Prostitutionsgesetz: Bereits fünf Festnahmen und 40 Anzeigen

2. November 2011, 13:35
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Vorrangig Wohngebiete betroffen - Laut Polizei auch einige Freier belangt

Wien - Seit dem gestrigen Dienstag gilt das neue Prostitutionsgesetz in Wien. Dieses verbietet - bis auf wenige Ausnahmen - Sex-Arbeit im Wohngebiet. In der ersten Nacht seit Inkrafttreten der Regelung gab es bereits fünf Festnahmen von Frauen sowie 40 Anzeigen, sagte Polizeisprecher Mario Hejl am Mittwoch. Außerdem seien bereits einige Freier mit Organmandaten belangt worden.

Die Amtshandlungen wurden vorrangig in Wohngebieten durchgeführt, die bisher als Problemzonen in Sachen Straßenprostitution gegolten haben. So war die Polizei etwa im 15. Bezirk im Bereich der Felberstraße oder der Äußeren Mariahilfer Straße aktiv. Die vorübergehend festgenommenen Frauen hätten in den nunmehrigen Verbotszonen ihre Dienste angeboten. Sie seien zuerst darauf hingewiesen worden, dass dies hier nicht mehr erlaubt sei, aber eine Stunde später erneut dort gestanden, so Hejl.

Betroffene laut Polizei genügend informiert

Infolge des neuen Gesetzes können nun auch Freier erstmals belangt werden, die in Wohngebieten anbahnen. Sie müssen mit einer Strafe in Höhe von 500 Euro rechnen. Die ersten Organmandate seien bereits ausgestellt worden, informierte der Polizeisprecher.

Ob die Regelung auch bewirkt hat, dass generell weniger Prostituierte auf der Straße stehen, könne man - nicht zuletzt aufgrund des gestrigen Feiertags - noch nicht sagen, hieß es. Dass betroffene Frauen noch nicht ausreichend informiert wurden, glaubt man bei der Polizei nicht. Schließlich würden auch Betreuungseinrichtungen die Sex-Arbeiterinnen seit einiger Zeit über die gesetzlichen Neuerungen aufklären. (APA)

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    Das Prostitutionsgesetz zeigt erste Auswirkungen.

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