"Wurzel Jesse"

Albertina hat ein Werk von Jan de Beer zu restituieren

2. November 2011, 10:55
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    foto: albertina

    Jan de Beers "Wurzel Jesse" aus der Wiener Albertina, links mit Darstellung der thronenden Madonna, rechts mit der des Propheten Isai: Deckweiß und  Feder in Grau auf getöntem Papier

Direktor Schröder spricht von "dramatischem Verlust"

Wien – Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder macht bereits jetzt über die Zeitschrift "News" Werbung für die Schau Bosch Bruegel Rembrandt Rubens (ab 25. Mai 2012, danach für Chicago vorgesehen): Zu sehen sein soll ein "bedeutendes Werk", ein "berühmter Altniederländer, ein zweiteiliges Werk von viereinhalb Metern Höhe aus der Kartonsammlung, das es nur einmal auf der Welt gibt", welches man danach restituieren müsse.

Den Namen des Künstlers wollte Schröder "News" nicht verraten, das strategische Geheimnis wurde allerdings schnell gelüftet: Es handelt sich um keinen der vier Titelhelden, sondern um Jan de Beer (ca. 1475 bis 1528) und dessen Werk mit dem Titel "Wurzel Jesse". Schröder spricht gegenüber "News" von einem "dramastischen Verlust", verbunden mit der Forderung, die Republik möge die "paar Millionen Euro" für den Ankauf aufbringen. Diese Wertangabe wird von Kunstmarktexperten bezweifelt.

Gegenüber der Austria Presse Agentur teilte Schröder mehr zur Provenienz von "Wurzel Jesse" mit. Aktuell werde diese noch untersucht, man sei aber auf eine mögliche unklare Herkunft im Zuge der routinemäßigen Überprüfungen gestoßen, denen man sämtliche Werke des Hauses unterziehe, welche ins Ausland verliehen werden sollen. Demnach stamme "Wurzel Jesse" ursprünglich aus der berühmten Sammlung Gutmann, die Albertina habe den Karton in den 50ern im Wiener Kunsthandel erworben. "Wir wissen nicht, ob das Werk zuvor an Gutmann restituiert wurde und dann in den Kunsthandel gekommen ist, oder nicht", so Schröder. In diesem Falle würde es sich nicht um einen Restitutionsfall handeln. (trenk, red / derStandard.at, 2. November 2011)

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Posting 1 bis 25 von 135
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Antagonist1
01
3.11.2011, 14:13
Was passiert nun eigentlich

mit der in den 50er Jahren dafür bezahlten Summe???

Hubert Ungeist
 
02
3.11.2011, 00:54
D.h. es ist schon mal restituiert worden?

Und jetzt nochmal?

Bitte alle Kunst die aus jüdischem Privatbesitz stammt zurückgeben, und nie mehr in öffentlichen Museen ausstellen. Und schon gar nicht ankaufen.

Pierre d´Aubusson
13
3.11.2011, 12:35

So wie die Zuckerfabrik in Bruck: verkauft an einen Deutschen, und das nicht unter dem Wert,
dann wurde der deutsche Besitzer nach dem Motto "Deutsches Eigenthum" von der Republik Österreich enteignet und die Fabrik an die Erbengemeinschaft "restituiert". Von dieser wurde sie dann nochmals verkauft. Die Steuerschulden hat man aber bis heute nicht bezahlt, dafür hat man jetzt auch noch Bilder "restituiert".
Und dann wundern sich manche über die Wahlergebnisse.
Bananenschalenoperettenrepublik!

aiuto
00
3.11.2011, 13:39
einfach köstlich !

Hubert Ungeist
 
11
3.11.2011, 12:43
Habens einen Beleg dafür?

Klingt eher nach einem Gschichtl

Pierre d´Aubusson
03
3.11.2011, 13:22
Je länger es auf mich wirkt

umso eher merk ich, was das eigentlich für eine Frechheit gewesen ist:
alles auf www.adele.at nachzulesen.
Da steht sogar, daß der Fall Bloch-Bauer ein akribisch genau abgewickelter ist und es eigentlich nichts zu deuteln gibt, wenn da ja wenn da nicht wäre:
Von einem amerikanischen Gericht (Los Angeles) amtlich festgestellt: Die Republik Österreich hat den Wunsch, die Lebensumstände der Frau Altmann zu verbessern.... (sic!)
Umgerechnet auf heute frag ich mich: wird man sich um mich auch so kümmern, wenn ich meine Dollarmilliarden durchgebracht habe?

