edlmoser.

Nur ... auch wenn man AWC googled, kommt kein Ergebnis, das mit Wein zu tun hat...

Ah! doch! In der deutschen Wikipedia steht "Austrian Wine Challenge" ...

C’est la vie
 
00
4.11.2011, 00:35
ich hab eine gefunden - aber ich brech noch immer weg

vor lachen. Die Website is a Witz . amoi goar nix - und den "Bewerb" nimmt eh kein wirklicher Winzer ernst ...

Réunion
101
3.11.2011, 10:04
ich habe noch keinen

deutschen Wein getrunken, den ich noch einmal bestellen/kaufen würde ...

florian holzer2
00
7.11.2011, 13:24

ich glaub, das liegt dann aber eher an ihnen ...

Fritz Meyer
00
3.11.2011, 21:20
Keine kindischen Vorurteile pflegen!

Auch anderswo gibt's guten Wein. Man begeht ja keinen Landesverrat, wenn man das zugibt.

Karl Radek
02
3.11.2011, 10:14

dann wird´s aber zeit

David Greybeard
01
3.11.2011, 10:08

Dann haben Sie noch nicht viele oder schon lange keinen mehr getrunken.

Derartige Vorurteile stammen nämlich aus grauen Vorzeiten.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
13.12.2011, 11:56

... und sogar in diesen grauen Vorzeiten gabs immer Leute, die die Qualität hochhielten an Mosel, Saar, im Rheingau usw.... Und ein troggener Frange aus Volkach oder Wörzborch war auch immer was Anständiges.

Quintus Beckloeffel
01
3.11.2011, 19:01

Dabei sagt's der Biolek in jeeeeder Kochsendung.

meresi
02
3.11.2011, 09:15
den besten weißwein gibt es in der südsteiermark

und heißt kernoel2002

Adams, 42 Adams
22
3.11.2011, 08:36
Den besten Weißwein gibt es bei uns in der Südsteiermark!!!

Sonne und Sonnenenergie können nicht in den Wein gezaubert werden.

Freund der Sanktionen
01
3.11.2011, 21:49
Ja, wenn man auf Brennesselgeschmack steht...

Ich kenne genügend steir. Weinbauern, die von "Sonnenenergie" dergestalt wenig halten, daß sie die Trauben zu früh lesen, damit nur ja der grasige Charakter wieder in den Wein kommt.
Es gibt in der Tat noch einige exzellente Weinbauern in der Steiermark, aber der Geschmackstrend geht leider in die falsche Richtung.
Von "bestem" Weisswein kann aber ohnehin keine Rede sein. International gesehen ist der steir. Weisswein, von einigen Kenntnisnahmen bei Sauvignon-Verkostungen einmal abgesehen, leider völlig bedeutungslos.
Was nichts dagegen sagt, daß Ihnen persönlich das Gewächs aus der Gegen am besten schmeckt, das ist gut und ganz natürlich. Da trinken Sie halt die Landschaft, die Brettljause und das Trachtenpärchen mit...

Neuer Nick neues Glück
00
3.11.2011, 20:57

Die sind nur leider oft zu süß und anspruchslos.

Karlsonvon
00
3.11.2011, 11:43

Und wie die gezaubert werden können. Aufzuckern und künstliche gehrhefen.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
13.12.2011, 12:05
Aufzuckern ist in F und in D unter gewissen Bedingungen erlaubt!!

So z. B. arbeiten viel Burgunder-Winzer (wie gesagt, in F und in D), deren Trauben, wenn sie die vollkommene physiologische Reife erreichen würden, an Säure und sonstigen wichtigen Aromastützen verlieren würden und dann so plump wie viele österr. Pinots noirs daherkommen würden.
Und das sind dann großartige, feingliedrige und trotzdem nachhaltig aromatische Weine, leider mit Recht ziemlich teuer, bei denen die meisten Österreicher nicht mitkönnen - die üblichen Ausnahmen von dieser Regel heißen gemäß meiner Kosterfahrung Reinisch, Juris, Halbthurn, Gesellmann, P. Achs.
Bin aber für Alternativvorschläge offen.

mein freund
00
3.11.2011, 12:10

was bitte sind "gehrhefen"? ich kenne nur gärhefen.

Fritz Meyer
00
3.11.2011, 21:20
Gärhäfän? ;)

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