UNO: Norwegen ist höchstentwickeltes Land, Österreich auf Platz 19

Laut Human Development Index (HDI), der als Gegenmodell zu rein ökonomischen Entwicklungs-Gradmessern fungiert

Berlin/Wien - Norwegen bleibt weiterhin das Land mit der besten Lebensqualität. Dies geht aus dem aktuellen UNO-Bericht zur menschlichen Entwicklung hervor. Demnach bilden die Demokratische Republik Kongo, Niger und Burundi das Schlusslicht im diesjährigen Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index HDI), der 187 Staaten erfasst. Österreich liegt unverändert auf dem 19. Platz.

Der HDI wurde vor 20 Jahren als Gegenmodell zu rein ökonomischen Entwicklungs-Gradmessern entwickelt. Er berücksichtigt auch statistische Daten zu Gesundheit, Umwelt und Bildung.

USA fallen wegen Ungleichheiten zurück

Zu den ersten zehn Ländern des HDI-Rankings gehören weiters Australien, die Niederlande, die USA, Kanada, Irland, Liechtenstein, Deutschland und Schweden. Werden jedoch die Ungleichheiten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen berücksichtigt, fallen etwa die USA vom 4. auf den 23. Platz zurück. Österreich kann sich in diesem Ranking auf den 18. Platz verbessern. Deutlichere Sprünge nach vorne machen auch Schweden (vom 10. auf den 5. Platz), Dänemark (von 16 auf 12) und Slowenien (von 21 auf 14).

"Der Ungleichheit einbeziehende Index der menschlichen Entwicklung hilft uns, den Entwicklungsstand nicht nur für die sprichwörtliche statistische Durchschnittsperson, sondern für alle Segmente der Gesellschaft besser einzuschätzen", sagte Milorad Kovacevic, der Chefstatistiker des Berichts.

Einkommensschere geht weltweit auf

Die ungleiche Verteilung des Einkommens habe sich fast überall auf der Welt vergrößert, wobei Lateinamerika weiterhin die Region mit der stärksten Ungleichheit sei. Allerdings habe es in den vergangenen vier Jahrzehnten auch deutliche Verbesserungen gegeben. Seit 1970 seien die HDI-Werte in den Ländern mit niedrigem Entwicklungsstand um 61 Prozent gestiegen. 72 Länder hätten zwischen 2006 und 2011 ihren HDI-Rang verbessert (Österreich um einen Platz), angeführt von Kuba (plus 10 auf Rang 51). 72 Länder seien jedoch zurückgefallen, darunter Finnland (um sieben Plätze auf Rang 22). (APA)

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