Übrigens: Für den Inhalt verantwortlich is dort: Randol Schönberg. Kennen Sie den? (der ist kein Witz!)

aiuto
62
2.11.2011, 18:40
na endlich !

ist die Albertina mit ihrem unterbelichteten SChröder wieder einmal in der Presse !

haarspalter
00
3.11.2011, 10:48

hab mit schröder mal 2 termine gehabt: er ist mir nicht sympathisch, aber sein denkorgan funktioniert ausgezeichnet.

aiuto
00
3.11.2011, 13:40
auch gut !

Prof. Primus von Quack
12
3.11.2011, 06:37
na endlich!

erhellen sie die postiggemeinde mit einem hochgeistigen und witzig formulierten statement !

tramezzino
67
2.11.2011, 17:25
als attraktion

würde ich den schröder einmal 3 wochen von seinem dachl runterhängen lassen...

das wär mal was !

haarspalter
10
3.11.2011, 10:53

dumm und sinnlos.
posten sie mal was brauchbares!

Bub und Mädchen
00
2.11.2011, 21:58
Warum wollen Sie ihn hängen sehen?

tramezzino
00
3.11.2011, 08:49

nicht hängen, runterhängen reicht vollauf.

Antagonist1
00
4.11.2011, 14:52
Runterhängen?

Raufstehen ist um einiges schärfer....

Mahtrix
13
2.11.2011, 16:02
LOL

"das es nur einmal auf der Welt gibt" - ah geh, wirklich?=

pike bishop
47
2.11.2011, 15:57

ich bin mir schon bewusst, dass das ein sehr heikles Thema ist, in jeder Beziehung (rechtlich, moralisch, ethisch, politisch...). Es wird aber eher nur noch heikler, wenn man so selektiv restituiert, d.h. an eine Gruppe von geschädigten und ihre nachkommen und bei anderen das nicht einmal andiskutiert (russischer Adel, Habsburger, Indianer Amerikas, ...). Aber sei's drumm, die "Weltöffentlichkeit" will es so, also weg mit dem Klumpart.

stefan1981
01
3.11.2011, 07:13

stimmt schon, den einen wird alles restituiert und den anderen wird bis heute teilweise das passive wahlrecht vorenthalten. es scheint wirklich als würde mit zweierlei maß gemessen werden.

entweder sollten alle entschädigt werden, oder keiner. ich bin für keiner. nach so langer zeit solte man die vergangenheit endlich mal ruhen lassen.

Ph Gudenus
30
2.11.2011, 18:51
weg mit dem Diebsgut, bevor Welt darauf aufmerksam wird

Pierre d´Aubusson
11
3.11.2011, 00:14

Anfall von leichtem Masochismus?

fibiundchillie
43
2.11.2011, 15:24
Unrecht gut gedeiht nicht

dies Sprichwort kennen und verstehen 99% aller Österreicher und aller Poster,die sich hier aufregen.

sobald aber das R-Wort auftaucht, ist das gute alte Sprichwort plötzlich ausm Hirnkastel verschwunden.

ei potz ei wunder!

trampelpfad
00
3.11.2011, 08:46
Unrecht gut gedeiht nicht?

Sie sind da im Irrgarten unterwegs; wenn Sie schon Volksweisheiten anrufen, dann bitte richtig: "Unrecht Gut ..."!

Dr. Lari and Mr. Fari
 
02
3.11.2011, 08:23
was soll an einem Gut unrecht sein, das 1955 ca. im regulären Handel erworben wurde?!

Wenn sich später herausstellt, daß DAVOR der eine oder andere Besitzerwechsel nicht rechtens war, ist das zu untersuchen und ggf. die nötigen Schritte einzuleiten - aber bitte auch nicht ohne die Rechtsnachfolger des Kunsthändlers mitzubeteiligen!!

Ph Gudenus
72
2.11.2011, 15:03
Albertina gehört an und für sich restituiert,

an das Kaiserhaus bzw. deren Nachkommen, die viellfach Mayer-Müller heissen, was die Restitution dank Demokrtisierung bzw. Proletarisierung -hinauszieht.

Pele_2008
01
3.11.2011, 03:19
Wenn die Nachkommen des kaiserhauses

beweisen können, dass der Erwerb der Kunstschätze ausschliesslich aus Privatvermögen und nicht mit Volksvermögen erfolgte, kann man darüber ja reden.
Wird ihnen aber extrem schwerfallen!

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