Polnischer Journalist erhielt Preis für Enthüllungsjournalismus

2. November 2011, 17:02
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Stiftungen würdigen Wlodzmierz Kalicki

 Der polnische Journalist Wlodzmierz Kalicki ist der heurige Gewinner des von der Zentraleuropäischen Initiative (CEI) und der in Wien ansässigen Südosteuropa-Medienorganisation (SEEMO) verliehen Preises für besondere Errungenschaften im Bereich des Enthüllungsjournalismus. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde dem polnischen Journalisten bei einem zweitägigen Treffen zum Thema Pluralismus auf dem Medienmarkt am Mittwoch in Belgrad überreicht. Das Treffen wurde gemeinsam von CEI, der SEEMO und der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet.

Die prämierte Reportage von Kalicki behandelt das Aufspüren eines Gemäldes eines polnischen Malers aus dem 19. Jahrhundert, Aleksander Gierymski, in Deutschland. Das Gemälde "Jüdische Frau mit Orangen" war während des Zweiten Weltkrieges aus dem Nationalmuseum in Warschau geraubt worden. Nach dem Kriegsende war jahrelang erfolglos nach dem Bild gesucht worden. Mit seinen Artikeln trug Kalicki zur Verbreitung des Bewusstseins über im Zweiten Weltkrieg verloren gegangene polnische Kulturgüter bei, hieß es auf der Webseite des Preises.

Weitere Anerkennungen der Jury wurden dem albanischen Journalisten Artan Hoxha, der serbischen Reporterin Dijana Suboticki und den slowenischen Journalisten Matej Surc und Blaz Zgaga zuteil. (APA)

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