Immer mehr Kinder in Betreuungseinrichtungen

2. November 2011, 12:26
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    apa-foto: herbert neubauer

    Bei den Dreijährigen stieg die Betreuungsquote von 57,2 Prozent im Jahr 2000 auf 80 Prozent 2010.

Kinderbetreuungs-Quote seit 2000 teils stark gestiegen - Zunahme sowohl bei Drei- bis Fünfjährigen als auch bei den Jüngsten

Wien - Die Betreuungsquoten von kleinen Kindern sind in den vergangenen Jahren teils stark gestiegen. Wurden im Jahr 2000 noch 77,6 Prozent der Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen betreut, waren es 2010 schon 90,7 Prozent. Das geht aus Daten der Statistik Austria im Bericht "Familien in Zahlen 2011" des Österreichischen Instituts für Familienforschung hervor. Bei Kindern zwischen null und zwei Jahren stieg die Betreuungsquote von 7,7 Prozent auf 17,1 Prozent.

Bei den Drei- bis Fünfjährigen nahm die Betreuungsquote demnach um über 13 Prozentpunkte zu. In allen drei Alterskategorien zeigt sich eine klare Zunahme: Bei den Dreijährigen stieg die Betreuungsquote von 57,2 Prozent im Jahr 2000 auf 80 Prozent 2010. Bei den Vierjährigen gab es eine Erhöhung von 85,6 Prozent auf 95,5 Prozent, bei den Fünfjährigen von 89,2 Prozent auf 96,4 Prozent.

Mehr altersgemischte Kinderbetreuungseinrichtungen

Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen: 2010 gab es um rund ein Drittel mehr als 2000. In ganz Österreich nahm demnach die Anzahl der Krippen, Kindergärten, Horte und altersgemischten Kinderbetreuungseinrichtungen um 32,4 Prozent zu.

Die größte Zunahme, nämlich von 173 auf 974, gab es bei den altersgemischten Einrichtungen, wo neben Kindergartenkindern auch Kinder im Vorschulalter und nachmittags teilweise auch Schüler betreut werden. Stark gestiegen ist auch die Zahl der Krippen, und zwar von 572 auf 1.208. 2010 gab es außerdem um 46,7 Prozent mehr Horte und 3,5 Prozent mehr Kindergärten. 

Mitterlehner zufrieden

Familienminister Reinhold Mitterlehner hat angesichts des Berichts die "Ausbauoffensive" für Kinderbetreuung gelobt. Diese mache sich "nachhaltig bezahlt", betonte der Minister am Mittwoch in einer Aussendung. "Heute ist es für Eltern in Österreich deutlich leichter, Familie und Beruf zu vereinbaren als noch vor einem Jahrzehnt. Die Wahlfreiheit, früh in den Beruf zurück zu gehen oder länger bei den Kindern zu Hause zu bleiben, ist gestiegen."

Die vom Ministerium geförderte Erhebung zeige wichtige Trends auf, verwies man etwa auf die gestiegenen Betreuungsquoten von kleinen Kindern in den vergangenen Jahren. Mitterlehner erinnerte auch einmal mehr an die Neuauflage der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, mit der man pro Jahr 5.000 zusätzliche Betreuungsplätze schaffen werde. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 42
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Thomas Felder1
00
3.11.2011, 18:34
Nur leider

sinds nicht mehr PädagogInnen geworden, dh die Qualität der Betreuung nimmt ab

luis trew
33
3.11.2011, 11:49
Die heile Welt

Na bestens!

Die Kinder sollten möchlichst früh (am besten mit 12 Monaten) in staatliche Kinderkrippen kommen. Dann nahtlos in Kindergarten (idealer weise von 8.00 - 17.30 Uhr).

Dort gibts in jeder Gruppe 1 liebe Tante (und eine Helferin), die 25 Kindern dann freudlich lächelnd aufs echte Leben vorbereitet.

Die Eltern brauchen sich da um Erziehungsfragen eigentlich gar nicht mehr kümmern.

Eine wirklich schöne Welt.

Thomas Felder1
00
3.11.2011, 16:01

Dort gibts in jeder Gruppe 1 liebe Tante

es gibt keine "lieben Tanten", die Leute heissen PädagogInnen

der Ringe
00
3.11.2011, 15:33

wer sichs leisten kann, bleibt eh zu Hause.
nur kommen die wenigsten mit einem Gehalt aus bzw. es gibt auch Alleinerzieher.

absurdistanerin
00
3.11.2011, 15:50

es ist nicht nur eine frage des sich leisten könnens sondern auch wollens. unsere gesellschaft ist verwöhnt, man will auf urlaub und zweitwagen nicht verzichten, das kostet natürlich geld, also so bald wie möglich in die arbeit (neben der selbstverwirklichung sicher ein aspekt, der in erwägung gezogen werden sollte)
einer alleinerziehenden mutter kann man es kaum krumm nehmen, wenn sie frühe kinderbetreuung in anspruch nimmt, weil sie auf den vollen verdienst angewiesen ist.

Na Er halt
 
00
3.11.2011, 13:41

Bullshit

In der Krippe unserer Tochter gibts 3 "Tanten" und 2 Assistentinnen bei 15 Kindern. Es sind immer 2 Tanten und eine Assistentin anwesend.

Und um ihr Weltbild zum wanken zu bringen: Unsere Tochter geht gerne in den Kindergarten. Am Wochenede spricht sie irre viel von ihren Freundinnen im Kiga. Wenn ich sie in der Früh hinbringe, und wir gehen von der Garderobe in die Krippe Hand in Hand, zieht sie mich nach.

