Kroatische Kartellbehörde ermittelt wegen Mobilfunk-Preisabsprachen

2. November 2011, 16:29
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Auch Telekom-Austria-Tochter Vipnet unter Verdacht - HT und Tele2 ebenfalls im Visier der Behörde

Die kroatische Wettbewerbsagentur (AZTN) ermittelt gegen die Mobiltelefonie-Betreiber Hrvatski Telekom (HT, Deutsche Telekom), Vipnet (Telekom Austria) und Tele2 wegen des Verdachts auf Kartellbildung. Wie eine AZTN-Sprecherin der Zeitung "Poslovni dnevnik" am Mittwoch bestätigte, geht es um Preisabsprachen bei der Verteuerung von Diensten am 1. Oktober 2009.

Abrechnungseinheit erhöht

Damals haben alle drei die Abrechnungseinheit für die erste Gesprächsminute von 15 auf 60 Sekunden erhöht. Bei einer Verurteilung könnte die Strafe empfindlich hoch ausfallen, bis zu einer Milliarde Kuna, beziehungsweise bis zu zehn Prozent der Einnahmen im Mobilsegment des jeweiligen Anbieters, so die Zeitung. HT und Vipnet wiesen die Vorwürfe zurück.

EU-Beitrittsverhandlungen

Bei Kroatiens EU-Beitrittsverhandlungen war das Kapitel "Wettbewerb" ein sehr sensibles. Bis zum Beitritt befindet sich Kroatien unter strenger Beobachtung der Europäischen Kommission. Kroatien will am 1. Juli 2013 der EU beitreten. (APA)

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