"K" bleibt der weltweit schnellste Rechner

14. November 2011, 14:49
26 Postings

Anfang Oktober hatte der japanische Computer die 10-Petaflops-Grenze überschritten

Seattle/Tokio - Der schnellste Supercomputer der Welt kommt erneut aus Japan. Der "K Computer" hält sich weiter an der Spitze der am Montag veröffentlichten Liste "Top 500" und ist inzwischen rund viermal so leistungsstark wie sein dichtester Verfolger. Die Anlage des Herstellers Fujitsu, die im japanischen Kobe für wissenschaftliche Forschungen genutzt wird, kommt auf eine Leistung von 10,51 Petaflops, das sind über 10 Billiarden Rechenschritte in der Sekunde.

Erst vor einem halben Jahr hatte sich der "K Computer" an die Spitze der "Petaflop-Rechner" katapultiert. Er arbeitet im RIKEN-Institut für physikalische und chemische Forschung. Anders als viele seiner Herausforderer nutzt die Anlage keine Grafik-Chips, um aufwendige Standardrechnungen schneller abzuarbeiten, gilt dafür aber als eines der energieeffizientesten Systeme. "K" besteht aus 864 Großteilen, in denen 88.128 Prozessoren arbeiten.

Seit der vergangenen Liste vom Juni hat sich in der Rangfolge nicht viel getan. Auf dem zweiten Platz rangiert erneut das "Tianhe-1A"-System (Milchstraße) aus China mit 2,57 Petaflops. Die USA, die über Jahre hinweg die Spitzenplätze besetzten, sind auf der aktuellen Liste noch mit fünf Systemen vertreten, der schnellste davon rangiert auf dem dritten Platz. Der Rechner "Jaguar" des Herstellers Cray aus dem Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums kommt laut jüngster Messung auf eine Rechenleistung von 1,75 Petaflops.

10-Petaflops-Grenze

Gut vier Monate nach seiner Kür zum schnellsten Computer der Welt hatte der japanische Superrechner "K" erneut alle Rekorde gebrochen: Bei einem Test Anfang Oktober knackte er die magische Grenze von zehn Billiarden Rechenvorgängen pro Sekunde - alos zehn Petaflops - wie der japanische Technologiekonzern Fujitsu und das Forschungsinstitut Riken am Mittwoch mitteilten. Die beste gemessene Leistung lag demnach bei 10,51 Petaflops. In Zahlen bedeutet dies 10.510.000.000.000.000 Rechenvorgänge pro Sekunde.

"K", der bereits von Forschern genutzt wird, soll zur Durchführung hochkomplexer Simulationen dienen: Etwa Modelle der Erdatmosphäre und seismischer Phänomene - aber auch auf der anderen Seite der Größenskala, etwa was das Verhalten von Nanomaterialien betrifft. (APA/red)


Link
Top500

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Bitte zurücktreten, hier arbeitet "K".

Share if you care.