Sie dürfen nciht ausser acht lassen, dass sie dort mit gleichaltrigen in Kontakt ist und nciht nur mit Erwachsenen...

absurdistanerin
00
3.11.2011, 16:11

ihren erzählungen nach wird ihr kind wohl zwischen 2,5 und 3 jahre alt sein. da ist die krippe sehr wohl schon ein ort um gleichaltrige spielpartner zu finden. für ein 1-jähriges kind geht es aber sehrwohl noch viel mehr um das abdecken primärer bedürfnisse. es ist zu sozialen interaktionen, wie ihr kind sie bereits führt, aus entwicklungspsychologischer sicht noch nicht fähig.
ein betreuungsschlüssel wie der in der gruppe ihrer tochter wäre überall wünschenswert, um den kindern und ihren bedürfnissen einigermaßen gerecht werden zu können.

Na Er halt
 
00
3.11.2011, 16:39

Mit 20 Monaten in den Kiga gekommen, jetzt 23 Monate, Mitte Dez wird sie 2 Jahre alt

@ sozialen interaktionen: sie beherrscht viele einzlne wörter, kombiniert teilweise 2 worte und wenn sie was will sagt sie "bitte"

Vielleicht ist das Betreuungsverhältnis nur in der Krippe so hoch. Wie es dann im Kiga ist weiß ich noch nciht.

Thomas Felder1
00
3.11.2011, 16:02

Tanten gibts keine

Na Er halt
 
00
3.11.2011, 16:39

Kindergartenpädagogin ist mir zu lang zum schreiben :-)

Tants bleibt!

Thomas Felder1
00
3.11.2011, 18:33

die werden sich halt von Ihnen dann nicht angesprochen fühlen, auch die Onkel nicht

The Chaos Path
21
3.11.2011, 12:29

niemand zwingt dich, das zu tun, du selbst kannst auch 6 jahre lang daheimbleiben - nur nicht evtl. auf die frau bschieben, weil man selber keiine zeit dafür ;). wo ist das problem?

Carla Sociale
39
3.11.2011, 07:44
Diese Zahlen sind kein Erfolg, sondern ein trauriger Zustandsbericht unserer Gesellschaft.

ilrio xxxxx
 
26
3.11.2011, 08:59
irgendwie stimmt.

man bekommt kinder damit der staat sie erzieht. wie am anfang des komunismus.

kl41
23
3.11.2011, 13:15

schon schlimm, welche Schäden das Hitlersche Mutterkreuz in den Gehirnen mancher bis heut hinterlassen hat. Dieses Mutterbild, dass man rund um die Uhr fürs Zwergi da is und dem Zwergi dabei ned fad wird, weils eh nix anderes braucht zum Großwerden als die Mutterliebe gabs nie, das hat uns nur der Dolferl eingeimpft und zwar erstaunlich kräftig. Bürgerliche Mütter haben ihre Kinder selten gesehen, adelige noch viel seltener. Bäurinnen haben sie mit aufs Feld genommen und in Zeiten der Industrialisierung waren sie halt in der Fabrik. Zum Arbeiten.

Carla Sociale
10
6.11.2011, 16:49
schon schlimm, welche Schäden das DDR Familienmodell in den

Gehirnen mancher bis heute hinterlassen hat. Dieses Gesellschaftsmodell, in dem man die Kleinkinder so bald wie möglich im Kindergarten des Kombinats zur Erziehung zum treuen Kommunisten abgegeben hat. Was anderes, als die Liebe von Marx und Engels hat der Heranwachsende nicht gebraucht. Die werktätigen Mütter haben ihre Kinder selten gesehen, die sozialistischen Eliten noch viel seltener. In den Kolchos oder in die Fabrik brauchte man den Nachwuchs nicht mitzunehmen, denn der war währenddessen zur Gehirnwäsche in staatlicher Obhut.

ilrio xxxxx
 
00
4.11.2011, 21:53
ihr gehirn dürfte wie

schweizer emmentaler aussehen.

Spaceman Spiff
12
3.11.2011, 09:33

Wenn der Kapitalismus es nicht zulaesst, dass ein Elternteil zu Hause ist, dann ist das Ihrer Meinung nach Kommunismus.

Tethys
10
3.11.2011, 09:30
man bekommt kinder damit der staat sie erzieht

Ach, die Kleinen sind 24/7 im Kindergarten?

styx12
02
3.11.2011, 10:39

Noch nicht. Aber wenn die Entwicklung so weitergeht, kommt das eh bald auf uns zu.

Tethys
10
3.11.2011, 14:36

Sie verfügen über eine Glaskugel, die Ihnen die Zukunft voraussagt?

DD1981
06
3.11.2011, 10:08

Nein...aber bei Arbeitstätigen von 8-18h... um 19.30h gehens dann schlafen. Also abgesehen von einem Frühstück und einem Abendessen sind die Kids abgeschoben. Traurig.

Tethys
00
3.11.2011, 14:37
aber bei Arbeitstätigen von 8-18h

Bei wieviel % der Bevölkerung trifft eine solche Arbeitszeit für beide Elternteile zu?

The Chaos Path
10
3.11.2011, 12:33
aber bei Arbeitstätigen von 8-18h

wusste gar nicht, dass die gesetzliche arbeitszeit 50 std wöchentlich beträgt. oder vielleicht solltet ihr lieber gegen was anderes protestieren als das, hm?

ganz abgesehen davon, liebe männer: nichts hindert euch daran, 6 jahre zu hause zu bleiben.

Mann40
43
3.11.2011, 06:04

"Bei Kindern zwischen null und zwei Jahren stieg die Betreuungsquote von 7,7 Prozent auf 17,1 Prozent."

ein Armutszeugnis ist es so kleine Kinder in Fremdbetreuung abzugeben, das kann nur traumatisieren...

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