Österreichischer Kunsthändler vor US-Gericht

2. November 2011, 17:33
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Es drohen fünf Jahre Haft und Zivilklagen

Miami/Wien - Ein 47-jähriger Kunsthändler aus Österreich muss sich in Florida wegen Betrugs vor Gericht verantworten, berichtete die "Kronen Zeitung" am Mittwoch. Dem Angeklagten drohen demnach bis zu fünf Jahre Haft, weil er Kunstwerke von u.a. Salvador Dali und Pablo Picasso im Wert von rund 2,3 Millionen Euro ohne Wissen derer Besitzer verkaufte. Bereits im August war der Mann wegen Diebstahls zu einer Strafe von 100.000 Dollar verurteilt worden.

Ursprünglich war der Kunsthändler 2009 verhaftet worden und unter der Bedingung wieder auf freien Fuß gekommen, dass er das Geld, um das er die Kunstbesitzer betrogen hatte, wieder zurückzahlte. Da dies jedoch nicht geschah, muss sich der Österreicher von Donnerstag an erneut vor einem Richter verantworten. Mittlerweile warten laut "Herald Tribune" zudem Forderungen wegen nicht bezahlter Steuern und weitere Zivilklagen auf den 47-Jährigen.

Gegen den Mann lag in Österreich aus den 90er Jahren ein Haftbefehl des Landesgerichts Wien wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue, betrügerischer und fahrlässiger Krida im Falle einer niederösterreichischen Werbeagentur vor.   (APA)

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